Dillingen

27.03.2017

Ein ganz verrücktes Spiel

Tischtennis: Beim 9:7 des TV Dillingen gegen Erdweg toben die Fans. Tür zur Bayernliga steht offen.

Von Fabian Wittke

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„Unfassbar!“ – so fasste Matthias Jörg das 9:7 seiner Dillinger Tischtenniscracks gegen die SpVgg Erdweg zusammen. Dieser Erfolg verbessert die Chancen im Kampf um Platz zwei, der zur Teilnahme Bayernliga-Relegation berechtigt. Jörg war es auch, der maßgeblichen Anteil am Sieg hatte.

Für die wichtige 2:1-Führung nach den Doppeln sorgten Uli Foag/Benedikt Hirner und das stark aufspielende Duo Joel Mittel/Andreas Hilpert. Zu Beginn der Einzelrunde geriet Foag etwas überraschend 0:2 in Rückstand, konnte aber durch taktische Änderung die Partie noch für sich entscheiden. Die Oberbayern glichen jedoch nach den Niederlagen von Hirner (0:3) und Andreas Wollitzer (2:3) aus. Jörg sorgte für die erneute TVD-Führung, ehe die SpVgg drei Spiele in Folge für sich entscheiden konnte – es hieß plötzlich 4:6 aus Dillinger Sicht. Hirner und Wollitzer landeten postwendend zwei 3:1-Siege zum 6:6-Gleichstand.

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Jörg und Mittel spielten parallel. Während sich Mittel nach einer 1:0-Führung geschlagen geben musste, stand es bei Jörg nach 2:0-Vorsprung zwischenzeitlich 2:2 – der Entscheidungssatz musste her. Beim Stand von 5:10 geriet Jörg nach eigener Aussage „in einen Tunnel“ und konnte die aktuelle Spielsituation und die tobenden Zuschauer ausblenden. Er drehte auf und kam zurück: 10:10 – die Fans jubelten, stampften mit den Füßen, sogar die Partie der Herren III wurde für zehn Minuten unterbrochen, um das Geschehen live miterleben zu können. Jörg gelang tatsächlich der 14:12-Sieg. Die großartige Stimmung steckte Hilpert an, der nun wie entfesselt aufspielte.

Das Spitzenduo Foag/Hirner musste den Triumph perfekt machen. Und auch diese Partie hatte es in sich. Ein Gästefehler brachte nach vier Stunden das 11:8 im fünften Satz und somit den 9:7-Gesamtsieg. Die Dillinger haben es nun in der eigenen Hand, durch einen Erfolg im nächsten Spiel gegen Dachau den Sprung auf Platz zwei zu schaffen. Sofern sie auch die restlichen drei Partien für sich entscheiden, stehen sie in der Relegation.

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