Gundelfingen

23.11.2019

Ein, zwei Schritte mehr

Einen Schritt mehr als der Gegner machten Jonas Schneider und seine Mitspieler vom FC Gundelfingen zuletzt im Derby gegen den SC Ichenhausen (links Tim Dopfer). Dadurch konnte der FCG trotz einer schwächeren Leistung mit 2:0 gewinnen. Nun steht das Auswärtsspiel beim FV Illertissen II an.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Landesliga Südwest: Bei der Videoanalyse hat Trainer Martin Weng die Gründe für den Derbysieg gegen Ichenhausen ausgemacht. Nun geht’s zum FV Illertissen II.

Auf der Erfolgswelle zu reiten ist für die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen ein echter Genuss. Das sieht auch Trainer Martin Weng so, andererseits freut er sich auch schon auf die nahe Winterpause. „Dann habe ich endlich mal etwas Zeit für meine Frau und meinen Sohn“, erklärt der 34-Jährige und weiß, dass seine Spieler ebenso mal etwas abschalten und regenerieren wollen. „Auch ihre Akkus werden allmählich leerer“, hat der Coach durchaus registriert.

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An der Trainingsbeteiligung vor dem letzten Auswärtsauftritt des Jahres am Samstag (14 Uhr) beim FV Illertissen II hat dies nichts geändert. „Alle Mann an Bord“, verkündet Weng, also auch die zuletzt fehlenden Julian Elze und Tarik Öz. Womit es selbst auf der Auswechselbank der Grün-Weißen richtig eng zugeht. „Das ist aber auch ein wichtiger Grund für unseren Erfolg“, weiß Weng, „denn vergangene Saison hatte ich nicht allzu viele Wechseloptionen. Jetzt tummeln sich da Spieler, die ich aufgrund ihrer Qualität jederzeit bringen kann. Und sie machen Druck auf die Jungs, die auf dem Platz stehen. Da kann sich keiner eine Pause erlauben.“

Noch siegt Gundelfingen

Wohl aber auch mal einen schwächeren Auftritt, ohne gleich außen vor zu sein. Dass es zuletzt im Derby gegen den SC Ichenhausen gleich beim ganzen Team nicht sonderlich gut lief, ist für Weng zwischendurch durchaus akzeptabel. Vor allem, wenn dann am Ende trotz einer schwächeren Vorstellung ein 2:0-Sieg herausspringt. „Wir haben das Spiel unter der Woche noch einmal ausführlich analysiert. Ichenhausen hat es gegen uns schon gut gemacht. Für uns spricht aber, dass wir uns zu keiner Phase des Spiels haben hängen lassen. Im Gegenteil, die Spieler haben dann noch einmal ein, zwei Schritte mehr gemacht“, hat Weng beim Betrachten des Videos festgestellt. „Der Lohn waren dann die beiden Treffer, bei denen der Ball jedes Mal eigentlich schon verloren war. Trotzdem haben wir den Eckball vor dem 1:0 oder den Elfmeter zum 2:0 durch Jonas Schneider noch regelrecht erzwungen. So kann man dann auch mal ein Spiel gewinnen, in dem es eigentlich gar nicht läuft“, betont Weng.

Gegen den FV Illertissen II ist es für den FCG in den vergangenen Jahren ebenfalls nicht sonderlich gut gelaufen, nach vier teils deutlichen Niederlagen beendeten die Grün-Weißen erst im Hinspiel diese Negativserie mit einem 4:0-Erfolg auf dem Rasen des Schwabenstadions. Auf welchem Untergrund diesmal gespielt wird, ist noch nicht ganz klar. Illertissen verfügt über einen Kunstrasen, bevorzugt aber selbst das natürliche Grün.

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