Dillingen

10.05.2018

Eine neue sportliche Ehe

Zusamzells Coach Andreas Seiler (links), hier noch im Trikot des TSV Unterthürheim, wechselt nach der Runde zum SV Wortel-stetten. Seine aktuellen Kicker gehen eine neue SG mit Reutern ein.
Bild: Georg Fischer

Untere Fußball-Ligen: Warum die Fußballer aus Zusamzell-Hegnenbach in Zukunft nicht mehr mit Altenmünster, sondern Reutern gemeinsame Sache machen – in Gelb-Schwarz.

Ausgerechnet in ihrem Jubiläumsjahr gehen die Zusamzeller Fußballer mit Nachbar Reutern ein „neue Ehe“ ein. Das 50-jährige Vereinsjubiläum firmiert an den Festtagen 27./28. Juli unter SG Reutern/Zusamzell-Hegnenbach. Wie es zu der frischen Verbindung kam, erläutert Zusamzells Abteilungsleiterin Elke Farchmin: „Gemeinsam mit Reutern gibt es ja die AH-Mannschaft, und da wurde das Thema angesprochen. Reutern war in der Verbindung mit Welden nicht glücklich, und auch wir sahen irgendwie nach vier Jahren mit Altenmünster Handlungsbedarf.“ Nun nach der Saison 2017/18 lösen beide Parteien ihre Spielgemeinschaften und lassen die neue sportliche Partnerschaft wahr werden.

Die dafür notwendigen Regelungen sind bereits getroffen. Die SG Reutern/Zusamzell-Hegnenbach spielt zukünftig in der B-Klasse Augsburg-Nordwest. Mit Stephan Dopfer und Thomas Fischer wurden aus beiden Lagern Leute gefunden, die gleichberechtigt als Trainer arbeiten werden. Ein regelmäßiges Wechselspiel gibt es bei den Übungsabenden beziehungsweise Heimspielen. Eine Gemeinsamkeit gibt es übrigens bereits jetzt schon: Beide Klubs spielen in den Vereinsfarben Gelb-Schwarz.

Noch-Trainer Andy Seiler wünscht den Verantwortlichen auf beiden Seiten nur das Beste. Der 42-Jährige, der in Gottmannshofen beheimatet ist, spricht von drei guten Jahren, die er mit der SG Zusamzell-Altenmünster erleben durfte. Allerdings war der dünne Kader ein Dauerthema: „Ja, es hat schon ein, zwei Spiele gegeben, wo wir nicht komplett angetreten sind.“ Er selber war sich nie zu schade und hat sich als aktiver Spieler voll mit eingebracht. Dass er ohne jegliche Beschwerden mitkicken kann, war dabei nicht selbstverständlich: 2009 erlitt er bei einem Betriebsunfall einen Oberschenkeltrümmerbruch. Erst in der Unfallklinik in Murnau konnte ihm geholfen werden, damit der „Fußballverrückte“ wieder dem runden Leder nachjagen kann.

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Wie gut er dies kann, davon zeugen seine 15 Treffer in 21 absolvierten Spielen. Ähnlich torgefährlich ist in seiner Mannschaft der 28-jährige Patrick Schmidtke (14 Treffer). Eine Verbindung mit dem Aktiven Harald Meissner lotste den aus Berlin kommenden Kicker damals nach Zusamzell. „Er hätte schon das Zeug für die Kreisliga gehabt, aber ihm fehlt es etwas am nötigen Ehrgeiz“, beurteilt Andreas Seiler seinen Mitspieler.

Zwei Partien vor Rundenschluss platziert sich die SG mit 27 Pluspunkten in der Mitte der B-Klasse West III. Vielleicht ist in der Endabrechnung noch Rang sieben drin. Der Spielertrainer sieht den Partien am Sonntag zu Hause gegen Brachstadt und am Pfingstsamstag beim TV Gundelfingen allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen: „Das sind zwei Gegner unseren Formats. Ich spiele lieber gegen die Oberen der Liga, weil wir da bessere Leistungen abrufen können.“ Helfen sollen dabei die beiden „Oldies“ Christian Petruck (Schulterprobleme) und Jürgen Urban, der beruflich und privat sehr eingespannt ist.

Das neue SG-Team aus Reutern und Zusamzell-Hegnenbach stellt sich derweil erstmals während den Festtagen dem Publikum vor: bei einem Fußballturnier mit Wörleschwang, Bonstetten und Villenbach. „Ich werde dann als Gast natürlich vor Ort sein“, verspricht schon jetzt Andy Seiler, der Trainer in Wortelstetten wird.

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