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Futsal-Bezirksmeisterschaft

11.01.2020

Familientreffen bei der „Schwäbischen“

Bei der Kreis-Donau-Endrunde vor Wochenfrist in Wertingen standen sich die Brüder Emirkan Öz (links, Türk Gücü Lauingen) und Tarik Öz (rechts, FC Gundelfingen) direkt gegenüber. Beide haben in Günzburg die Chance, Bezirksmeister zu werden.
Bild: Walter Brugger

Die Öz-Brüder haben sich mit verschiedenen Teams für die Endrunde qualifiziert. Tarik zählt mit dem FC Gundelfingen zu den Favoriten, Emirkan hofft mit Türk Gücü aufs Halbfinale

Als am Mittwochabend die Gruppenauslosung zur schwäbischen Futsalmeisterschaft über die Bühne ging, da wollte Turnierchef und Moderator Rainer Zeiser von den Vereinsvertretern gleich deren Ziele für das traditionsreiche Turnier am Samstag (ab 12.30 Uhr) in der Günzburger Rebayhalle wissen. Und Zeiser schickte hinterher: „Ich möchte jetzt keine Phrasen hören, dass ihr nur gut auftreten wollt.“

Derart in die Pflicht genommen, konnte Christian Renner, Abteilungsleiter beim Titelverteidiger FC Gundelfingen, erst gar nicht rumeiern. „Wenn wir schon teilnehmen, dann wollen wir auch gewinnen“, erklärte der 45-Jährige und verwies darauf, dass sich der FCG nicht auf den Erfolgen des vergangenen Jahres ausruhen will, als die Grün-Weißen schwäbischer Meister und obendrein die bayerische Nummer zwei waren. „Wir haben uns ja auch sportlich für die Endrunde qualifiziert, noch dazu mit einer ganz jungen Mannschaft.“

Für die „Schwäbische“ wird sich der FCG-Kader jedoch grundlegend ändern, da sollen auch Akteure wie Manuel Müller, vergangenes Jahr zum besten Endrundenspieler gewählt, oder Michael Grötzinger und Maximilian Braun auflaufen. Marius Brugger und Janik Noller haben bereits bei den Kreisturnieren mitgewirkt, genauso wie Tarik Öz, der zuletzt bei den Donau-Titelkämpfen auflief – und im Endspiel gegen den Kreisklassisten Türk Gücü Lauingen einen ganz besonderen Gegenspieler hatte: seinen Bruder Emirkan.

Familientreffen bei der „Schwäbischen“

„Es war das erste Mal, dass wir direkt gegeneinander gespielt haben“, erzählte Tarik, der ältere der Öz-Brüder, was auch wenig überrascht. Schließlich ist Emirkan eigentlich noch Juniorenspieler, war bis vergangenen Sommer ebenfalls im Gundelfinger Nachwuchs am Ball. „Mein Bruder war der Hauptgrund, warum ich bei der Kreismeisterschaft mitgespielt habe“, verrät Tarik, der beim FCG fest zum Landesliga-Kader zählt.

Dass Tarik Öz zuletzt bereits vor dem Kreis-Endspiel gegen Türk Gücü von den Lauinger Fans lautstark gefeiert wurde, freut den 21-Jährigen. „Das sind meine Kumpels und es ist schön, dass sie mich unterstützen, obwohl ich ja für den Gegner spiele.“ Trotzdem ärgerte sich Tarik Öz, dass er mit den Grün-Weißen das Kreisfinale gegen Türk Gücü und Bruder „Emu“ mit 1:4 verlor. Das soll in Günzburg nicht passieren, obwohl offen ist, ob es das Familienduell noch einmal gibt. Denn die Lauinger wurden in die Gruppe mit den Bezirksligisten TSV Meitingen, BSK Olympia Neugablonz und TSV Meitingen gelost, während die Gundelfinger auf den Landesliga-Rivalen 1. FC Sonthofen sowie die Bezirksligisten TSV Bobingen und TSV Wertingen treffen.

Sahin Tasdelen, der zusammen mit Nuh Arslan Türk Gücü trainiert, sieht sein Team keinesfalls als chancenlos. „Wir werden in Günzburg mit unserer besten Besetzung antreten und alles versuchen, dass wir ins Halbfinale kommen“, so der Coach – und dann könnte es erneut zum erhofften Duell der Öz-Brüder kommen.

Allerdings sind die Hürden auch für den FCG keinesfalls klein, das macht auch die Kampfansage von Fabian Knötzinger deutlich, der zusammen mit dem Sportlichen Leiter Fritz Bühringer bei der Gruppenauslosung in Burgau anwesend war. Obwohl die Wertinger wieder auf eine ganze Reihe guter Hallenkicker verzichten müssen, stellte Knötzinger klar: „Wir wollen auf jeden Fall ins Halbfinale. Sollte es sogar mit dem Titel klappen, dann werden wir uns sicher nicht wehren.“

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