Osterbuch

20.09.2018

Gemeinsam sind sie stark

Beim FC Osterbuch halten sie zusammen – und bilden auch mal das Spalier für ein Hochzeitspaar, hier Victor Zwetzich und Gattin Manuela.
Bild: Günther Herdin

Untere Fußball-Ligen: A-Klassist FC Osterbuch hat nicht vor, im Derby gegen Aufsteiger SV Villenbach klein beizugeben. Nach fünf Jahren wird aber auch eine Ära enden.

Auf die Frage, welche Erwartungen der FC Osterbuch an diese Runde der Fußball-A-Klasse West III hat, zögert Vorsitzender Michael Abold zunächst kurz, um dann „situationsbedingt“ festzustellen: „Klar wollen wir erst mal die Liga sichern.“ Nach dem holprigen Saisonstart ist dies keine Tiefstapelei. Die Ergebnisse sind wechselhaft. Dem 1:5-Ausrutscher zu Hause gegen Steinheim folgte postwendend die Reaktion mit dem 5:2-Sieg in Mörslingen. Nun steht das Derby am Sonntag (15 Uhr) gegen Aufsteiger SV Villenbach an. „Bis auf Markus Deil können wir komplett antreten“, freut sich Abold auf eine spannende Auseinandersetzung mit dem Aufsteiger.

Dem FCO gehen dabei die beiden langzeitverletzten Christopher Eser und Philipp Neukirchner (beide Kreuzbandriss) ab. Auf unbestimmte Zeit haben sich zudem vorerst die Studenten Stefan Bergner und Daniel Glogger verabschiedet. Und die Chance auf eine Rückkehr von Daniel Bühler (Kniebeschwerden) ist vage. Verständlich, dass da im Moment die „Zweite“ des Vereins auf dem Modus „Pause“ steht. „Wenn alle Mann an Bord wären, hätten wir schon genügend Spieler für beide Mannschaften“, erklärt Abold, der sich seit dieser Saison aus dem aktiven Vereinsgeschäft zurückgezogen hat.

Osterbuch baut auf Nachwuchsarbeit

Schwerpunkt beim FC Osterbuch ist nach wie vor die Nachwuchsarbeit. Dies bestätigt Christian Domler, der 15 Jahre die Gesamtjugendleitung inne hatte, ehe er nun im Frühjahr von Christian Schuster abgelöst wurde. In der Ferienzeit hat der Klub zu einem Schnuppertraining geladen. So ist es möglich, dass in den Jahrgängen F und E der Verein eigenständig agiert. „Ansonsten besetzen wir die weiteren Juniorenteams in einer Spielgemeinschaft mit Roggden, Zusamaltheim und Villenbach“, bestätigt Domler mit Stolz die Arbeit im Verein. In die gleiche Kerbe schlägt auch Vorsitzender Michael Abold: „Das läuft bei uns sehr gut. Und deshalb danke ich den Trainern für ihre Arbeit. Anders funktioniert das Ganze bei uns nicht. Wir können keine auswärtigen Spieler holen und bezahlen.“

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Das ist auch gar nicht nötig, wenn immer wieder vielversprechende Talente nachrücken. Aktuell zählen in dieser Kategorie dazu Julian Neukirchner, Stefan Killisperger oder aber Stefan Fackler. Letztgenannter könnte die Lücke, die der einstige Torjäger Florian Goldner hinterlassen hat, schließen. Da schwingt auch Optimismus in den Worten des Vorsitzenden mit: „Der Stefan ist stark am Ball und unwahrscheinlich schnell.“ Halt finden die „Jungspunde“ im Team vor allem bei den erfahrenen Kickern Albert Sporer, Nicolai Gebele, Kapitän Patrick Schröttle, aber auch Spielertrainer Achim Kraus.

Nach fünf Jahren zieht der gebürtige Binswanger Kraus Ende der Saison einen Schlussstrich als FCO-Trainer. Vorsitzender Abold zeigt dafür Verständnis, wenngleich er auch bedauert: „Der Achim hat im Klub tolle Arbeit geleistet. Er hat hier immer wieder auch Dinge erledigt, die er als Trainer gar nicht hätte machen müssen.“ Für Abold und Teammanager Johann Schuster gilt es, einen geeigneten Nachfolger zu finden. „Ich denke, wir werden so um die Winterpause herum eine Entscheidung herbeiführen. Die Tendenz bei der Suche geht wieder nach einem Spielertrainer“, lässt der Vorsitzende schon mal wissen.

„Gemeinsam sind wir stark“, lautet nicht nur die Parole beim Internet-Auftritt der Osterbucher. Danach wird auch im Verein gelebt. Mit vereinten Kräften soll am Sonntag Gast SV Villenbach bezwungen werden, um in der Tabelle vom aktuellen achten Rang weiter nach oben zu klettern. Der Siegeswille kommt auch bei Abold klar zum Ausdruck: „Seit ich hier Vorstand bin, haben wir noch kein Spiel gegen die verloren. Und dabei soll es auch bleiben.“

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