Gundelfingen

12.01.2020

Gundelfingen besiegt den Fluch

Wieder schwäbischer Futsal-Meister: der FC Gundelfingen.
Bild: Walter Brugger

Futsal-Bezirksmeisterschaft: Landesliga-Spitzenreiter FCG schlägt im Günzburger Finale den TSV Bobingen klar und verteidigt den schwäbischen Titel.

Der Fluch ist besiegt. Seit bei der schwäbischen Hallenmeisterschaft nicht mehr mit Rundumbande gekickt wird, konnte bislang kein Team seinen Titel verteidigen. Sechs verschiedene Klubs hatten sich seit 2014 in die Siegerliste eingetragen, bei der siebten Futsal-Auflage hat der FC Gundelfingen diese Serie durchbrochen. Noch dazu in eindrucksvoller Manier, denn im Finale setzte sich der FCG mit 6:0 gegen den bis dahin bärenstark auftretenden TSV Bobingen durch.

Als Trost blieb den Bobingern am Ende noch Pokal für die Vizemeisterschaft sowie die Auszeichnung für Adrian Schlotterer als bestem Keeper, der Preis für den besten Turnierspiel ging an Cemal Mutlu, der im Halbfinale zu den „Opfern“ des FC Gundelfingen zählte. Denn Mutlu unterlag da mit seinem Klub Türkgücü Königsbrunn mit 1:4 gegen den alten und neuen Hallenmeister.

Auch Wertingen und TG Lauingen dabei

650 zahlende Zuschauer plus weitere rund 300 Ehrengäste und Verbandsvertreter hatten erneut für eine volle Rebayhalle in Günzburg gesorgt, in der es nicht an Überraschungen mangelte. Eine davon war, dass der Bayernliga-Absteiger 1. FC Sonthofen nach drei Gruppenspielen punktlos die Heimreise antreten musste. Allerdings waren die Oberallgäuer auch nur mit einem Miniaufgebot angereist, auf der Bank nahm jeweils nur ein Akteur zum Durchwechseln Platz. Das ging an die Substanz und raubte den Sonthofern früh jede Chance aufs Weiterkommen. Auch der Vorjahres-Vize TSV Meitingen konnte keinen Punkt gewinnen, der hoch gehandelte Bezirksligist BSK Olympia Neugablonz blieb ebenfalls schon in der Gruppenphase auf der Strecke. Was allerdings trotz des Fehlens seiner Futsalspezialisten Alexander Günter und Matthias Franke, die mit der Bayernauswahl im Einsatz waren, letztlich überflüssig war. Denn die Ostallgäuer gingen im letzten Gruppenspiel gegen den Kreisklassisten Türk Gücü Lauingen zu hohes Risiko. Obwohl der BSK in Führung lag, schaltete sich Keeper Dennis Starowoit immer wieder als zusätzlicher Feldspieler mit ein – und die Lauinger nutzten zwei Ballverluste, um mit Weitschüssen ins verwaiste Gehäuse die Partie noch zu drehen. Dank des 2:1-Erfolgs war der Außenseiter gemeinsam mit Türkgücü Königsbrunn im Halbfinale. Was der Stimmung durchaus zuträglich war, die Anhänger beider türkischer Klubs hatten sich längst verbündet und feuerten gemeinsam ihre Spieler an.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im Halbfinale half dies allerdings nicht mehr. Türk Gücü Lauingen leistete zwar gegen die Bobinger eine Halbzeit lang erbittert Gegenwehr, nach torloser erster Halbzeit setzte es aber eine deutliche 0:7-Niederlage. „Uns ist einfach die Kraft ausgegangen“, räumte Türk-Gücü-Spielertrainer Nuh Arslan ein, verbuchte das Abschneiden seines Teams aber trotzdem als Erfolg. Auch Türkgücü Königsbrunn sammelte erstmals Endrundenerfahrung und durfte nach der zwischenzeitlichen Führung im Halbfinale sogar vom Endspiel träumen, aber nur kurz. Denn am Ende hatte der FC Gundelfingen mit 4:1 die Nase vorne.

Im Finale ließen die Gundelfinger dann nichts mehr Anbrennen. Hatten die Grün-Weißen im letzten Gruppenspiel, als das Weiterkommen bereits fix war, mit 0:3 gegen den TSV Bobingen verloren, so ließen sie im zweiten Aufeinandertreffen beider Teams keine Zweifel aufkommen, wer den Titel holt. Insbesondere Maximilian Braun und Janik Noller zündeten den „Turbo“, legten sich gegenseitig die Tore auf und waren für vier der sechs Endspieltreffer verantwortlich. Weil Michael Grötzinger per verwandeltem Sechsmeter und Fabio Kühn ebenfalls ins Schwarze trafen, war die Titelverteidigung frühzeitig Formsache –und die Qualifikation für die bayerischen Titelkämpfe am 25. Januar in Dingolfing ebenso fix. Obendrein sind sowohl die Gundelfinger als auch die Bobinger schon für die schwäbische Endrunde 2021 gesetzt.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren