Staufen

18.10.2019

Gute Aussicht in Staufen

Das siebte Trainerjahr bei der Eintracht Staufen erlebt gerade Michael Mittelstädt (links) – es könnte mit dem Aufstieg seiner Mannschaft enden.
Bild: Karl Aumiller

Untere Fußball-Klassen: Einen möglichen Meistertitel könnte die Eintracht auf dem eigenen Balkon feiern. Bis dahin ist der Weg in der württembergischen Kreisliga B/V aber noch weit.

Ihre Sportanlage „Auf der Halde“, ist der Stolz der Eintracht Staufen. Sahnehäubchen: der Bachtal-Panorama-Balkon, der letztes Jahr fertiggestellt wurde. Der Balkon ist schon mal vorhanden, was jetzt noch fehlt, ist der Meistertitel in der Fußball-Kreisliga B/V Ostwürttemberg. „Also der Gedanke mit der möglichen Meisterfeier auf dem Balkon ist gut“, findet Coach Michael Mittelstädt.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Aber er weiß auch zu genau, dass der Weg dahin noch recht steinig werden kann. Ein Beispiel dafür erlebte sein Klub am Vorsonntag mit der ersten Saisonniederlage (1:2) bei Härtsfeld. „Die erste Hälfte war noch in Ordnung, aber danach kam von uns zu wenig, um hier was reißen zu können“, sagt der 41-Jährige, der schon die siebte Saison als Trainer bei der Eintracht in Angriff genommen hat. Frank Lanzinger, der sich die Arbeit der Fußball-Abteilung mit Harald Hummel und Roland Lanzinger teilt, spricht Mittelstädt das volle Vertrauen aus: „Wir haben ja die letzten Jahre immer vorne mitgespielt und wir glauben weiter daran, mit ihm auch den Aufstieg realisieren zu können.“

Staufen ist ein geselliger Vereine

Zum Donnerstag-Übungsabend kommen die Kicker laut Aussage besonders gerne, weil hinterher im Sportheim das schon zur Tradition gewordene Mannschaftsessen wartet. Überhaupt ist die Eintracht mit seinen Abteilungen Fußball, Volleyball, Gymnastik, Theater und Gesang ein geselliger Verein. Prägend bei den Veranstaltungen ist der Pilu-Cup mit Sommernachtsfest. Des Weiteren finden sich im Jahreskalender ein musikalischer Frühschoppen, Preisschafkopfen, Seniorentanz, Theateraufführungen und vieles mehr. Das Miteinander wird in Staufen noch groß geschrieben, wenn auch der gebürtige Heidenheimer Michael Mittelstädt meint: „Bei mir beschränkt sich das auf Fußball, denn ich kann weder singen noch Theater spielen.“ Aber er ist bestimmt keiner, der hier nur als Trainer seinen Job macht, wie Abteilungsleiter Frank Lanzinger bestätigt: „Er ist einer von uns, der auch schon mal den Rasen mäht.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das Durchschnittsalter der Mannschaft ist zwar etwas hoch, dennoch spricht der Coach von einer gesunden Mischung. Davon profitieren die Youngsters im Team, wie Jonas Keller, Sebastian Winterlik oder Michael Erasin, wobei Letzterer von den Eigengewächsen sich noch nicht hat blicken lassen. „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er noch dazu kommt“, meint der Trainer.

Doch mit dem Nachwuchs könnte es bei den Staufenern besser laufen. Mannschaften der A-, B- und C-Junioren gibt es aktuell nicht, was auch Abteilungsleiter Frank Lanzinger beunruhigt: „Wir betätigen schon immer wieder mal die Werbetrommel in Kindergarten und Schule.“ Die Eintracht ist also durchaus bestrebt, hier mit der JFG Bachtal wieder an bessere Zeiten anzuknüpfen.

Am Sonntag gilt es beim Heimspiel gegen den TSG Giengen etwas gut zu machen, doch bei derlei Vorhersagen zeigt sich Michael Mittelstädt vorsichtig: „Im Fußball kann man nichts planen. Es gibt so viele Unwägbarkeiten.“ Aber der Gedanke vom Titel und Aufstieg in die Kreisliga A/III lässt ihn nicht los. Der Balkon wartet schließlich schon auf eine mögliche Feier. In diesem Zusammenhang könnte dann vielleicht auch wieder das Stadionblatt „Eintracht-Kicker“ neu zum Leben erweckt werden.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren