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Fußball

28.09.2020

„Halbzeit“ im Herbst, bald kommt der Ligapokal

Kapitän Tiemo Reutter (rechts) musste im Spitzenspiel gegen den 1. FC Sonthofen (Mitte Andreas Hindelang) erst mal auf der Bank Platz nehmen, nach der Verletzung von Elias Weichler unterstützte er aber Maximilian Braun (links) in der Defensive – und verrichtete diese Arbeit überzeugend.
Bild: Brugger

Plus Fußball-Nachlese: Noch zwei Punktspieltage, dann folgt der „Füller-Wettbewerb“. Seine starke Bank ist für den FC Gundelfingen ein echtes Plus im Titelkampf.

Die Hälfte der kurzen „Herbstrunde“ ist für viele Vereine geschafft, an den ersten beiden von vier Punktspieltagen gab es kaum Absagen. In den unteren Fußball-Klassen stehen an den ersten beiden Oktober-Wochenende weite komplette Liga-Spieltage auf dem Programm, ehe es in den Ligapokal gehen soll. Das Wochenende 17./18. Oktober ist als Starttermin für diesen „Lückenfüller“-Wettbewerb vorgesehen (Mannschaften der Kreisliga und niedriger). In der Landes- und Bezirksliga geht es dagegen bis Ende Oktober um „normale“ Punkte, ehe auch dort der Ligapokal startet.

Gundelfingen schiebt ein Nachholspiel ein

Wobei für den FC Gundelfingen dann auch während des Ligapokals noch ein Nachholspiel beim VfB Durach (7. November) eingeschoben wird. Doch damit beschäftigen sich die Grün-Weißen noch nicht. „Mein Blick geht auf das Spiel beim TSV Jetzendorf“, erklärte Trainer Martin Weng unmittelbar nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen den 1. FC Sonthofen, den vermutlich schärfsten Rivalen im Titelrennen. Obwohl die Oberallgäuer durch die Punkteteilung an der Donau vom VfR Neuburg (1:0 gegen den SC Ichenhausen) vom zweiten Tabellenplatz verdrängt wurden.

Warum Weng sich nach dem Schlusspfiff schon mit dem Auftritt am Sonntag in Jetzendorf beschäftigte, hatte viel mit dem Gipfeltreffen gegen Sonthofen zu tun. „Das war ein Spiel, auf das jeder heiß war“, weiß der Trainer und warnt davor, „dass gegen Jetzendorf diese Spannung verloren geht.“ Andererseits wurde der 34-Jährige gegen Sonthofen in seiner Einschätzung bestätigt, „dass wir zurzeit von der Bank richtig Qualität nachlegen können“. Das war nötig, weil Verteidiger Elias Weichler kurz nach der Pause ausgewechselt werden musste. „Ich habe mal einen richtigen Pferdekuss abbekommen“, deutete Weichler auf den betroffenen Oberschenkel. Für ihn kam Kapitän Tiemo Reutter aufs Feld und fügte sich nahtlos ins starke Team ein. Und bei seinen jungen Stürmern Johannes Hauf sowie Benedikt Ost bemerkt Weng ohnehin schon seit Wochen einen klaren Aufwärtstrend. So war es nicht überraschend, dass an Ost der Elfmeter zum 1:1-Endstand verschuldet wurde. Dessen Berechtigung die Sonthofer anzweifelten. Weng war es derweil wichtig, dass Ost den Zweikampf und den Weg in den Strafraum gesucht hatte.

Sonntagsschuss kostet Lauingen Punkte

„Die kämpferische und läuferische Einstellung war absolut in Ordnung“, stellte Sportleiter Joachim Hauf fest. Bitter für seinen FC Lauingen war deshalb, dass durch einen sehenswerten Sonntagsschuss von Grün-Weiß wichtige Punkte bei Konkurrenten um den Klassenerhalt der Kreisliga West in Ichenhausen liegen blieben. Hauf: „Jetzt gilt es nach vorne zu schauen und den Fokus auf die wichtigen Partien gegen Reisensburg und Thannhausen zu legen.“

SSV Glött fährt Achterbahn der Gefühle

Einer Achterbahnfahrt glich die Partie der SSV Glött bei der SG Reisensburg-Leinheim. Nach zweimaligem Rückstand konnten die Lilien das Spiel am Ende noch zum 3:2-Sieg drehen. Verletzungsbedingte Umstellungen und der Siegtreffer eines Neuzugangs mit dem ersten Ballkontakt überhaupt für die SSV waren die Höhepunkte eines aufregenden Nachmittags. „Wie schon eine Woche zuvor haben wir uns wieder in der ersten Halbzeit enorm schwergetan. Wir mussten in der Pause erneut einige Korrekturen vornehmen“, so SSV-Trainer Markus Rickauer: „Jetzt haben wir erst einmal Luft nach unten.“ Der SSV-Coach hatte mit der Einwechslung des erst unter der Woche spielberechtigten Neuzugangs Till Erhart den richtigen Riecher. Gleich mit dem ersten Ballkontakt köpfte der „norddeutsche Leuchtturm“ zum 3:2 für die Aschbergler ein.

In der Kreisliga Nord ging die bestplatzierte Landkreis-Mannschaft diesmal leer aus: Der Tabellenvierte SV Kicklingen-Fristingen musste sich in Möttingen mit 0:1 beugen. Dazu 2. Vorsitzender Stefan Geier: Unsere Jungs vergeben leider drei hundertprozentige Chancen und belohnen sich nicht für ihren kämpferischen Einsatz. Auf die gezeigte Leistung kann man aber aufbauen und die negative Serie wird in Kürze beendet sein.“

Hoffnung für die SSV Höchstädt

Besser machte es Tabellenvorletzter SSV Höchstädt, dem ein Treffer zum Dreier in Altisheim reichte. Der Klassenerhalt erscheint wieder ein Stück realistischer. Erfreut darüber zeigte sich die Sportliche Leitung mit Thomas Korittke und Johannes Ebermayer. „Diesen Erfolg haben sich die Jungs über harte Arbeit in der Vorbereitung verdient“, so Ebermayer. Insbesondere die in der Vorrunde noch regelmäßig zu späten Punktverlusten führenden eklatanten Konditionsdefizite bei Teilen des Teams scheinen der Vergangenheit anzugehören. Zum ersten Mal stand auf SSV-Seite in dieser Saison auch hinten die Null, was Korittke als Verdienst des ganzen Teams ansieht: „Einsatz und Zweikampfverhalten waren top, darauf müssen wir aufbauen.“ Am besten gleich beim kommenden wichtigen Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Marktoffingen.

BC Schretzheim gelingt der Re-Start

Punkte gab es auch für den BC Schretzheim (3:2 in Riedlingen) und SV Holzheim (1:1 daheim gegen Oettingen). Den Schretzheimern ist damit der Re-Start gut gelungen. Im ersten Spiel hatten sie sich gegen Tabellenführer Reimlingen ein 2:2 erkämpft und jetzt in Riedlingen nach einem 0:1-Rückstand die Partie noch gedreht. Überragender Mann am Sonntag war Daniel Schaaf, der mit einem wunderschönen Freistoßtor und zwei Vorlagen Erfolg hatte. Trainer Markus Zengerle musste seine Kicker nach einem schmeichelhaften 1:1 zur Pause aber erst mal wachrütteln. In der zweiten Halbzeit spielte sich sein Team dann zurück in die Partie, gewann mehr Zweikämpfe und verdiente sich die wichtigen Punkte. Es gilt nun, diesen Schwung auch in die nächsten Begegnungen mitzunehmen. (gül/wab/fm)

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