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Landkreis Dillingen

11.09.2020

Historie: Als ein Dillinger Tennisspieler die Weltrangliste eroberte

Sprang vor 20 Jahren auf Rang 30 der Weltrangliste: Tennis-Rollstuhlspieler Manfred Sing aus Zöschlingsweiler.
Bild: Herdin (Repro)

Plus Neuer Teilnehmerrekord beim Frauenlauf in Gundelfingen und Medaillengewinne bei den deutschen Meisterschaften im Casting für einen Dillinger. Was im September 2000 sonst noch los war.

Auf Rekordhöhen sprangen im September vor 20 Jahren die Spritpreise, was vor allem durch die Spediteure zu heftigen Protesten in mehreren europäischen Ländern führte. In Deutschland gab es sogar Straßenblockaden von Lkw-Fahrern. Finanzminister Hans Eichel ( SPD) lehnte eine Senkung der Energiebesteuerung strikt ab.

Diese Sportler aus dem Kreis Dillingen rückten vor 20 Jahren in den Fokus

Auf der nationalen Sport-Ebene rückte der neue Fußball-Bundestrainer Rudi Völler in den Blickpunkt. Er übernahm den Job von Erich Ribbeck und startete mit einem 2:0-Sieg gegen Griechenland in die WM-Qualifikation durch Treffer von Sebastian Deisler und ein Eigentor des Griechen Marinos Uzunidis. Einige Tage später wurden in Sydney die 27. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Die Sprinterin Cathy Freeman, eine Nachfahrin australischer Ureinwohner und bekannt für ihren Kampf um Anerkennung der Aborigines, entzündete das olympische Feuer. Die erste Goldmedaille für Deutschland holte sich der Bahnradfahrer Robert Bartko in der Verfolgung.

Aber auch einige Landkreissportler rückten vor zwei Jahrzehnten in den Mittelpunkt. So ein Tennisspieler aus Dillingen, der zum fünften Mal in Folge Stadtmeister wurde, oder eine Ruderin aus Lauingen, die bei einer Regatta in Bad Waldsee insgesamt fünfmal im Siegerboot saß. Dies und mehr lesen Sie in unserer Serie „Lokale Sportgeschichte(n)“. Heute blicken wir auf den September 2000 zurück.

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Ein Meister im Casting

Ziel- und Weitwurf von Wurfgewichten und Turnierfliegen mit der Angelrute – so definiert sich die Sportart Casting. Ein Meister dieser nicht alltäglichen Freizeitbetätigung war der Dillinger Jürgen Klett. Bei den in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern ausgetragenen deutschen Meisterschaften schnitt der damals 31-Jährige sehr gut ab und belegte jeweils den achten Rang im Fünf- und Siebenkampf. In der Einzeldisziplin „Gewicht Präzision“ wurde er sogar Dritter. Wenige Wochen zuvor holte er bei den bayerischen Titelkämpfen insgesamt neun erste Plätze.

Bei den siebten Dillinger Stadtmeisterschaften im Tennis gingen erwartungsgemäß wieder alle Titel an die favorisierten Spielerinnen und Spieler der Tennisclubs Dillingen und Hausen. Im Endspiel der Herren besiegte Wolfgang von Schwaller seinen Widersacher Thomas Riesenegger relativ deutlich und fuhr zum fünften Mal in Folge den Titel ein. Bei den Damen zogen die beiden Dillingerinnen Monika Kober und Cornelia Metzger ins Endspiel ein. Nachdem Metzger den ersten Satz mit 6:2 gewonnen hatte, drehte Monika Kober danach den Spieß um und gewann die folgenden Sätze mit 6:1 und 6:3. Im Herren-Doppel konnten sich Wolfgang von Schwaller und Christian Ferber (TC Dillingen) in die Siegerlisten eintragen, bei den Damen gelang dies dem Duo Monika Kober/Cornelia Metzger.

Dillingen blieb ungeschlagen

Beim Raiffeisen-Team-Cup der zwölf besten Tennis-Herrenmannschaften aus dem Landkreis Dillingen in Höchstädt verfolgten insgesamt 420 Zuschauer das Turnier. Nach spannenden zweieinhalb Wettkampftagen blieb der TC Dillingen in allen Wettkämpfen ungeschlagen und sicherte sich zum ersten Mal die „Krone“ und das von der Raiffeisenbank Höchstädt ausgesetzte Preisgeld.

Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten sich die Reiter des Leonhardi Reit- und Fahrvereins Lauingen in starker Form. Beim Zeitspringen der Klasse M auf eigener Anlage siegte Stefan Weihmayer auf „Roc d’Enter“ vor seinem Vereinskollegen Thomas Christ auf „Roana“. Dritte wurde Ingeborg Scherer auf „Gladioso“ von RSG Stuhlenberg/Eppishofen.

Ein Dillinger auf Weltranglistenplatz 30

Rund um das Schwabenstadion in Gundelfingen fand Mitte September der dritte Frauenlauf der LG Donau-Brenz statt. Dicht gedrängt standen die Teilnehmerinnen unter dem Start-Ziel-Band, als Bürgermeister Franz Kukla die Startpistole zückte. Allein in den Jugendklassen gingen mehr als 100 Teilnehmer auf die Strecke. Die Schnellste im Rennen bei den Damen war Susanne Christ-Priem vom LC Aalener Spion. Sie legte die zehn Kilometer in einer Zeit von 39:37 Minuten zurück. Bei den Schülern C belegte über 900 Meter der Lokalmatador Martin Machat vom FC Gundelfingen Rang drei.

Auf eine überaus erfolgreiche Outdoor-Tennissaison konnte der für den TC Dillingen/Rehateam Hilscher aktive Rollstuhltennisspieler Manfred Sing zurückblicken. In der neuen Weltrangliste, die Mitte September 2000 veröffentlicht wurde, rangierte er ganz überraschend auf Position 30. Mit über 600 Weltranglistenpunkten hatte der Zöschlingsweiler in diesem Jahr sein bisher bestes Ergebnis. Das beste Turnierergebnis vor zwei Jahrzehnten erreichte Sing bei den Salzburg Open, als er sich gegen die deutsche Nummer zwei, Purschke, mit 3:6, 6:4 und 6:3 durchsetzte.

Für Glött lief es nicht gut

Nicht gut lief es für die Fußballer der SSV Glött in der Saison 2000/2001 in der Bezirksliga Nord. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den TSV Pöttmes musste Trainer Anton Herb die Koffer packen. Sein Nachfolger wurde der Donaualtheimer Arnold Philipp. Dieser konnte bei seinem Debüt noch nicht für die Wende sorgen. Gegen den TSV Gersthofen setzte es eine 2:3-Heimniederlage.

Mit dicken Überraschungen endete die 19. Auflage des Handball-Wanderpokals der Sparkasse Dillingen. Seriensieger TSV Wertingen verpasste vor heimischer Kulisse durch eine knappe 14:15-Niederlage gegen den TV Lauingen seinen 15. Turniersieg und musste diesen den Mohrenstädtern überlassen. Außenseiter TSV Wittislingen landete vor dem TV Gundelfingen auf Rang drei.

Bei einer gut besetzten Ruderregatta in Bad Waldsee (Baden-Württemberg) ging auch eine Mannschaft der Lauinger Ruderer an den Start. Dabei konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Mohrenstadt acht erste Plätze herausfahren. Besonders hervorzuheben war Uli Stadlmayr, die allein fünfmal in einem Siegerboot saß. (her)

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