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Schretzheim

24.07.2019

Jugend forscht in einer neuen Liga

Der BC Schretzheim präsentiert seine Neuzugänge (vorne, von links): Denis Pires, Arbnor Nimanaj, Paul Filax, Florian Piak, Abteilungsleiter Christian Seiler; (hinten, von links): Trainer Markus Zengerle, Matthias Eckart (Trainer 2. Mannschaft), Kosovar Isufi, Alban Nuraj, Shpend Bajraktari, Denis Kurz, Andreas Schnell, Peter Aust Sportlicher Leiter, Torwart-Trainer Holger Duderstadt.
Bild: Karl Aumiller

DZ/WZ-Kick-off-Check BC Schretzheim startet mit dem jüngsten Kader aller Zeiten in die neue Saison. Der neue Trainer Markus Zengerle kennt sich aber in der Fußball-Kreisliga Nord gut aus.

Nach den Vereinen in der Fußball-Bezirksliga Nord und der Kreisliga West sind in unserer Serie DZ/WZ-Kick-off-Check nun die Klubs aus dem Landkreis Dillingen an der Reihe, die in der Kreisliga Nord vertreten sind. Wir beginnen bei unserer Bestandsaufnahme mit dem BC Schretzheim.

Hin & weg

Mit dem ehemaligen Spielertrainer Markus Kapfer (TSV Rain II) und Marco Prießnitz (SG Mödingen) haben nur zwei Akteure den Tabellenneuten der Kreisliga West aus der Vorsaison verlassen. Zur Verfügung stehen momentan auch nicht Dominik Oberfank, Joshua Mayerle und Alexander Krauter. Sie alle legen aus den verschiedensten Grünen eine Pause ein. Auf der Liste der Neuzugänge stehen insgesamt acht Namen, von denen fünf eine Vergangenheit beim Ex-Klub von Trainer Markus Zengerle, der SSV Höchstädt, haben. Arbnor Nimanaj, Kosovar Isufi, Alban Nuraj, Shpend Bajraktari und Denis Pinto Pries trugen das Trikot der Rothosen. Verstärken sollen das Team ferner die weiteren Neuzugänge Andreas Schnell (BSC Unterglauheim), David Stenzl (SpVgg Brachstadt) und Denis Kurz (SSV Steinheim).

Jugend forscht in einer neuen Liga

Coach & Co

Nachdem sich im Frühjahr die Wege von Ex-Caoch Markus Kapfer und des BC Schretzheims trennten, hat im Endspurt der Kreisliga West Sportlicher Leiter Peter Aust interimsmäßig den Trainerposten übernommen und die Mannschaft zum Klassenerhalt geführt. Bei der Suche nach seinem eigenen Nachfolger ist Peter Aust auf Markus Zengerle gestoßen, der in der vergangenen Saison eine Trainerpause eingelegt hat. Zuvor hatte er zwei Jahre lang bei der SSV Höchstädt in der Kreisliga Nord das Sagen. Der 45-Jährige kennt sich also aus in der Spielklasse, zumal sein Sohn Marcel beim Ligakonkurrenten SV Wönitzstein-Berg dem runden Leder nachjagt. Er hat in der vergangenen Saison einige Spiele seines Filius gesehen. Nun müssen auch die Schretzheimer nach der Umgruppierung von West nach Nord in dieser Liga ran. Unterstützt wird Markus Zengerle bei seinen Aktivitäten von Torwarttrainer Holger Duderstadt, den beiden Betreuern Robert Guffler und Sophie Wiedenmann. Im engen Austausch steht er auch mit dem Trainer der zweiten Mannschaft, Matthias Eckart. Ferner setzt der BCS-Coach auf einen ständigen Dialog mit Sportleiter Peter Aust.

Plus & Minus

Mit einem Durchschnittsalter von 21,97 Jahren hat der BC Schretzheim den jüngsten Kader seit langem und den unerfahrensten in der gesamten Liga sowieso. Vor dem Unternehmen „Jugend forscht“ ist Trainer Markus Zengerle aber nicht bange: „Da kann sich in den kommenden Jahren einiges entwickeln“. In der kommenden Saison sei allerdings viel Geduld gefragt, schließlich trainiere er einen „halben Kindergarten“, dem es an erfahrenen Spielern fehle. Dennoch geht Zengerle mit viel Optimismus an seine neue Aufgabe heran.

Glücks- & Sorgenkinder

Neben den pausierenden Dominik Oberfrank, Joshua Mayerle und Alexander Krauter sind derzeit die angeschlagenen Marco Gerold, Arkadius Maczurek und Nico Hergöth Zengerles Sorgenkinder. Hergöth konnte bisher noch nicht trainieren. Der Coach hofft, dass er in den nächsten Tagen in die Vorbereitungen einsteigen kann. „Er darf auf keinen Fall für die Punktspiele ausfallen“, weiß Zengerle, wie wichtig es für die Mannschaft ist, wenn der 25-Jährige auf dem Platz steht. Als „Glückskinder“ möchte der BCS-Coach keinen Spieler benennen. „Wenn wir am Ende die Klasse halten, sind wir alle Glückskinder“, schickt er jedoch hinterher.

Test & Taktik

Die Ergebnisse in den Testspielen waren durchwachsen, was Trainer Zengerle nicht weiter stört. „Wir waren auch nie komplett und spielten teilweise nur mit der Reserve“, verweist er vor allem auf das 0:7 im Sparkassenpokal gegen den SV Holzheim. Taktisch bevorzugt der in Unterglauheim wohnende Pferdeliebhaber ganz klar ein 4-2-3-1-System. Dabei setzt er als einzige Sturmspitze vor allem auf Neuzugang Alban Nuraj. „Der hat es drauf“, lobt Zengerle den 19-Jährigen.

Wunsch & Wirklichkeit

Geduld ist im Schretzheimer Umfeld gefragt, denn die junge Mannschaft muss sich erst noch finden. Kein Wunder, dass für Trainer Markus Zengerle allein der Klassenerhalt zählt. „Platz zehn würde ich Stand heute sofort unterschreiben“, hofft er, dass er vier oder fünf Mannschaften hinter sich lassen kann. Das schwere Auftaktprogramm mit Spielen gegen die Aufsteiger SV Kicklingen, SV Holzheim und Bezirksliga-Absteiger SV Donaumünster könnte bereits zeigen, in welche Richtung es geht.

PrognoseUm die Meisterschaft wird der BC Schretzheim in der Kreisliga Nord sicherlich nicht mitspielen! Die Gefahr, dass die junge Truppe sogar in den Abstiegskampf mit hineingezogen wird, ist angesichts fehlender routinierter Spieler nicht von der Hand zu weisen. Doch Trainer Markus Zengerle stellt sich der schweren Aufgabe und freut sich mit seinen „jungen Wilden“ auf eine spannende Saison mit wohl etwas mehr Tiefen als Höhen.

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