Gundelfingen

08.09.2019

Klare Kräfteverhältnisse

Freie Schussbahn trotz gegnerischer Überzahl für Philipp Schmid (am Ball). Der Torjäger des FC Gundelfingen traf gegen die in allen Belangen unterlegene SpVgg Kaufbeuren doppelt und konnte sich zusammen mit Michael Grötzlinger (links) über den 5:0-Heimsieg der Grün-Weißen freuen.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Landesliga Südwest Der FC Gundelfingen präsentiert sich spielfreudig und torhungrig. Die Grün-Weißen legen sich die SpVgg Kaufbeuren regelrecht zurecht

Es ist nicht lange her, da rang die SpVgg Kaufbeuren den FC Gundelfingen im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga Südwest mit 2:1 nieder. Doch das ist Vergangenheit, drei Monate später stellen sich die Kräfteverhältnisse ganz anders dar. Die in der Saison 2019/20 sieglosen Kaufbeurer waren im Schwabenstadion in allen Belangen unterlegen, am Ende gewann der FCG 5:0 (1:0).

Die Grün-Weißen zeigten sich vom Anpfiff weg spielfreudig und bekamen zwischendurch immer wieder Szenenapplaus. Immer wieder brannte es lichterloh im SVK-Strafraum, wo Keeper Frank Schmitt alle Hände voll zu tun hatte, um einen frühen Rückstand zu vermeiden. Nach 26 Minuten war er dann machtlos. Maximilian Braun hatte den Ball durchgesteckt und Schmitt warf sich FCG-Stürmer Philipp Schmid entgegen. Nur zog der Torjäger nicht ab, sondern passte quer auf Julian Elze (26.). Weil Elze später noch den Innenpfosten anvisierte und auch seine Nebenleute den Ball kein zweites Mal über die Linie brachten, war für ihren Coach Martin Weng der einzige Kritikpunkt, „dass wir in der ersten Halbzeit die Chancen nicht genutzt haben. Ansonsten hat die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht als in der vergangen Woche gezeigt, hat den Ball immer wieder laufen lassen und sich den Gegner zurechtgelegt.“

Um ein Haar hätte die einzige Nachlässigkeit der gesamten Partie zum Ausgleich geführt. Doch der Kaufbeurer Michael Uhrmann verfehlte das FCG-Tor deutlich. Es wäre für Dennis Ortner eine der wenigen Bewährungsproben gewesen, ansonsten spielte sich das Geschehen zumeist auf der anderen Spielfeldseite ab. Nach 56 Minuten lag dann der Ball zum zweiten Mal im Netz. Nach Brauns Zuspiel lupfte Philipp Schmid die Kugel über Keeper Schmitt – 2:0. Und noch einmal durfte der Torjäger jubeln, als nach Brauns Ecke der Ball vor Schmids Füße fiel und von dort zum dritten Mal im Tor landete.

„Ab dem 3:0 konnte ich entspannt zuschauen und genießen“, meinte Trainer Weng später – und durfte noch weitere zwei Mal mit seinen Schützlingen jubeln. Denn die ließen nicht locker. Nach Elzes scharfer Hereingabe ließ Jonas Schneider den Ball kurz abtropfen und Janik Noller hatte freie Schussbahn – 4:0 (75.). Kurz vor Schluss eroberte Tarik Öz den scheinbar verlorenen Ball zurück und legte für Elias Weichler auf. Der Außenverteidiger jagte die Kugel ins Netz und ließ sich dann nach seinem Jubellauf Richtung Ersatzbank feiern.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren