Gundelfingen

19.08.2018

Köpfe gehen früh nach unten

Türkspors Emre Kurt (rechts) blockt den Kopfball von Gundelfingens Co-Trainer Markus Rolle. Die Grün-Weißen verloren das Kellerduell in Augsburg und gehen als Tabellenletzter schweren Zeiten entgegen.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Landesliga Südwest: Schon der erste Torschuss von Türkspor Augsburg bringt den FC Gundelfingen auf die Verliererstraße – und zudem ans Tabellenende.

„Das Vergangene können wir nicht mehr ändern, aber die aktuelle Situation können wir verbessern“, hatte Trainer Martin Weng die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen auf das vermeintliche „Kellerduell“ bei Türkspor Augsburg eingestimmt. Denn mit einem Sieg hätten die Grün-Weißen zu Türkspor punktemäßig aufgeschlossen. Knapp zwei Stunden später stand Weng mal wieder frustriert da, denn sein Team hatte mit 0:3 (0:1) verloren und fuhr als Schlusslicht nach Hause.

„Irgendwie habe ich das Gefühl, dass noch nicht alle die Situation begriffen haben, in der wir uns befinden“, lautete die Erkenntnis des 33-Jährigen, der so große Hoffnungen in diese Partie gesetzt und die Mannschaft taktisch etwas umgebaut hatte. „Wir haben so viele zentrale Spieler im Kader, da wollte ich jetzt einfach mal die Mitte stark machen“, lautete der Plan. Die Realität sah so aus, dass über die rechte Abwehrseite das 1:0 fiel – wieder mal durch eine Standardsituation. Per Freistoß beförderte Fatih Baydemir den von der Mauer noch leicht abgefälschten Ball ins Netz. „Das war der erste Torschuss, und der sitzt wieder“, haderte Weng mit dem Rückstand und der Reaktion seiner Schützlinge nach zehn Minuten: „Die Köpfe gingen nach unten und genau so haben wir dann gespielt.“

Aus der Halbzeitpause kamen die Grün-Weißen dann mit neuem Schwung. „Da sind wir ganz schön in Bedrängnis geraten“, wusste auch Türkspor-Coach Serdar Dayat, der sich allerdings auf seinen Keeper Stefan Brunner verlassen konnte. Gegen Oguz Yasar oder Daniel Viana dos Santos war der Zerberus zur Stelle, und als Viana dos Santos den Ball im Netz versenkte, hatte der Schiedsrichterassistent die Fahne oben – Abseits.

Mitten in die Phase, als die Grün-Weißen Oberwasser hatten, fiel dann allerdings das 2:0. Und wieder einmal gab’s Schützenhilfe durch den FCG. Kapitän Fabio Kühn wurde im Zentrum trotz Bedrängnis angespielt, Augsburgs Patrick Wurm eroberte den Ball und leitete mit einem Solo das 2:0 durch Baydemir ein (64.). Die endgültige Entscheidung war schließlich in der 83. Minute fällig, als Hakan Kocakahya zwar zweimal geblockt wurde, aber immer wieder an den Ball kam und diesen schließlich zum 3:0 im Tor versenkte. Was nicht nur Weng sichtlich an die Nieren ging, der für die nächste Aufgabe im Pokal am Dienstag (18.30 Uhr) gegen den FV Illertissen noch gar keinen Kopf hatte. (wab)

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