Dillingen

06.11.2019

Kurz vor dem Ziel

Damit nicht versehentlich ein „falscher Ball“ gespielt wird: Sebastian Heisele beim Markieren seiner kleinen weißen Kugel für den nächsten Abschlag.
Bild: golffile

Golf: Die „Road to Mallorca“ endet für Sebastian Heisele am Wochenende in Port d’Alcudia. Ohne den großen Druck, aber mit großem Spaß will der Dillinger nochmals zuschlagen.

Die „Road to Mallorca“, wie die europäische Challenge-Tour ihre Rangliste nennt, endet dieses Wochenende auf den 18 Spielbahnen des Club de Golf Alcananda (Port d’Alcudia) im Norden der Ballearen-Insel. Starke Ergebnisse in der Saisonschlussphase waren der „Spurhalteassistent“ für Sebastian Heisele, er schlägt ab Donnerstag um insgesamt 400000 Preisgeld ab.

Als aktueller Ranglistenelfter hat sich der 31-jährige Profigolfer für das große Tourfinale qualifiziert (7. bis 10. November). Nur die besten 45 der Gesamtwertung dürfen dort abschlagen. Neben Heisele haben es lediglich zwei weitere Deutsche geschafft: auf Rang 33 Nicolai von Dellingshausen sowie Marcel Schneider (41).

Viermal 6499 Meter

„Meine Ausgangsposition ist beruhigend, ich habe nicht mehr den ganz großen Druck“, hatte Sebastian Heisele schon vor seiner jüngsten Asien-Reise mit den beiden China-Turnieren (DZ berichtete) festgestellt. Das Ziel des Dillingers ist klar definiert und – wenn es nicht ganz dumm läuft – auch bereits erreicht: Ein Abschlussplatz unter den Top 15. Der garantiert nämlich das uneingeschränkte Spielrecht auf der European Tour 2020. Dort war Sebastian Heisele bereits 2018 bis zu seinem Abstieg in die „Zweite Liga“ Challenge Tour unterwegs. Doch bevor er an die kommende Saison denkt, gilt es jetzt auf Mallorca möglichst weit vorne zu landen. 6499 Meter ist der Par-71-Platz lang und bis Sonntag insgesamt viermal zu spielen. Letzter deutscher Sieger des Finalturniers, das damals noch in Muscat/Oman ausgetragen wurde, war 2016 Bernd Ritthammer.

Schon jetzt steht für Heisele fest: 2019 war – trotz schwerer Fußverletzung im Sommer – das beste Jahr seiner Karriere. Knapp 93000 Preisgeldpunkte haben sich auf seinem Konto angesammelt. Auf Rang 264 ist er aktuell zweitbester Deutscher der Golf-Weltrangliste. Und seine Taktik auf Mallorca steht auch schon fest: „Angriff!“ – weil es keinen Cut gibt und alle 45 Spieler alle vier Runden absolvieren dürfen.

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