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Lauingen

21.03.2019

Lauingen lehnt eine Apotheke im Gewerbegebiet ab

Der Stadtrat Lauingen lehnt eine Apotheke im Gewerbegebiet ab. Das Bild ist ein Symbolfoto.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Stadt bleibt bei ihrem Nein zur Bauvoranfrage. FDP-Räte kritisieren die Entscheidung.

Eine kontroverse Debatte hat es über die Bauvoranfrage zum Bau einer Apotheke beim Ärztehaus im Gewerbegebiet an der Dillinger Straße gegeben. Der Lauinger Stadtrat hatte dieses Vorhaben schon einmal abgelehnt. Grund für die Ablehnung: Die Räte befürchteten, dass sich die Ansiedelung einer Apotheke dort negativ auf das Geschäftsleben in der Innenstadt auswirken könnte. Und Martina Bahmann vom städtischen Bauamt sagte, dass man sonst möglicherweise Mittel aus der Städtebauförderung zurückzahlen müsse.

Verhindert Lauingen Wettbewerb?

FDP-Stadtrat Philipp Barfuß entfachte die Diskussion neu. Er wollte wissen, ob die Stadt konkret bei der Regierung von Schwaben nachgefragt habe, ob eine Apotheken-Ansiedelung den Zielen der Städtebauförderung widerspreche. „Immerhin haben wir eine soziale Markwirtschaft, und Lauingen verhindert in diesem Fall den Wettbewerb“, argumentierte Barfuß. Zudem sollte Lauingen ein interessantes Gewerbegebiet im Lauinger Osten haben.

Die Entwicklung der Innenstadt

Geschäftsleiter Martin Winkler hielt dagegen, dass der Lauinger Stadtrat einen Bebauungsplan verabschiedet habe, der vorsieht, dass innenstadtrelevante Sortimente im Gewerbegebiet ausgeschlossen werden. Georg Rebele (FDP) wollte wissen, ob Lauingen in diesem Fall Fördermittel zurückzahlen müsse. Diese Frage sei so nicht zu beantworten, sagte Stadtbaumeisterin Birgitta Neurohr. Allerdings habe eine Apotheke ein innenstadtrelevantes Sortiment an Waren. Und es müsse Anliegen der Stadt Lauingen sein, die Ziele der Städtebauförderung nicht aufzuweichen. Es sei ja auch nicht so einfach gewesen, den Müller-Markt in die Stadt zu holen und im Hirsch-Areal ein Ärztehaus zu etablieren.

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Eine Apotheke gehört zu einem Ärztehaus

Rebele überzeugte dies nicht. Zu jedem Ärztehaus, also auch zu dem im Lauinger Osten, gehöre eine Apotheke. Patienten würden dann wohl nach Dillingen fahren, oder ihre Medizin im Internet bestellen. Martin Knecht (SPD) wiederum argumentierte, es gebe bereits zwei Apotheken im Lauinger Zentrum, eine dritte habe zugemacht. „Wir brauchen jetzt nicht eine Überversorgung herbeiführen.“ So sahen es auch Markus Stuhler (SPD) und CSU-Fraktionschef Markus Hoffmann. Lauingen würde so einen Präzedenzfall schaffen, argumentierte Hoffmann.

Die Mehrheit des Lauinger Stadtrats lehnte schließlich gegen drei Stimmen der Liberalen die Bauvoranfrage ab. (bv)

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