Landkreis Dillingen

11.06.2019

Meister 3.0

Die „etwas andere Fußball-Tabelle 2018/19“ wird vom TV Gundelfingen angeführt.
Bild: AZ-Grafik

Fußball: Mit dem TV Gundelfingen gelang in der abgelaufenen Saison 2018/19 einem „Kleinen“ etwas Großes. Die Zahl der aufstiegsberechtigten Teams sinkt um vier – und auch ein anderer Trend ist nicht positiv.

Spannende Relegationsduelle beendeten die Fußball-Runde 2018/19. 62 Männer- und Frauenteams aus dem Landkreis Dillingen standen während der Saison im aufstiegsberechtigten Spielbetrieb. Welche davon am effektivsten gekickt haben, verrät die „etwas andere Tabelle“.

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Makellos: Zugegeben, die Gegner des neuen Meisters TVGundelfingen in der B-Klasse West II hießen nicht FC Liverpool oder Juventus Turin, sondern FV Oberwaldbach-Ried II und Bosporus Thannhausen II. Aber die makellose Saisonbilanz von 78 Punkten aus 26 Partien mussten Trainer Salvatore Di Gregorio und seine Truppe trotzdem erst mal hinbekommen. Von Torverhältnis ganz zu schweigen: 131:2! Eine solche Saison hat seit Fußballer-Gedenken keine Erwachsenen-Mannschaft im Landkreis geschafft. Ein 13:0 und zwei 12:0-Siege waren die Topergebnisse der „Turner“. Es soll sogar Gegner gegeben haben, die sich eine Klatsche ersparen wollen und vorsorglich lieber wegen „Spielermangel“ kniffen.

Höchstklassig: Der „große Bruder“ des TVG in der Gärtnerstadt ist der FCGundelfingen – seit Jahren als höchstklassiges Landkreis-Team das Flaggschiff des lokalen Fußballs. Der Landesligist knackte die „Schallmauer“ 40-Punkte-Marke, die allgemein als Garant für den Klassenerhalt gilt. So auch im Falle des FCG. Die erreichten 42 Zähler aus 34 Spielen ergaben einen Schnitt von 1,24 und Rang 37 in unserer „etwas anderen Tabelle“.

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SSV Dillingen bester Nichtaufsteiger

Bester Nichtaufsteiger: Auf Rang fünf der „etwas anderen Tabelle“ reiht sich die SSVDillingen ein – und ist damit bestplatzierter Nicht-Aufsteiger. Der Vizemeister der Kreisklasse Nord II spielte zwar eine starke Saison, hatte jedoch mit dem Lokalrivalen und Meister SV Kicklingen-Fristingen ein noch besseres Team vor der Nase.

Schlusslicht: Ganz am Ende der Kreisklasse Nord II und auch der „etwas anderen Tabelle“ findet sich die Mannschaft des BC Schretzheim II wieder – mit einem Punkteschnitt von 0,42 aus 24 Saisonspielen. Lediglich zwei Siegen standen vier Unentschieden und 18 Niederlagen gegenüber.

Top-Damen: Die stärkste Frauen-Mannschaft im Verbreitungsgebiet der Donau-Zeitung und Wertinger Zeitung stellte der SC Biberbach als Bezirksoberliga-Meister mit einem Schnitt von 2,36 Punkten pro Partie. Weil unsere „etwas andere Tabelle“ aber nur Teams aus dem Landkreis Dillingen berücksichtigt, liegt hier bei den Damen der SCMörslingen auf dem besten Rang: In der untersten Frauen-Liga, der Kreisklasse, erreichte der Meister einen Schnitt von 2,25.

Schwund: Die Landkreis-Teams im aufstiegsberechtigten Spielbetrieb werden nicht mehr – im Gegenteil, die Anzahl verringert sich: Bemühten sich in der Saison 2017/18 noch 66 Mannschaften um Punkte, so waren es in der abgelaufenen Runde vier weniger, also nur noch 62.

Trend: In den einzelnen Ligen scheint die Leistungsdifferenz zwischen den starken und schwachen Teams immer größer zu werden. Darauf deuten nicht nur etliche extreme Kantersiege (bzw. „Kanterniederlagen“) während der Saison hin, sondern auch die Zahlen der „etwas anderen Tabelle“: Deren Vorjahressieger SV Villenbach brachte es auf 2,69 Punkte, für Rang zehn waren 2018 2,04 nötig. Diesmal sind für den zehnten Platz schon 2,21 Punkte erforderlich. Fazit: Die Topvereine sind klarer voraus, die Schlusslichte weiter abgeschlagen.

Fotos: Karl Aumiller (3), Julian Leitenstorfer (2)

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