Landkreis Dillingen

24.04.2019

Meisterjubel am Ostermontag

Spontane Feier in der Kabine: Mit dem Sieg am Ostermontag haben die Kicker des TSV Wittislingen vorzeitig den Meistertitel der B-Klasse West IV klargemacht.
Bild: Markus Selzle

Fußball-Nachlese: In den unteren Ligen sind bereits die ersten Entscheidungen gefallen. Landesligist FC Gundelfingen steht dagegen vor fünf „Endspielen“.

Schon die ganze Saison über dominierten auf unterster lokaler Fußball-Ebene einige wenige Vereine ihre Ligen klar. Als erster davon hat nun der TSVWittislingen den Meistertitel vorzeitig in trockene Tücher gebracht. Nach einem Jahr B-Klasse West IV kehrt das Team von Trainer BerndSchabert in die A-Klasse zurück (siehe auch Artikel rechts). Das freut natürlich auch Abteilungsleiter WernerTheimer, der die spontane kleine Meister-Feier im Sportheim aber verpasste, weil er über Ostern „im Lande“ war. „Die offizielle Feier folgt dann am letzten Spieltag mit Grillen und Freibier“, verrät Theimer.

TV Gundelfingen kurz vor dem Titelgewinn

Freuen darf sich vor dem Rundenfinale dann auch der TVGundelfingen in der B-Klasse West II. Die Relegation hat der überlegene Spitzenreiter seit dem 6:0 vom Ostermontag in Wasserburg sicher, die Meisterschaft ist nur noch Formsache und wird wohl am kommenden Sonntag auf eigenem Spielfeld eingetütet.

Am oberen Ende des regionalen Fußballs muss sich der FCGundelfingen dagegen weiter Sorgen um den Landesliga-Erhalt machen. „Wir haben jetzt noch fünf Endspiele vor uns“, meinte Trainer Martin Weng nach dem 1:1 beim SV Egg an der Günz. Wobei zunächst zwei Duelle gegen direkte Rivalen im Abstiegskampf anstehen. Am kommenden Samstag gastiert der 1. FC Garmisch-Partenkirchen im Schwabenstadion, eine Woche später geht es zur SpVgg Kaufbeuren, wo neuerdings der ehemalige Gundelfinger Junioren-Coach Joachim Dewein das Sagen hat. Sowohl Garmisch als auch Kaufbeuren haben aktuell vier Punkte weniger als der FCG und liegen auf den so ungeliebten Relegationsrängen. „Unsere Situation ist zwar nicht komfortabel“, weiß Trainer Weng, „aber ich kann der Mannschaft immer nur sagen: Wir haben es selbst in der Hand.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Keinen Einfluss hat Weng auf die Strafstoßentscheidungen – und schweigt sich über das Thema lieber aus. Obwohl ihm in Egg sogar sein Trainerkollege Gerry Schedel bestätigte, dass es ein Foul von SVE-Verteidiger Maximilian Heinle an Maximilian Braun im Strafraum war. Referee Michael Schmid, der insgesamt souverän pfiff, hatte den Schlag durchaus gehört, wie er später dem Sportlichen Leiter des FCG, Stefan Kerle, bestätigte. Nur war er sich nicht sicher, ob es ein Foul war – und ließ weiterspielen. Aus Egger Sicht schien es ein klein wenig ausgleichende Gerechtigkeit zu sein, denn sie monierten beim Gundelfinger Führungstreffer eine Abseitsposition des Torschützen Braun. Doch das Video zeigt anhand der durch das Mähen entstandenen Linien im Rasen: Braun war im Moment der Ballabgabe einen halben Schritt hinter Vorlagengeber Jonas Schneider und somit nicht im Abseits.

Wieder kein Sieg für Glött

Ein abermals sehr enttäuschendes Wochenende liegt hinter dem Bezirksligisten SSVGlött. Auch in Rain blieb das Team von Trainer StefanSchneider ohne Punkte. Durch die erneute Niederlage stehen die Lilien bereits vier Spieltage vor Saisonende am Abgrund zur Kreisliga. Dabei wäre diesmal für die Blau-Weißen durchaus etwas drin gewesen. Die Bayernliga-Reserve des TSV hatte nicht ihren besten Tag und spielte mit deutlich angezogener Handbremse. Was aber ausreichte, um gegen eine offensivschwache SSV dennoch als Sieger vom Platz zu gehen.

Und genau das wurmte auch SSV-Coach Schneider nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft ackert und kämpft, doch letztlich springt viel zu wenig dabei heraus: „Wir haben heute eine große Chance verpasst, unsere Ausgangsposition zu verbessern. Dass wir nun erneut mit leeren Händen dastehen, lag dieses Mal allein an uns selbst. Die Fehler muss jeder bei sich selber suchen.“ Nach dieser bitteren 2:3-Niederlage erscheint ein Erfolg bei Schneiders Mission „erneute Klassenerhalt“ immer unwahrscheinlicher.

In der Kreisliga West standen über Ostern gleich zwei Spieltage auf dem Programm. Der FCLauingen leistete in zwei Lokalderbys mit seinen beiden 2:3-Niederlagen der Landkreis-Konkurrenz Schützenhilfe in deren Abstiegskampf. Zunächst verhalfen die Gelb-Schwarzen dem TSVHaunsheim nach langen Monaten wieder einmal zu einem Erfolgserlebnis, dann stoppte der FCL den freien Fall des BCSchretzheim. (gül/wab/fm)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Unbenannt.tif
Fußball

Torjäger und Flügelflitzer im Ruhestand

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden