Landkreis Dillingen

15.02.2019

Nervenstärke beim Siebenmeter

Ausgleich in letzter Sekunde: Wertingens männliche Landesliga-C-Jugend feiert das 28:28 gegen Tabellenzweiten DJK Waldbüttelbrunn. Patrick Kleinle (Dritter von rechts) hat den entscheidenden Siebenmeter verwandelt.
Bild: Roland Stoll

Handball: Patrick Kleinle verwandelt erneut Strafwurf in letzter Sekunde für den Wertinger Landesliga-Nachwuchs. Gundelfingens Damen fahren zum Landesliga-Derby nach Günzburg.

Viele höherklassige Jugend-Teams schicken die Handball-Vereine des Landkreises diese Saison nicht aufs Parkett. Immerhin, der TSV Wertingen ist auf Landesliga-Ebene gleich mit zwei Mannschaften vertreten – den A-Jugend-Mädchen und der männlichen C-Jugend. Letztere boten ihren zahlreichen Zuschauern beim Heimspiel gegen Tabellenzweiten DJK Waldbüttelbrunn einen wahren Handball-Krimi. Wie bereits eine Woche zuvor beim 26:25-Sieg in Eching verwandelte Patrick Kleinle einen Strafwurf in allerletzter Sekunde. Diesmal reichte es zu vielumjubelten und gerechten 28:28-Unentschieden. Trainer Helmut Biedermann zog nach der Partie ein Fazit: „Wieder ein Spiel, in dem wir bis zum Schluss nicht aufgaben und eine tolle Moral zeigten.“

Von Beginn an war das Heimteam darauf konzentriert, Gästespielmacher Karl Lennard in den Griff zu bekommen, der im bisherigen Saisonschnitt elf Tore pro Spiel erzielt hatte. Diesmal schaffte Lennard dennoch zehn Treffer. Aus einer sicheren Abwehr heraus spielte Wertingen schöne Tore heraus und führte zur Pause knapp 16:14. Nach dem Wechsel stellte Waldbüttelbrunn auf zwei Kreisläufer um, was den Wertingern großes Kopfzerbrechen bereitete. In einer Auszeit erinnerte Coach Biedermann sein Team daran, es spielerisch zu versuchen. Diese Vorgabe wurde umgesetzt, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Waldbüttelbrunn führte in der Schlussminute mit einem Tor. In letzter Sekunde wurde Lukas Müller gefoult und die Referees entschieden auf Strafwurf, den Patrick Kleinle erneut kaltschnäuzig verwandelte. Der TSV Wertingen blickt nun positiv auf die verbleibenden vier Saisonspiele, wovon drei in heimischer Halle ausgetragen werden. (RSTOLL)

Gundelfingen in Bobingen Favorit

TV Gundelfingen: Ihre zweite Auswärtsfahrt im Jahr 2019 führt die BOL-Männer nach Bobingen (Anpfiff Samstag, 19.30 Uhr, Halle Willi-Ohlendorf-Weg 5). Der Gastgeber steht auf dem sechsten Tabellenplatz und hat mit Thomas Pillmayr (82 Treffer) den aktuell drittbesten Torewerfer der Liga in den Reihen. Die jüngsten beiden Spiele gegen Kissing und Aichach hat Bobingen für sich entschieden.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Das TVG-Trainertrio Bleher/Bauer/Hander hat im Training unter der Woche noch einmal am Abwehrverhalten gearbeitet, das zuletzt nicht seinen Vorstellungen entsprach. „Wir müssen wieder zu unserer gewohnten Stärke in der Deckung finden und uns gegenseitig unterstützen. Die Absprachen, die wir trainiert haben, sollten wir auch über 60 Minuten anwenden“, gibt Linkshänder Tobias Hander die Richtung für das Auswärtsspiel vor. So oder so: Spitzenreiter Gundelfingen war zuletzt in Bobingen immer stark und ist Favorit. (MSCH)

Zum zweiten Mal in dieser Landesliga-Saison ist der VfL Günzburg Derby-Gegner für die Landesliga-Damen (Samstag, 17.30 Uhr, Rebayhalle). Das Hinspiel daheim hat Gundelfingen 23:22 gewonnen. Weil der TVG – obwohl selbst nur auf dem vorletzten Rang platziert und in arger Abstiegsnot – gegen starke Gegner oft gut agiert hat, fährt er nicht ohne Hoffnung zum Tabellenzweiten. Ob der Frust über das „Abschenken“ des fast schon sicheren Sieges gegen den Post SV Nürnberg nachwirkt, bleibt dabei abzuwarten. (vmö)

HSG aus Lauingen und Wittislingen winkt Platz fünf

HSG Lauingen-Wittislingen: Nach zwei Siegen in drei Partien der BOL-Rückrunde ergibt sich für die HSG-Männer am Samstag (19.30 Uhr) beim Kissinger SC die Möglichkeit, in der Tabelle bis auf den fünften Rang zu klettern. Im Hinspiel vor eigener Kulisse unterlag die Joekel/Denk/Sandtner-Mannschaft dem defensivstarken Gegner noch knapp.

Für die Herren II steht am Sonntag (15 Uhr, Schulsporthalle Wittislingen) das Spitzenspiel der Bezirksklasse gegen den verlustpunktfreien Tabellenersten TSG Augsburg auf dem Programm. Im Hinspiel präsentierte sich Lauingen-Wittislingen desolat und musste eine 31:44-Packung einstecken. Doch danach haben sich die zweitplatzierten HSG-ler stark verbessert und blieben seither ohne Punktverlust. Zuletzt konnte man sich überzeugend gegen den Tabellendritten Gundelfingen durchsetzen. Grundstock soll eine kämpferische Abwehrarbeit sein. In der Offensive erzielten die HSGler zwar in jedem Spiel mindestens 30 Tore, ließen aber zuletzt reihenweise beste Chancen aus.

Die Damen I gehen in der Bezirksklasse am Sonntag (17 Uhr, Schulsporthalle Wittislingen) gegen den TSV Bäumenheim als leichter Favorit aufs Feld. Die HSG-Damen II fahren zum TSV Göggingen II (Samstag, 17.30 Uhr) und wollen nach der Derby-Niederlage gegen die eigene zweite Mannschaft jetzt beim Tabellennachbarn endlich wieder Punkte sammeln. (hsg)

Heimspieltag in Wertingen

TSV Wertingen: Nach dem wegen Spielerinnenmangel freien Wochenende geht es für die BOL-Damen am Samstagabend (19.30 Uhr) zu Hause gegen den Tabellennachbarn TSG Augsburg. Coach Stumpf muss krankheitshalber oder berufsbedingt erneut auf Personal verzichten. Neben Lena Kretzschmar und Katrin Gundel fällt auch Andrea Gump aus. Im Hinspiel kassierten die Wertingerinnen eine bittere 20:28-Niederlage. (MIGA)

Wertingens Männer haben am Samstag (17.30 Uhr) Heimrecht gegen den TSV Bäumenheim. Beide Teams sind im hinteren Mittelfeld – nur durch einen Punkt getrennt – Tabellennachbarn. Die Partie ist richtungsweisend, denn zwischen Rang sechs (Wertingen) und Schlusslicht Aichach II liegen gerade mal drei Zähler. Die Devise lautet daher: „Verlieren verboten!“ Beim Hinspiel in Bäumenheim unterlag Wertingen unglücklich, wobei Coach Andreas Seitz damals auf sechs Spieler verzichten musste. Die Gäste gewannen zuletzt das Derby in Donauwörth. Bereits um 15.30 Uhr empfängt die Wertinger Reserve die dritte Mannschaft der HSG Lauingen-Wittislingen. Das Hinspiel entschieden die Gäste klar für sich. TSV-Coach Munz kann aber voraussichtlich auf einen gut besetzten Kader bauen. (ANSE)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren