Buttenwiesen

30.08.2018

Nicht dauerhaft am Boden

Etwas „unscharf“ ist die Lage aktuell beim FC PUZ. Unser Bild zeigt Pascal Neff (rechts) nach der 0:2-Niederlage vor Jahresfrist gegen Binswangen am Boden. Neff ist diese Saison der bislang einzige Torschütze seiner Mannschaft.
Bild: Roland Stoll

Untere Fußball-Ligen: Bislang hat nur Pascal Neff für den FC Pfaffenhofen-Untere Zusam Tore erzielt. Warum bei KK-Nord-II-Schlusslicht dennoch Gelassenheit vorherrscht.

Nach vier Spieltagen in der Kreisklasse Nord II ist die Bilanz des FC Pfaffenhofen-Untere Zusam ernüchternd: null Punkte und Schlusslicht. Da müssten eigentlich die Alarmglocken beim Fußballvolk im Unteren Zusamtal läuten. Doch Max Mordstein übt sich ein Stück weit in Gelassenheit. „Wir wussten schon, dass es für uns keine einfache Saison wird. Die Mannschaft hat ihr Gesicht schon verändert“, stellt der Abteilungsleiter fest.

Rückblickend gestaltete sich schon die vergangene Saison äußerst schwierig. Als da plötzlich die Abstiegsangst spukte, zogen die Verantwortlichen die Notbremse und trennten sich im Einvernehmen vom Trainer-Duo Fabian Röller/Alexander Steichele. In dieser prekären Situation erinnerte sich Vorsitzender Peter Glaß an den Oberndorfer Gerhard Rößle, der die Mannschaft wieder auf Kurs brachte. Allzu gerne hätte man mit dem „Gerry“ auch die sportliche Zukunft gestaltet, wie der Vorsitzende wissen ließ.

Da von Rößle aber eine Absage kam, hielt der FC PUZ Ausschau nach einem ähnlichen Trainertypen – und wurde mit Christian Mayer fündig, der sein Engagement beim TSV Wertingen beendete. „Wir sind von ihm überzeugt. Er betreibt bei uns die Aufbauarbeit mit viel Einfühlungsvermögen“, lobt Max Mordstein den geduldigen Übungsleiter. Die Mannschaft hat sich mit einem Durchschnittsalter von knapp 25 Jahren schon sehr verjüngt. Mit Kilian Bieberle, Steffen Kohout, Tom David oder Pascal Neff drängen sich junge Kicker auf, die geduldig an ihre Aufgaben herangeführt werden sollen.

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Immer wieder ein anderer Torwart

Vor allem Angreifer Pascal Neff schürt beim Klub Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Die bislang erzielten drei Saisontore gehen allesamt auf das Konto des 20-Jährigen. Dagegen schmerzt die Tatsache, dass sein erfahrener Sturmpartner Christian Pessinger (Meniskusschaden) wohl längere Zeit ausfallen wird. So stellt dann der 66-jährige Abteilungsleiter fest: „Wir haben die Partien allesamt verloren, weil wir keine Tore machen. Ansonsten kann ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen.“ Negativ ins Gewicht fallen die ständigen Wechsel innerhalb des Teams. Bei den jüngsten drei Partien mussten zum Beispiel mit Philipp Glaß, Christoph Seiler und Tom David immer wieder wegen Verletzungen Umstellungen im Tor vorgenommen werden. Für das aktuell schwache Abschneiden hat Max Mordstein noch eine weitere Erklärung parat: „Unser Startprogramm war schon heftig.“

Trotz des letzten Tabellenranges werde man die teils junge Mannschaft nicht unter Druck setzen. Im Moment setzt der FC PUZ auf die erfahrenen Kräfte Patrick Skrotzki, Sören Halm oder Mannschaftskapitän Robert Hörmann, die die noch „grünen“ Kicker führen sollen. Vielleicht reiht sich zudem bald mit Marco Gundacker ein weiterer „Oldie“ in die Elf ein. Mordstein: „Als er aus dem Urlaub zurückkam, habe ich mit ihm gesprochen. Und er will es nochmals versuchen.“ Ausgeschlossen ist dagegen eine Rückkehr von Bruder Gerd Gundacker, den Knieprobleme plagen. Ob es mit Marco Gundacker letztlich auch klappt, lässt der Abteilungsleiter offen: „Nach seinem Karriereende wird er erst mal das Trainingsprogramm aufnehmen, dann wird man sehen.“

Am Sonntag Heimspiel gegen Bäumenheim

Im Kellerduell am Sonntag (15 Uhr) daheim gegen den TSV Bäumenheim müssen es andere richten. Der Gegner rangiert mit einem Punkt auf der Habenseite direkt vor den Zusamtalern, und Max Mordstein warnt vorsorglich vor den Gästen: „Ich habe mir von Insidern sagen lassen, dass das eine gute Mannschaft sei, die ähnliche Probleme wie uns plagen.“

Auch bei einem weiteren Misserfolg wird beim FC Pfaffenhofen-Untere Zusam keine Krisenstimmung aufkommen, wie der Abteilungsleiter versichert: „Ich bin überzeugt, dass sich in nächster Zeit die Erfolge bei uns einstellen werden“, gibt sich Max Mordstein optimistisch. Die Kameradschaft ist intakt, wie er bestätigt: „Vergangenen Sonntag sind wir trotz der Niederlage hinterher im Biergarten Lagoi zusammengesessen.“

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