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DZ/WZ-Kick-Off-Check

31.07.2018

Nicht in die Knie zwingen lassen

Mit ihm als neuem Trainer soll endlich der Aufstieg in die Bezirksliga gelingen: Christoph Kehrle will sich mit seinem Team des TSV Wertingen nicht in die Knie zwingen lassen.
Bild: Karl Aumiller

Der TSV Wertingen startet einen erneuten Versuch, die Rückkehr in die Fußball-Bezirksliga Nord zu schaffen. Helfen soll dabei der neue Trainer Christoph Kehrle

Nach Bezirksligist SSV Glött und den West-Kreisligisten FC Gundelfingen 2, TSV Haunsheim, BC Schretzheim und FC Lauingen nehmen wir beim DZ/WZ-Kick-off-Check die drei Landkreisvertreter in der Kreisliga Nord unter die Lupe. Heute die beiden Vereine aus dem Zusamtal, den TSV Wertingen und TSV Unterthürheim, zum Abschluss unserer Sommerserie wird die SSV Höchstädt auf Herz und Nieren geprüft.

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Quantitativ hat der Kader des TSV Wertingen im Vergleich zur Vorsaison zugelegt. Mit Marcel Gebauer (SV Donaumünster) und Matthias Langkait (Karriere beendet) haben zwei Spieler den Nord-Kreisligisten verlassen, Abwehrspieler Sebastian Almer wird voraussichtlich noch bis Oktober pausieren. Dem gegenüber stehen einige Zugänge. Vom TSV Zusmarshausen hat der neue Trainer Christoph Kehrle zwei Spieler mitgebracht. Daniel Laubmeier bezeichnet er als Routinier, der in der Defensive für Stabilität sorgen soll. Valentin Jaumann hingegen soll die starke Offensive des TSV noch weiter bereichern, ebenso wie Johannes Wiedemann, der vom SC Ichenhausen auf den Judenberg zurückkehrte. Mit Moritz Grieshaber (A-Jugend Aindling) und Sandro Scherl (FC Gundelfingen) haben die Wertinger zwei vielversprechende junge Spieler geholt, zudem stoßen einige Jugendspieler in den Seniorenbereich.

Im Sommer hat Christoph Kehrle das Traineramt beim TSV übernommen. Nachdem Kehrle als Spieler bereits in Wertingen aktiv war, kam er über die Trainerstationen FC Pfaffenhofen/Untere Zusam und zuletzt TSV Zusmarshausen nun zurück. Unterstützt wird er von einem weiteren ehemaligen TSV-Akteur. Florian Gebauer, lange Zeit Torhüter auf dem Judenberg, kümmert sich im Training um die Schlussmänner. Als Sportlicher Leiter sorgt sich Fritz Bühringer um die Belange der Mannschaft, für die zweite Mannschaft ist nach wie vor Fabian Knötzinger verantwortlich.

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Gerade die jungen Spieler begeistern den neuen Trainer. „Sie hinterlassen einen guten Eindruck und können sich durchaus Einsatzchancen ausrechnen“, sagt Kehrle. Pech haben hingegen zwei etablierte Akteure. Angreifer Christoph Müller plagt sich mit Knieproblemen, kann nur dosiert trainieren. Und Michael Müller, der sich früh in der vergangenen Saison einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, ist auch noch nicht voll im Saft. „Im Oktober“, so vermutet es der Trainer, kann er wieder ins Geschehen eingreifen.

Gerade die große Auswahl an offensiven Spielern begeistert den Coach, überhaupt steht Kehrle ein recht großer Kader zur Verfügung. So kann er Spielern auch mal Verschnaufpausen gönnen, die Konkurrenzsituation soll die Spannung auch in den Trainingseinheiten hochhalten. Denn, so sagt Kehrle, wenn Einsatz und Laufbereitschaft nicht stimmen, kann man noch so viel Qualität haben.

Mit der Vorbereitung ist Kehrle zufrieden, Höhepunkt war sicherlich der Sparkassen-Pokal-Erfolg mit dem Finalsieg gegen die SSV Dillingen. Kehrle konnte seinen Spielern Einsatzzeit geben und einiges ausprobieren. Aber er sagt auch: „Wir können uns dafür nichts kaufen!“ Was das Spielsystem anbelangt, so legt sich Kehrle auf ein 4-3-3 fest.

Der Wunsch ist klar: „Wir wollen natürlich in die Bezirksliga, so ehrgeizig bin ich“, erklärt der Neu-Coach. Doch wie schwer das werden kann, weiß auch Kehrle. „Wir sind der Gejagte. Es bedarf Arbeit, Schweiß und Einsatz, um das zu schaffen.“ (dolls)

Mit Christoph Kehrle starten die Wertinger einen neuen Anlauf in Richtung Bezirksliga. Und der TSV hat in der Sommerpause seinen Kader weiter verstärkt, um diesen Traum Realität werden zu lassen. Spannend zu betrachten wird es sein, wie die Spieler die erneute Relegationsniederlage verkraften können. Und gerade gegen vermeintlich leichtere Gegner muss der TSV den Schlendrian rausbekommen, da gingen in der Vorsaison einige Punkte verloren. Zu den Aufstiegsfavoriten zählt der TSV allemal.

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