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SV Holzheim

08.09.2020

Schaffen die Holzheimer Fußballer den Klassenerhalt?

Eine Bauchlandung, wie sie hier Daniel Scheider beim 1:2 im Heimspiel gegen den SV Reimlingen erlebte, will der SV Holzheim nach dem Re-Start in der Kreisliga Nord unbedingt vermeiden.
Bild: K. Aumiller

Plus Mit dem neuen Trainer Bernd Lipp möchte der SV Holzheim den Kreisliga-Klassenerhalt auf direktem Weg schaffen. Und hofft, dass es endlich losgeht.

Via Relegation ist der SV Holzheim im Sommer 2019 nach nur einem Jahr in der Kreisklasse wieder in die Fußball-Kreisliga zurückgekehrt. Allerdings wurde das Team in die Nord-Gruppe eingeteilt, nachdem es vor dem Abstieg im Westen um Punkte und Tore ging. Als Tabellenelfter kämpft der SVH auch in seiner neuen Umgebung im hinteren Drittel. Doch nach der Corona-Unterbrechung soll es aufwärtsgehen. „Die Kreisliga soll unser Wohnzimmer bleiben“, wünscht sich Abteilungsleiter Alexander Bschorer.

Soll & Haben

In den ersten acht Spielen kassierte der Aufsteiger sieben Niederlagen. Nur gegen den BC Schretzheim gab es beim 1:0-Heimsieg Punkte. Die größte Schlappe kassierte der SVH beim 0:4 in Oettingen am sechsten Spieltag. Beim 4:2-Erfolg gegen Riedlingen Ende Oktober wurde der Negativlauf beendet. Danach zeigte sich das Team stabil und kletterte am letzten Spieltag vor der Winterpause noch auf Rang elf. Während die Defensive mit 31 Gegentreffern relativ gut steht, steckt im Sturm der Wurm: Nur Schretzheim hat weniger Treffer als Holzheim erzielt.

Hin & Weg

Mit Abwehrspieler Alin Gogut vom SV Thierhaupten und Torhüter Lukas Jaud vom TSV Binswangen II haben die Holzheimer im Sommer zwei externe Neuzugänge bekommen, aus dem eigenen Nachwuchsstall der JFG Aschberg stießen Peter David, Nico Allmis, Vinzenz Pennacchia, Julian Rupp und Fabian Miller hinzu. Insbesondere die beiden Letztgenannten präsentierten sich während der Vorbereitung gut. „Die haben durchaus das Zeug dazu, in die erste Mannschaft hineinzuwachsen“, sagt Trainer Bernd Lipp. Verlassen hat den Verein Labinot Thaqi (SV Villenbach) und Philipp Heckmeier ( FC Lauingen).

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Team & Chef

Seit Juli gibt Bernd Lipp die Kommandos beim Traditionsklub vom Aschberg. Der 42-Jährige kam vom SV Grün-Weiß Baiershofen zum SV Holzheim und löste dort den Ex-Profi Oliver Remmert ab, dessen Wunsch es war, zum Jahresende aufzuhören. Doch durch die coronabedingte Pause wurde der Wechsel auf den Sommer vorgezogen, zumal Lipps bisheriger Verein Baiershofen einen Nachfolger (Rainer Junghanns) präsentieren und somit den bisherigen Coach freigeben konnte. Co-Trainer hat Lipp in Holzheim keinen, um die Fitness der Torhüter kümmert sich Sportleiter Tobias Ott. Als Betreuer fungieren Andreas Demharter und Dominik Czernoch, Marcus Sollich hat seinen Posten zur Verfügung gestellt.

Glücks- und Sorgenkinder

„Glückskinder sind wir alle, weil wir nach einer langen Pause endlich wieder Fußball spielen können“, möchte Bernd Lipp keine einzelnen Spieler herausstellen. Kapitän Stefan Allmis sowie die Scheider-Brüder Daniel und Johannes würden in Sachen Engagement besonders vorangehen. Sorgenkind ist Angreifer Peter Haringer. Lipp: „Er hat eine Verletzung am Knie, kennt aber noch keine genaue Diagnose.“

Test & Taktik

Im vierten Anlauf konnte der SV Holzheim am vergangenen Wochenende mit einem 2:1 in Unterthürheim den ersten Sieg einfahren. Zuvor gab es eine 0:2-Niederlage gegen Reisensburg, ein 1:2 in Binswangen und ein 2:2 gegen Auerbach-Streitheim. „Die Ergebnisse in Vorbereitungsspielen sind mir nicht so wichtig“, betont Coach Lipp. Ihm komme es vielmehr darauf an, so viel als möglich verschiedene Spieler einzusetzen. Schließlich möchte er sehen, wer wo seine Stärken und Schwächen hat. Da der SVH einen relativ kleinen Kader habe, sei es besonders wichtig, dass in der Vorbereitung alle Akteure Spielpraxis bekommen. Taktisch möchten die Holzheimer variabel bleiben. Ob im 4-4-2-System oder auf eine 4-2-3-1-Formation umgestellt wird, vom Gegner, vom eigenen Personal und vom Spielstand ab.

Re-Start & Ziel

Wie die meisten anderen Mannschaften auch, sehnen sich die Holzheimer nach Wettkampfbedingungen, sprich nach Pflichtspielen. Sollte es in diesem Jahr doch noch weitergehen, wünscht sich Trainer Bernd Lipp, dass zumindest noch vier bis fünf Punktspiele ausgetragen werden können. Für Spiele im Ligapokal vor der Fortsetzung der Punktrunde dürfte es nach seiner Ansicht schon zu spät sein. Falls die Politik grünes Licht für Begegnungen mit Zuschauern gibt, weiß keiner, gegen wen es zunächst geht. Wäre Corona nicht eingetreten, hätte der erste Gegner nach der Winterpause SV Donaumünster-Erlingshofen geheißen. Doch gleichgültig, gegen wen der SVH ran muss, der Start soll vielversprechend sein. Auf der Strecke zum direkten Klassenerhalt möchte Bernd Lipp eine mögliche Bruchlandung unbedingt vermeiden.

Prognose

Bleiben die Holzheimer von großen Verletzungen verschont, könnte es mit dem direkten Klassenerhalt klappen. Der Rückstand auf Tabellenplatz acht (SV Altisheim) beträgt nur drei Punkte. Um das rettende Ufer tatsächlich zu erreichen, muss in der Offensive allerdings noch zugelegt werden. 24 erzielte Treffer in 17 Spielen zeigen auf, wo der Schuh drückt. Vorne müssen Radu Somodi, Timo Czernoch und Co. also deutlich zulegen.

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