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Autocross

06.10.2015

„Schönwetter-Fahrer“ im Regen top

Der strahlende deutsche Meister: Andreas Fürst vom MC Kesseltal sicherte sich beim Heimrennen den Titel.
Bild: Izso

2000 Zuschauer auf dem Kesseltalring feiern den deutschen Meistertitel von Lokalmatador Andreas Fürst. Dabei hätte ein Getriebeschaden für ihn fast das Aus bedeutet

Wenn es beim Autocross auf dem Kesseltalring eine unumstößliche Regel gibt, dann heißt sie: Regen! Bernd Spielbergers Wunsch nach schönem Wetter ging nur teilweise auf. Pünktlich zu den Finalläufen am Sonntag regnete es bis in den Nachmittag hinein. „Das kennen wir schon“, stellte der Vorsitzende des MC Kesseltal lakonisch fest.

Dabei hatte das Renn-Wochenende sehr vielversprechend begonnen: Sonne satt und ein tolles Programm lockten am Freitag und Samstag nicht nur ein großes Teilnehmerfeld von 160 Fahrern, sondern auch über 3000 Zuschauer zur Rennstrecke nahe Brachstadt. Das Resultat: Das Festzelt platzte beim Bierfest am Samstagabend aus allen Nähten. Auch das Höhenfeuerwerk am Freitagabend begeisterte Gäste wie Fahrer.

Weniger Freude bereitete der Regen am Sonntag den Organisatoren des MCK. Dennoch machten es sich rund 2000 Zuschauer mit Regenkleidung, Decken, Schirmen und mitgebrachten Sitzgelegenheiten am Rande der Rennstrecke so gemütlich, wie es eben ging. Weniger komfortabel hatten es die Fahrer: Die Nässe hatte die Rennstrecke in eine glitschige Matschgrube verwandelt. Das machte vor allem dem Titelanwärter und Lokalmatador Andreas Fürst zu schaffen. „Ich habe bei diesem Untergrund einen großen Nachteil, weil mein Auto zu den schwersten des Wettbewerbs gehört“, erklärte der selbst ernannte „Schönwetterfahrer“. Doch nicht nur die Nässe hatte ihm Probleme bereitet. Zuvor drohte dem 45-Jährigen das Aus, er musste seinen defekten Audi Quattro in Führung liegend abstellen: Getriebeschaden. Nach einer Nacht voller Arbeit im Team Fürst war das Auto aber wieder fahrbereit.

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Da nur zwei von drei Vorläufen in die Wertung einflossen, schaffte Andreas Fürst den Finaleinzug (Klasse 3b, Spezial-Tourenwagen). Hier bestätigte der Amerdinger seine konstant hervorragende Leistung, die er über die gesamte Saison hinweg gezeigt hatte. Von der „Pole“ startend, fuhr Fürst vor seinem MCK-Kollegen Jens Baltzer das gesamte Rennen über vorneweg – und sah als Sieger die Zielflagge.

Kein Punkterechnen war mehr nötig, der frisch gebackene deutsche Meister gönnte sich eine Ehrenrunde und ließ sich feiern. „Das war ein gigantisches Gefühl“, sagte Fürst. Nach den Rennen fuhr er mit seinem Auto im Festzelt auf die Bühne – eine MCK-Tradition, mit der die besten Fahrer des Wochenendes geehrt werden.

und MCK-Fahrer Karl Malz konnte wegen einer defekten Zylinderkopfdichtung an seinem 400 PS starken Toyota Corolla Turbo im Finale nicht an den Start. Er hatte in zwei Läufen mit einem zweiten und einem dritten Rang eine gute Leistung gezeigt.

wollten beim Heimrennen, vor Familie und Freunden, besonders gute Leistungen zeigen. Pech hatte Steffi Geiger, die um die Juniorenmeisterschaft mitfuhr. In der letzten Runde ihres Rennens überschlug sich ihr kleiner Toyota Starlet. Sie blieb unverletzt, war jedoch sichtlich geknickt. Kollege Marco Fürst hatte mehr Glück, er ließ mit seinem Kawasaki Kart die Konkurrenz hinter sich und sicherte sich wie Papa Andreas Fürst Platz eins.

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