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Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise schon am Dienstag

Landkreis Dillingen

03.08.2020

Sortiert für die Premiere

Lange haben die Landkreis-Fußballer (im Bild die SSV Höchstädt) wegen der Corona-Krise auf Pflichtspiele verzichten müssen. Im September sollen im „Füll-Wettbewerb“ Ligapokal die ersten Punkte vergeben werden.
Bild: Aumiller

Plus Fußball: Wegen der Corona-Krise gibt es erstmals einen Ligapokal und zusätzliche Aufsteiger. Die Gruppen sind eingeteilt, im September soll der erste Spieltag angepfiffen werden. Ob mit oder ohne Zuschauer, ist freilich noch offen.

Lange Zeit haben Kreis-Spielleiter Franz Bohmann und seine Spielgruppenleiter-Kollegen Wolfgang Beck, Daniel Scheble und Gerhard Weng herumgebastelt. Doch jetzt stehen insgesamt 49 Gruppen von der Kreisliga bis zu B-Klasse fest. In ihnen sollen die Fußballer aus den Landkreisen Dillingen, Donau-Ries, Augsburg und Günzburg um den neu geschaffenen Ligapokal kämpfen. Wenn die Corona-Krise in den nächsten Wochen den Kickern des Kreises Donau keinen Strich durch die Rechnung macht, dann erfolgt die Premiere für den neu geschaffenen Wettbewerb am Wochenende 5./6. September.

Nur einmal gegeneinander

Gespielt werden soll dann nach den Auflagen eines vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) erstellten Hygienekonzepts, die Spielpläne für die einzelnen Gruppen (siehe Infokasten) müssen allerdings noch erstellt werden. In Runde eins sowie in der Zwischenrunde treffen die Mannschaften jeweils nur einmal aufeinander. Auf Hin- und Rückspiel, wie im normalen Punktspielbetrieb üblich, wird verzichtet. Ab dem Viertelfinale geht es dann im K. o.-System weiter. Ist der Ligapokal nur ein Wettbewerb, der dazu dient, dass die unterbrochene Saison 2019/2020 bis zum Sommer 2021 terminlich gestreckt werden kann, oder hat er auch seinen eigenen Reiz? Kreisspielleiter Franz Bohmann empfiehlt den Mannschaften schon, einen gewissen Ehrgeiz zu entwickeln. „Schließlich kann jemand über den Umweg Ligapokal aufsteigen oder, im Falle des Erfolges, auch den Abstieg verhindern“, nennt er gute Gründe.

Für Abteilungsleiter Thomas Kehrle vom Nord-Kreisligisten SSV Höchstädt alles „gut und schön“. Allerdings schätzt er für seinen Verein die Chancen durchaus realistisch ein: „Wenn du in der normalen Punktrunde Vorletzter bist und auch noch 15 Mannschaften aus der Kreisliga West um den Ligapokalsieg kämpfen, dann gehören wir sicherlich nicht zu den Favoriten.“ Gegner der Höchstädter sind die Landkreisrivalen SV Kicklingen-Fristingen, BC Schretzheim und SV Holzheim. Wobei es Kehrle lieber gesehen hätte, wenn die beiden Letztgenannten nicht mit seinem Team in einer Gruppe spielen müssten. „Schretzheim und Holzheim kämpfen wie wir gegen den Abstieg, da hätte es keine Derbys im Ligapokal gebraucht.“

Lokalderbys kommen im neuen Wettbewerb auch auf den Kreisklassisten SV Aislingen zu. Gegner der Grün-Weißen sind der FC Weisingen, Grün-Weiß Baiershofen und Türk Gücü Lauingen. Doch solche Begegnungen machen aus Sicht von SVA-Abteilungsleiter Benno Sailer nur Sinn, wenn zu den Spielen auch Zuschauer zugelassen werden. In den anberaumten Testspielen im August dürfen solche nicht auf die Sportanlagen. Für Sailer völlig unverständlich: „Die fünf bis zehn Leute, die da ohnehin nur kommen, müssen wir wegschicken, während anderswo Biergärten und Freibäder voll sind“, schüttelt er den Kopf.

Hoffen auf Lockerungen

Volle Zustimmung erhält der Aislinger Funktionär von seinem Kollegen Max Mordstein vom FC Pfaffenhofen-Untere Zusam (FC PUZ). Für ihn mache der Ligapokal nur Sinn, wenn auch Zuschauer erlaubt sind. Auf der weitläufigen Anlage in Pfaffenhofen sei es überhaupt kein Problem, wenn sich dort 80 bis 100 Besucher verteilen. „Der geforderte Mindestabstand kann doch auf allen Plätzen eingehalten werden“, hofft Mordstein auf Lockerungen im September. Sein Kreisklassenteam hat es mit den Nachbarteams TSV Unterthürheim, SV Wortelstetten und TSV Binswangen zu tun. Hinzu kommt die SSV Dillingen als fünfter Klub. Spiele, auf die sich zu normalen Zeiten die Fans wohl freuen würden. Zumal in dieser Gruppe Mannschaften dabei sind, die über das Hintertürchen „Ligapokal“ durchaus aufsteigen könnten.

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