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Sportvereine
27.04.2021

Enttäuschung auch bei den Sportlern im Kreis Dillingen

Die Sportplätze blieben auch in der Region weiterhin geschlossen – so will es die Regierung. Der BLSV drängt darauf, seinen Vereinen endlich Lockerungen für Aktivitäten an der frischen Luft zuzugestehen.
Foto: Lienert

BLSV: Die Bayerische Regierung besteht weiter auf strengeren Corona-Beschränkungen, als sie in der seit Montag geltenden Bundesnotbremse festgelegt wurden. Jörg Ammon: „Sport im Freien ist ohne größeres Infektionsrisiko möglich“.

Vor Kurzem war die Erleichterung darüber, dass im Bundesgesetzgebungsverfahren Verbesserungen für den Sport erzielt werden konnten, noch groß. Das in der Nacht in Kraft getretene „Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ sieht nämlich vor, dass auch bei 7-Tage-Inzidenzwerten über 100 Kinder unter 14 Jahre in Fünfergruppen im Freien kontaktlos Sport machen können. Auch die Sportausübung alleine während der Ausgangssperre bis 0 Uhr ist danach erlaubt. Nicht jedoch in Bayern – denn die Bayerische Staatsregierung hält an den eigenen, strengeren Regelungen der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung fest. In einer Präsidiumssitzung des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) gab es hierzu einvernehmliches Unverständnis.

„Das Festhalten an den strengeren Regelungen für den Sport in Bayern ist für uns nicht nachzuvollziehen“, sagt der BLSV-Präsident Jörg Ammon. Zunächst zeigte er sich noch „über die maßvollen Verbesserungen beim Bundesgesetz erleichtert“ und der festen Überzeugung, dass diese auch für den bayerischen Sport gelten würden. „Schließlich soll das Bundesgesetz die Einheitlichkeit der Regelungen gewährleisten, die gerade Bayern immer wieder gefordert hat“, sagt der „oberste Sportler“ des Freistaats.

Strasser fordert mehr Flexibilität der Politik

Auch BLSV-Kreisvorsitzender Alfons Strasser (Dillingen) wünscht sich flexiblere, stärker an den tatsächlichen Hauptinfektionsquellen orientierte Corona-Maßnahmen. Bei kontaktfreiem Sport an der frischen Luft, mit Abstand und in kleinen Gruppen betrieben, bestehe kaum eine Gefahr, sich mit Corona anzustecken – im Gegenteil: Das Immunsystem werde gestärkt. Aktuell ist nur etwas Tennis, Golf, Rudern, Segeln und Joggen möglich – einzeln oder zu zweit. Strasser bedauert: „In den Vereinen geht seit Monaten nichts mehr. Und jetzt ist auch noch so schönes Wetter draußen.“

Jörg Ammon verweist darauf, dass im Freien so gut wie keine Corona-Infektionen über ausgeatmete Aerosole stattfinden und nennt als Beleg dafür den offenen Brief der Gesellschaft für Aerosolforschung an die Bundesregierung vom 11. April 2021: „Sport im Freien ist also ohne größeres Infektionsrisiko möglich. Das haben wir immer wieder betont. Außerdem ist bekannt, dass regelmäßiger Sport die Immunfunktion fördert – gerade bei Virusinfektionen ein wichtiger Aspekt“.

Perspektive für den Vereinssport aufzeigen

Der BLSV bekräftigt seinen dringenden Wunsch nach angemessener Perspektive für den Vereinssport: „Wir fordern von der Politik in Bayern, unseren Sportlerinnen und Sportlern jetzt, da der Sport im Freien wieder vermehrt möglich wird, nach vielen Monaten und großer Geduld endlich eine der Pandemie angemessene Perspektive für den Vereinssport zu geben“, fordert Ammon.

Mehr Infos und aktuelle Antworten auf Fragen (FAQs) bietet der BLSV auf seiner Website unter www.blsv.de/coronavirus, in seinen sozialen Medien sowie in Mailings an Sportvereine und Sportfachverbände an. Darüber hinaus steht das Servicecenter des Landes-Sportverband unter seiner E-Mail-Adresse service@blsv.de und zu den Geschäftszeiten unter der Telefonnummer 089/15702400 für Rückfragen zur Verfügung. (pm/gül)

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