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DZ/WZ-Kick-off-Check

23.07.2018

TSV Haunsheim: Als verschworene Einheit auftreten

Als verschworene Einheit möchten sich die Fußballer des TSV Haunsheim auch in der am Wochenende beginnenden Saison in der Kreisliga West präsentieren.
Bild: Karl Aumiller

Weil Fußball-Kreisligist TSV Haunsheim der eigene Nachwuchs fehlt, sieht die sportliche Zukunft mittelfristig nicht rosig aus.

Der erste von insgesamt sieben Fußball-Kreisligisten, den wir beim DZ/WZ-Kick-off-Check unter die Lupe nehmen, ist das Team des TSV Haunsheim. In der Vorsaison in der Kreisliga West am Ende auf Rang neun, streben die Gelb-Schwarzen auch in der neuen Runde einen einstelligen Tabellenplatz an

Eine Schwächung des Teams will Sportlicher Leiter Tobias Stangl nicht gelten lassen. Immerhin konnte der Kader mit vier Neuzugängen gar vergrößert werden. Er glaubt, dass die beiden Abgänge René Günzel und Dennis Böhm von der Mannschaft aufgefangen werden können. Hier setzt er sein Vertrauen voll und ganz auf den neuen Coach Oliver Aunkofer, der für frischen Wind im Team garantieren soll.

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Mit Spielertrainer René Günzel und Mittelfeldakteur Dennis Böhm haben zwei Aktivposten den Klub verlassen. Der Abgang des 24-jährigen Böhm zum FV Sontheim schmerzt schon sehr, wie Sportlicher Leiter Tobias Stangl zugibt: „Sein Wunsch war es, höherklassig zu probieren. Wir haben alles versucht, wollten ihm aber den Weg letztendlich nicht verbauen. Sollte er scheitern, weiß er, dass die Tür beim TSV Haunsheim für ihn immer offen steht.“ Andererseits konnte der Kader mit den vier Neuzugängen Oliver Aunkofer (Wittislingen), Julien Ruchti (Dillingen), Andreas Lachenmeier (Lauingen) und Justin Morais de Almeida (Höchstädt) vergrößert werden. Zu den Neuzugängen meint Funktionär Stangl so viel: „Wir haben hier schon Qualität geholt.“

Coach & Co.

„Mit Oliver Aunkofer haben wir einen Trainer ausgewählt, der genau in unser Raster passt“, beurteilt Tobias Stangl den 35-Jährigen. Er selbst hat ja zu Gundelfinger Zeiten gemeinsam mit ihm schon gekickt und beschreibt ihn als leidenschaftlichen Fußballer. Ins schwarz-gelbe Dress schlüpfen will Aunkofer aber nur, wenn „Not an Mann“ ist. Da es in Haunsheim keinen Co-Trainer gibt, ist er alleinverantwortlich. Als beratende Funktion steht ihm ein Mannschaftsrat zur Seite.

Glücks- und Sorgenkinder

Einen Langzeitverletzten gibt es mit Philipp Seifried (Kreuzbandriss) zu beklagen. Die vakante Sechser-Position soll hier Neuling Justin Morais de Almeida ausfüllen. „Er zeigt gute Ansätze, und ich traue ihm das zu“, bestärkt der Sportlicher Leiter den Youngster. Sorge bereitet dem Klub der Posten zwischen den Pfosten. Matthias Möhnle, den Stangl zu den besten Torhütern im Umkreis zählt, hat keinen Stellvertreter. „Wir sind diesbezüglich schon tätig gewesen, aber bisher leider ohne Erfolg“, spricht Tobias Stangl das Dilemma an. Damit man auf den Mannschaftskapitän im Urlaubsmonat August nicht verzichten muss, wurden zwei spielfreie Wochenenden „freigeschaufelt“.

Plus & Minus

Nachteilig wirkt sich beim TSV Haunsheim die fehlende Nachwuchsarbeit aus. „Neben den Städten Gundelfingen und Lauingen ist es schwierig, da etwas aufzubauen“, klagt der Sportlicher Leiter sein Leid und sieht die Zukunft gar nicht rosig: „Die Mannschaft wird ja nicht jünger. Wir müssen halt versuchen, externe Spieler an den Verein zu binden.“ Weil Umkleiden und Duschen nicht im Sportheim möglich ist, muss weiter die Turnhalle im Ort genutzt werden. Tobias Stangl sieht dies nicht unbedingt als Nachteil: „Gerade bei den Trainingsabenden ist dies Gelegenheit, sich gleich einmal warm zu laufen.“ Als Vorteil sieht der Funktionär, dass das Sportgelände so zentral liegt: „Vielleicht mit ein Grund, warum wir so eine große Fangemeinde haben“, folgert Stangl.

Test & Taktik

Von Anlaufschwierigkeiten spricht der Sportliche Leiter bezüglich der Testspiele. Dass man auf einem guten Weg ist, haben die letzten Tests gegen Bächingen, Donaumünster und Weisingen untermauert. Zur eingeschlagenen Taktik verweist der mitkickende Stangl auf das eingespielte Günzel-System 3 – 5 – 2.

Wunsch & Wirklichkeit

Den einstelligen Tabellenrang der vergangenen Kreisliga-Spielzeit gilt es in den kommenden Monaten zu verteidigen. „Wenn wir all unsere Tugenden aufleben lassen, ist dies auch drin“, bestärkt Stangl das sportliche Ziel. Bewusst ist ihm auf der anderen Seite, dass der Saisonstart steinig werden kann. Da warten gleich die beiden starken Aufsteiger Wiesenbach und Großkötz und zudem die heiß gehandelten Favoriten Günzburg und Ellzee. Die Arrivierten ein bisschen ärgern ist das Ziel der Haunsheimer. Erste Gelegenheit dazu bietet das Auswärtstreffen bei Bezirksliga-Absteiger TSV Offingen. (dirg)

Prognose

Die Kreisliga West hat zweifelsohne an Qualität weiter zugelegt. Für die Haunsheimer heißt dies, gleich vom Start weg hellwach zu sein und in die Spur kommen. Dem neuen Coach Oliver Aunkofer und seinem Team traut man dennoch eine sorgenfreie Saison zu.

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