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Wertingen

25.08.2020

Viel Redebedarf vor dem Re-Start

Haben sich vor dem möglichen Re-Start im September noch einiges zu sagen: Wertingens Cheftrainer Christoph Kehrle (links) und sein Stellvertreter Fabian Knötzinger.
Bild: Georg Fischer

Fußball-Sommercheck: Der Bezirksligist TSV Wertingen wünscht sich für die Fortsetzung der Saison 2019/2020 neben vielen Punkten vor allem Zuschauer rund um den Platz

Noch tappen die Fußballmannschaften aus der Region vor dem geplanten Re-Start im September im Dunkeln. Sie wissen nicht genau, ob die unterbrochene Saison 2019/2020 mit dem durch die Corona-Krise eigens geschaffenen Ligapokal fortgesetzt wird, oder ob es zunächst zu Nachholspielen in der Punktrunde kommt. Nur eines ist inzwischen klar: Los gehen kann es mit Pflichtspielen frühestens am Wochenende 19./20. September. Die Verbandsverantwortlichen hoffen, dass die bayerische Staatsregierung dafür dann auch grünes Licht gibt und vor allem Zuschauer zugelassen werden. In den bereits laufenden Testspielen dürfen solche nicht dabei sein. Trotz aller Fragezeichen nehmen Donau Zeitung und Wertinger Zeitung in den nächsten Tagen und Wochen die Bezirks- und Kreisligisten beim Fußball-Sommercheck unter die Lupe und zeigen auf, wohin die sportliche Reise gehen könnte. Den Anfang macht dabei Nord-Bezirksligist TSV Wertingen, es folgen die Kreisligisten FC Gundelfingen II, SSV Glött, FC Lauingen, SV Kicklingen, BC Schretzheim, SSV Höchstädt und SV Holzheim.

Soll & Haben

Am 24. November vergangenen Jahres bestritt der Aufsteiger beim TSV Hollenbach das letzte Punktspiel. Dieses ging mit 1:3 verloren. Mit 24 Punkten rangieren die Wertinger auf Platz elf in der Tabelle. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz, welchen momentan der FC Günzburg einnimmt, beträgt gerade einmal zwei Zähler. Sieben von 19 Spielen wurden gewonnen, dreimal gab es ein Unentschieden, neun Partien gingen verloren. Was die Gegentore anbelangt, hat nur Schlusslicht SV Holzkirchen (56) mehr kassiert als die Wertinger (47). In der Auswärtstabelle belegen die Zusamstädter mit 16 Punkten Rang zwei, zu Hause gab es nur acht Zähler – kein Team war schlechter. Kein Wunder, dass Trainer Christoph Kehrle fordert: „Da müssen wir deutlich zulegen.“

Hin & Weg

Gleich sieben Eigengewächse sind im Juli von der JFG Riedberg dazugestoßen: die Zwillinge Christopher und Clemens Friegel, Samir Hassan, Simon Riesinger, Simon Knöpfle, Christoph Hein und Lukas Gutekunst. Externe Neuzugänge gab es nicht. Nicht mehr spielen werden Benjamin Haase und Mario Meier. Sie haben sich dem Kreisligisten SV Kicklingen angeschlossen, eine Freigabe für die beiden Youngster hat Abteilungsleiter Christoph Krebs (noch) nicht erteilt. Ebenfalls zum Nachbarverein zieht es Routinier Florian Prießnitz. Er wird ab Sommer 2021 neuer Spielertrainer in Kicklingen. Doch bis es so weit ist, will der 32-Jährige in Wertingen weiterhin richtig Gas geben.

Team & Chef

Sportleiter Fritz Bühringer ist zurückgetreten. Wer sein Nachfolger wird, könnte sich in der kommenden Woche entscheiden. „Wir sind mit einem Kandidaten in guten Gesprächen“, verrät Christoph Krebs, ohne aber einen Namen zu nennen. Als Cheftrainer gibt weiterhin Christoph Kehrle die Kommandos, Unterstützung erhält der 35-Jährige von Fabian Knötzinger und Florian Gebauer. Letzterer ist für das Torwarttraining zuständig. Redebedarf hat dieses Trio durch Corona mehr denn je.

Glücks- & Sorgenkinder

Sorgenkinder gibt es keine mehr, nachdem auch der lange Zeit verletzte Christoph Müller wieder dabei ist. Durchschnittlich 25 Spieler drängen sich im Training auf. Sie alle seien laut Kehrle Glückskinder.

Test & Taktik

Im bisher einzigen Testspiel gab es einen 4:0-Sieg beim FC Lauingen. Um in den Pflichtspielen weniger Gegentore zu kassieren, sollen die Gegner taktisch anders angelaufen werden. Wie, das möchte Coach Kehrle nicht verraten.

Re-Start & Ziel

Was den Re-Start anbelangt, dazu kann Christoph Krebs nichts sagen. Ob zuerst das Nachholspiel gegen den TSV Meitingen stattfindet oder ob mit dem Ligapokal begonnen wird, wisse er nicht. Spiele ohne Zuschauer lehnt Krebs kategorisch ab: „Wenn keine Fans kommen dürfen, brauchen wir keine Pflichtspiele austragen“, so der 45-Jährige.

Prognose

Vor der Zwangspause durch Corona gehörte der TSV Wertingen zu den neun Mannschaften, die sich in Abstiegsgefahr befanden. Durch lange Auszeit weiß niemand, wie es um die jetzige Form bestellt ist. Wenn die Wertinger hinten ihren Laden dicht bekommen, sollten sie angesichts ihrer Trümpfe in der Offensive - Jaumann, Prestel und Schwarzfischer haben bereits je neun Tore erzielt - mindestens vier Teams hinter sich lassen.

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