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Dillingen

28.11.2017

Vitus Lederle setzt alles auf eine Karte

Vitus Lederle
Bild: Manfred Forscht

Schach: Dillinger Gefühlslage nach Remis bei Favorit München deutlich verbessert.

Von Manfred Forscht

Mit einem unguten Gefühl reisten Dillingens Schachspieler nach München zur Landesliga-Partie. Nach Niederlagen in den ersten beiden Runden dieser Saison brauchten sie dringend einen Erfolg, um nicht in akute Abstiegsgefahr zu geraten. Tarrasch München galt als hoher Favorit, denn auf allen Brettern hatten die Gastgeber Spieler mit besserer Wertung als die Gäste.

Der SCD musste zudem noch seinen Spitzenspieler FM Blasius Nuber ersetzen, der aufgrund seines Studiums nicht spielen konnte. Nach den ersten Partien sah es dann auch nach einer Niederlage aus. Der Gegner von Uli Bäuml bot nach 13 Zügen Remis an, welches er annahm. Uli Kapfer stand von Anfang an schlecht und musste bald aufgeben. Münchens „Schachlegende“ Manfred Tauber hatte an diesem Tag keine große Lust zu kämpfen, er schlug Wolfgang Bauer bald die Punkteteilung vor, die dieser sofort annahm. Denn immerhin hat der Münchner 400 DWZ-Punkte mehr als Bauer.

Das Ehepaar Arthur und Dr. Helen Giss war in schwierige Stellungen geraten, beide konnten aber noch halbe Punkte ergattern. Auch Christian Billing musste schwer kämpfen, um sich in ein ausgeglichenes Endspiel zu retten.

Die letzten beiden Partien verliefen dann sehr dramatisch. FM Korbinian Nuber stand gegen Schachgroßmeister Andrei Maksimenko einen Zug vor dem Matt. Durch geniale Spielführung rettete er sich in ein Remis: Er fand die letzte und einzige Möglichkeit zu einem Dauerschach durch Zugwiederholung. Im „Finale“ rettete Vitus Lederle das 4:4-Unentschieden. Er stand zwar am Anfang etwas besser, dann wendete sich das Blatt zugunsten des Münchners. Mit großem Einsatz setzte Lederle alles auf eine Karte und rang seinen Gegner im Endspiel nieder.

Am 10. Dezember steht den Donaustädtern eine weitere schwere Aufgabe bevor – daheim gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten Garching, die verlustpunktfrei auf dem zweiten Platz der Landesliga Süd liegt.

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