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06.10.2009

Vor lauter Begeisterung den Daumen ausgekugelt

Trotz der frühen Anreise erzielte der Gewichtheber-Nachwuchs der SSV Höchstädt beim Herbstturnier in Waldkirchen beachtliche Ergebnisse. Der Gastgeber glänzte mit hervorragender Organisation und optimalen Sportstätten. Der Wettkampf bestand für die Jugend A und B aus Gewichtheben und Leichtathletik, für Jugend C/D/E und jünger aus Gewichtheben mit Technikwertung und ebenfalls Leichtathletik.

Maxim Kossenko machte den Anfang bei der Jugend D und hatte beim Gewichtheben trotz sechs "Gültiger" und den Rekorden im Reißen und Stoßen (28 und 38 Kilo) gegen den Lokalmatador Krieg aus Waldkirchen keine Chance - zumal die Wertungsrichter nicht auf seiner Seite waren. Am Ende erreichte Krieg 542,38 und Kossenko 491,41 Punkte. Die entscheidenden Punkte verlor der SSVler beim Kugelschocken.

Bei der Jugend C (Jahrgang 1995) waren gleich drei Höchstädter vertreten: 2. Max Nemak, 4. Eduard Schröder, 5. Thomas Wirachowski. Max Nemak gewann wieder das Gewichtheben mit den Bestleistungen im Reißen (46 Kilo) und Stoßen (57). In der Leichtathletik machte der Rodinger Jackwerth die sieben Punkte wett und gewann mit 556,75:518,76. Eduard Schröder stellte mit 80 Kilo im Zweikampf seine Bestleistung ein, hatte aber beim Reißen immer einen Linksdrall und verlor wertvolle Technikpunkte. Thomas Wirachowski erzielte mit 27 Kilo im Reißen persönlichen Rekord, musste aber aufgrund seiner körperlichen Behinderung wiederum Technikpunkte lassen (ebenso beim Kugelschocken).

Im Jahrgang 1996 setzte Christian Wilhelm wohl sechs Gültige, aber seine Ausführung fand bei den Kampfrichtern nicht die entsprechende Bewertung. 33 und 44 Kilo im Reißen/Stoßen bedeuten Einstellung der Bestleistungen und mit 415,05 Punkten den vierten Rang. Bei der Jugend B im Jahrgang 94 waren gleich drei SSVler aktiv: 2. Artur Brozmann, 5. Robert Gomer, 6. Timm Scheinkönig. In der Leichtathletik führte Brozmann und war im Sternlauf mit 11,49 Sekunden gar Schnellster der Veranstaltung. Im Reißen konnte er den Rekord von 65 Kilo locker realisieren, im Stoßen wurden die neuen Bestleistungen von 85 und 90 Kilo vom Kampfgericht ungültig gewertet.

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Robert Gomer lag in der Leichtathletik noch auf dem dritten Platz. Seine Begeisterung über den Reißrekord von 55 Kilo wurde ihm zum Verhängnis: Die zurückspringende Hantel kugelte Gomer den Daumen aus, sodass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Timm Scheinkönig steigerte sich im Reißen und Stoßen auf 22 und 35 Kilo. In der Leichtathletik, die er erstmals durchführen musste, zahlt der Höchstädter entsprechend Lehrgeld, erreichte aber trotzdem mit 354,23 Punkten den sechsten Platz.

Roman Groh hatte sich bei den A-Jugendlichen viel vorgenommen und war in der Leichtathletik mit den Besten gleichauf. Im Reißen und Stoßen schaffte er zwar nur die Anfangsversuche (60/75 Kilo), holte aber dennoch den Titel vor den anderen Teilnehmern.

In der Mannschaftswertung erreichte Höchstädt mit 1865,73 gegenüber 1991,90 Punkten des TB 03 Roding den zweiten Platz. Die zur deutschen Jugendmeisterschaft im November gemeldeten Max Nemak, Eduard Schröder und Christian Wilhelm haben dort bei weiterem fleißigen Training die Chance auf gute Platzierungen.

Auch Ludwig Vogl fällt lange verletzt aus

Die unterschiedlichen Technikbewertungen waren das einzige Manko der Veranstaltung in Waldkirchen. Die Vereinsvertreter mit dem Landestrainer konnten keine Abhilfe schaffen. SSV-Coach Ludwig Vogl war mit den Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden. Für ihn persönlich verlief aber das Abschlusstraining zur Master-Olympiade in Sydney schockierend. Vogl verletzte sich derart schlimm an der Schulter, dass er den Wettkampf absagen musste und eventuell sogar eine Pause von bis zu zwölf Monaten für den SSV-Routinier droht. (lv)

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