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Dillingen

05.11.2015

WM-Platz fünf und schöne Erinnerungen

Mit ihrer Partnerin Silke Schneider erreichte Elke Cramer (rechts) die dritte Runde bei der Senioren-WM.
Bild: Karl Aumiller

Badminton: Elke Cramer und Marek Bujak vom TVD schlagen sich bei Senioren-Titelkämpfen in Schweden glänzend.

Von Robert Manz

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Mit Elke Cramer und Marek Bujak traten zwei altbekannte Badminton-Cracks bei den 8. Senioren-Weltmeisterschaften im schwedischen Helsingborg für den TV Dillingen an. In einem starken Teilnehmerfeld setzte Elke Cramer das Glanzlicht und wurde Fünfte ihrer Altersklasse.

Bei einer Rekordbeteiligung von 1300 Spielern (Altersklassen von O35 bis O70) wurde das einwöchige Turnier in zwei großen Hallen ausgetragen. Besonders war nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern auch die enorme Qualität des Feldes: Viele ehemalige Medaillen-Gewinner bei Olympischen Spielen, Welt-und Europameisterschaften sowie Nationalspieler hoben das sportliche Niveau enorm an. So zum Beispiel waren die „Legenden“ aus Indonesien Tony Gunawan (Olympiasieger 2000) oder Hariyanto Arbi (Weltmeister 1995) dabei. Auch der erste europäische Weltmeister, Peter Rasmussen aus Dänemark, ließ sich dieses Event nicht entgehen.

WM-Platz fünf und schöne Erinnerungen

Bei so vielen Größen des Badmintonsports war das Interesse der Zuschauer erwartungsgemäß enorm. Die Ausrichter richteten sogar einen „Live-Score“ im Internet ein. Ab dem Viertelfinale wurden die Spiele live ins Internet gestreamt, um das internationale Zuschauerinteresse zu befriedigen.

Hochmotiviert und voller Vorfreude waren die beiden Dillinger Spieler angereist. Marek Bujak, mehrfacher deutscher Meister bei den Senioren, konnte sich im Herrendoppel O40 nach anfänglichen Problemen mit seinem neuen Partner aus Norwegen bis in Runde drei vorspielen. Hier traf er auf eine englische Paarung und unterlag 19:21 und 13:21.

Auch in seiner Paradedisziplin Einzel gelang es ihm, sich bei 74 Teilnehmern bis unter die letzen 18 zu kämpfen. Dann traf er auf den Finnen Iyri Aalto, der nicht nur druckvoll, sondern auch absolut fehlerlos spielte. Er ließ Marek keine Chance, sein Spiel zu entfalten und gewann in zwei Sätzen. Marek konnte aber sich später damit trösten, gegen den Vizeweltmeister in O45 verloren zu haben.

Elke Cramer hatte sich in allen drei Disziplinen die Starterlaubnis erspielt. Im Mixed O45 startete sie mit ihrem schwäbischen Partner Thomas Dittrich. Das Duo erwischte einen schlechten Start und verlor direkt ihre Erstrundenpartie gegen eine finnische Paarung.

Mit Silke Schneider im Damendoppel sollte es besser laufen. Doch auch hier war das Teilnehmerfeld extrem stark besetzt. In Runde drei war gegen eine dänische Paarung Endstation.

Nun lag die Hoffnung auf dem Einzel: Nach einem guten ersten Spiel und Akklimatisierung in der großen Halle gelang es Elke Cramer, sich bis ins Viertelfinale zu spielen. In Runde zwei wartete eine starke Engländerin und es kam zur erwartet knappen Begegnung. Am Ende des dritten Satzes spielte die Dillingerin ihren großen Trumpf aus – ihre Fitness. Mit langen, kraftraubenden Ballwechseln entschied sie das Spiel für sich und setzte sich knapp aber verdient in drei Sätzen durch. Die Erleichterung war groß, bedeutete das Erreichen des Viertelfinales doch die Erfüllung des selbst gesteckten Ziels.

Im Viertelfinale hieß ihre polnische Gegnerin Dorota Grezjdak. Im ersten Satz gelang es Elke Cramer, druckvoll und schnell zu spielen. Sie konnte aber ihre Führung von 18:16 nicht ausbauen und verlor knapp 19:21. Auch im zweiten Satz hielt die Dillingerin anfangs gut dagegen, doch ihre Gegnerin stellte ihre Spielweise um und hielt die Ballwechsel relativ kurz. Die Fehlerquote stieg und das Spiel ging klar mit 10:21 an die Polin.

Mit nach Hause nehmen die Dillinger nicht nur den fünften Platz für Elke Cramer und viele getauschte Trikots, sondern auch viele einmalige Erlebnisse: die persönlichen Treffen und Fachsimpeleien mit den ganz großen des Badmintonsports, etwa Olympiasiegern Susi Sussanti und Alan Budikusuma. Und die Erinnerung an die tolle Gastfreundschaft der Schweden und eine perfekt organisierte Weltmeisterschaft.

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