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Motorsport

25.04.2015

Zu Hause auf Europas Rennstrecken

Kathi und Alexander Saiz pflegen ihr Hobby Motorradfahren ganz sportlich

Schön verrückt – oder bewundernswert? Diese Frage stellt sich dem Zuhörer, wenn Kathi und Alexander Saiz aus Lauingen von ihrem Hobby erzählen. Mit leuchtenden Augen spricht Lauingens schnellstes Ehepaar begeistert über ihren sportlichen Saisonstart zum 1. Mai auf dem Slovakiaring.

Seit rund neun Jahren hat sich das Ehepaar dem Motorradrennsport verschrieben, nicht als passive Zuschauer auf der Tribüne, sondern aktiv mit ihren Rennmaschinen auf diversen Rundstreckenkursen in Europa. Zwar bezeichnen sie sich offiziell als Amateure in ihrem Sport, doch welchen Aufwand sie finanziell und zeitlich dafür treiben müssen, ist schon sehr beachtlich. „Deshalb sind wir auch auf Sponsoren angewiesen, die nur dann zu bekommen sind, wenn du erfolgreich bist“, sagt Alexander Saiz, der schon über 200 Siege eingefahren hat.

Mit seiner Renn-Suzuki GSX-R 1000 fährt er heuer wie schon die Jahre zuvor im „Motul Euro-Cup“, sowie im „Suzuki Challenge Austria Cup“. In der Saison 2014 beherrschte der Lauinger meistens seine Gegner und siegte in der Superstock 1000 und auch in der Superbike 750, Klasse 3, wobei er in dieser Klasse die Suzuki GSX-R 750 seiner Frau Kathi fuhr. Rennlady Kathi Saiz selbst „erfuhr“ im vergangenen Jahr mit ihrer 750er-Maschine die Vizemeisterschaft in der Gesamtwertung beim internationalen „Euro-Cup, Klasse Speedladies +600“. Dabei musste sie im Gesamtergebnis nur einer Gegnerin mit einer 1000er Maschine den Vortritt lassen. Auch 2015 fährt sie diese internationale Rennserie sowie den „GSX-R Austria Challenge Cup 750“.

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„Diese Serien werden auf Strecken in der Slowakei, Tschechien, Italien und Ungarn ausgetragen“, berichte Alexander Saiz. Dabei würden pro Klasse insgesamt 14 Rennen, jeweils zwei pro Wochenende, in jeder Serie ausgetragen. Hinzu kämen noch die freien Trainings mit Qualifikation für die Startaufstellung. Doch nicht nur im Frühjahr und Sommer ist das Saiz-Racing-Team in Sachen Motorrad unterwegs: „Im Winter zieht es uns nach Spanien, wo wir auf den Rennstrecken von Valencia, Almeria oder Jerez trainiern und nebenbei das Hobby Freeclimbing betreiben.“

Die Zeit für den winterlichen Ausflug erarbeiten sich die beiden im restlichen Jahr, wenn sie nicht auf ihren Rennmaschinen sitzen. Alexander Saiz ist Tiefbaupolier bei einem Landkreisunternehmen, Ehefrau Kathi beim BRK-Kreisverband in Dillingen beschäftigt.

Ohne Blessuren ist das Paar bei seinem Sport nicht davongekommen „Daher sind wir auch heilfroh, dass keines unserer drei Kinder an der aktiven Ausübung dieses Rennsports interessiert ist“, sagt Kathi Saiz. Denn einem Angehörigen im Rennen zuzusehen, belaste mehr das Nervenkostüm, als selbst zu fahren. Abgesehen davon sind die beiden jedoch davon überzeugt, dass Motorradfahren auf der Rennstrecke bedeutend ungefährlicher sei, als im normalen Straßenverkehr.

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