Gleich zweimal kam es am Samstag in der ausverkauften Kreissporthalle in Gundelfingen zum Handball-Klassiker TV Gundelfingen – HSG Lauingen-Wittislingen. Während bei den Herren die Gastgeber klar mit 39:25 die Oberhand behielten, drehte bei den Damen der Gegner beim 24:22-Erfolg den Spieß um. Einen Punkt in der Bezirksoberliga erkämpften sich die Frauen des TSV Wertingen beim 24:24 in Schwabmünchen, die Herren der Zusamtaler gewannen in der Bezirksliga zu Hause gegen Schwabmünchens Zweitvertretung mit 38:30.
TV Gundelfingen: Vor rund 600 Zuschauern in der Kreissporthalle begann der Derby-Abend mit dem Aufeinandertreffen der Damenmannschaften des TVG gegen die HSG Lauingen-Wittislingen. Meist lagen die Gundelfinger Damen mit einem Treffer in Front, ohne sich jedoch entscheidend absetzen zu können. In der 19. Minute erzielte Cindy Schreitt die 5:4-Führung für Lauingen-Wittislingen. Die Gäste spielten in der Folge befreiter auf und bauten ihren Vorsprung bis zur 26. Minute auf 10:5 aus. Gundelfingen tat sich insbesondere mit der konsequenten Chancenverwertung schwer. Immer wieder scheiterten gut herausgespielte Angriffe an der stark haltenden Lauinger Torhüterin Doreen Stoldt oder an der fehlenden Entschlossenheit im Abschluss. Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten zunächst die Gäste das Geschehen. In der 42. Minute lag Gundelfingen mit 13:18 zurück, vieles sprach zu diesem Zeitpunkt für einen klaren Auswärtserfolg. Doch die Gastgeberinnen gaben sich nicht geschlagen. Angeführt von Eva Gerstmayr, Jana Kling und Sarah Haselmeier kämpfte sich das Team Tor um Tor heran. In der 53. Minute war der Rückstand beim 19:20 nahezu aufgeholt, ehe ein verwandelter Siebenmeter von Sarah Haselmeier den Ausgleich brachte. Die Partie stand nun wieder auf Messers Schneide. In der Schlussphase fehlte den Gundelfinger Damen jedoch erneut die letzte Konsequenz im Abschluss. Cindy Schreitt setzte schließlich mit dem Treffer zum 22:24 den Schlusspunkt und sicherte Lauingen-Wittislingen den Derbysieg.
Spielfilm: 1:0; 3:3; 4:5; 6:10; 7:11 (HZ); 12:15; 13:17; 16:20; 21:22; 22:24
TV Gundelfingen, Damen: Nowak (TW); Hassel (TW); Kränzle; Weber; Gerstmayr (5); Hegele; Haselmeier (6); Fischer; Fink (1); Dieterich (2); Kling (3); Fischer N. (1); Hammerschmidt (2); Kretzschmar (2); Wudy
HSG Lauingen Wittislingen, Damen: Bruno (TW); Stoldt (TW); Pappe; Stoldt; Bahlmann L. (2); Schabert (3); Bahlmann C.; Schmied; Polat (5); Kling (3); Selzle (3); Goller; Keller; Schreitt (8)
Im Herrenderby dominieren die Hausherren
Im Anschluss entwickelte sich das Herrenderby vor ebenfalls rund 600 Zuschauern zu einer klaren Angelegenheit für den TV Gundelfingen. Die Hausherren starteten stark und setzten sich mit einem 2:0-Lauf früh ab. Bis zur 8. Minute wuchs der Vorsprung auf 5:1 an. Ausschlaggebend war eine robuste und kompakt stehende Abwehr, die den Gästen zunächst kaum Lösungen ermöglichte. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte stabilisierte sich der Angriff der HSG zunehmend. Vor allem über den wurfgewaltigen Halbspieler Patrick Kleinle (8 Tore) kamen die Gäste zu erfolgreichen Abschlüssen. Ab Mitte der ersten Halbzeit geriet Gundelfingen in eine Schwächephase. Lauingen nutzte dies konsequent und verkürzte Schritt für Schritt den Rückstand. In der 23. Minute brachte Christian Kinzler seine Mannschaft sogar mit einem Tor in Führung. Das Gundelfinger Trainerteam reagierte mit einer Auszeit, die Wirkung zeigte: Die Hausherren stabilisierten sich, glichen aus und bauten ihre Führung bis zur Pause durch Timo Lohner wieder auf 14:11 aus. Nach dem Seitenwechsel war erneut die konsequente Abwehrarbeit der Schlüssel zum Erfolg für den TVG. Mit fortschreitender Spielzeit setzte sich Gundelfingen immer deutlicher ab und gewann das Derby am Ende auch in der Höhe verdient mit 39:25.
Spielfilm: 1:0; 5:1; 9:7; 12:11; 14:11 (HZ); 19:14; 22:15; 26:16; 34:21; 39:25
TV Gundelfingen, Herren: Brucker (TW); Lischka (TW); Wiedemann (6); Bauer (9); Hößler (1); Krumscheid (2); Nief; Frömel (6); Deininger (1); Röhm (1); Frieß (8); Lohner (5)
HSG Lauingen-Wittislingen, Herren: Rommel (TW), Stropek (TW); Hohdorfer (TW); Maier Ma (3); Egger (1); Meitinger; Sand (4); Kleinle (8); Märkl; Kinzler (3); Wendland (1), Maier Mi (2); Ehrenpfordt (1); Knecht
Punkt für BOL-Schlusslicht in Schwabmünchen
TSV Wertingen: Mit großem Kampfgeist und viel Moral sicherten sich die Damen des TSV Wertingen, Schlusslicht in der Bezirksoberliga, ein 24:24-Unentschieden beim TSV Schwabmünchen II. Wertingen brauchte einige Minuten, um ins Spiel zu finden, zeigte sich in dieser Phase noch zu fehleranfällig und ließ mehrere Chancen ungenutzt. Die Mannschaft bewies jedoch Charakter, kämpfte sich Tor um Tor heran und stellte den Anschluss wieder her. Bis zur Halbzeit entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, auch wenn Schwabmünchen mit einer knappen 11:10-Führung in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiter ausgeglichen. Die Giel-Truppe ließ sich nicht abschütteln. In der Schlussphase hatten die Wertinger Damen das Spiel zwischenzeitlich sogar zu ihren Gunsten gedreht und sich eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Doch in den entscheidenden Momenten verhinderten eigene Unkonzentriertheiten und vermeidbare Fehler den möglichen Auswärtssieg. So gelang Schwabmünchen kurz vor Schluss der Ausgleich zum 24:24-Endstand.
Spielfilm: 6:2, 8:6, 11:10 - 15:16, 20:19, 24:24
TSV Wertingen, Damen: Wenninger, Girke (1), Scherer (2), Eisele L., Eisele R., Dieminger (1), Böhm (1), Keilhammer (6/4), Heindel (5), Schimmer (6), Giel (2/1)
Auch ohne die verhinderten Ioja, Reissner und Leroch zeigte der TSV Wertingen am Samstagabend eine hoch konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung. Vor heimischer Kulisse in der Gymnasiumshalle ließ Wertingen dem TSV Schwabmünchen II beim 38:30 (20:12) kaum eine Chance. Von Beginn an präsentierten sich die Gastgeber hellwach, standen stabil in der Abwehr und nutzten ihre Chancen konsequent. Bereits zur Pause hatte sich Wertingen einen komfortablen Acht-Tore-Vorsprung erspielt, der auch im zweiten Durchgang souverän verwaltet wurde. Einer der herausragenden Akteure der Wertinger war Max Reiner. Der Kreisspieler glänzte nicht nur mit insgesamt acht Treffern, sondern erzielte auch das Tor des Tages, als er im Fallen rückwärts zum Tor spektakulär einnetzte. Trotz einiger vergebener Siebenmeter und etwas zu vielen Gegentoren überzeugte Wertingen durch mannschaftliche Geschlossenheit, hohes Tempo und Spielfreude. Ein Auftritt, der trotz personeller Ausfälle positiv auf das Spiel um Platz zwei am kommenden Samstag in Göggingen blicken lässt.
Spielfilm: 7:4, 14:8, 20:12 - 26:17, 32:24, 38:30
TSV Wertingen, Herren: Bestle, Straub - Nagler (6/2), Burgkard (8/1), Munz (5), Reiner (8), Müller (6/1), Sailer (2), Gump (1), Reitenauer (1), Kreher (1)
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