Das Märchen Bundesliga ist für den 1. FC Heidenheim seit dem vergangenen Samstag nach insgesamt drei Jahren zu Ende gegangen. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Mainz ist nun auf der Ostalb ab August wieder Zweitliga-Fußball angesagt. Trainer-Urgestein Frank Schmidt meinte nach dem bitteren Ende gegen Mainz: „Trotzdem ist es beeindruckend, wie der Verein in dieser Situation zusammengerückt ist. Ein großes Kompliment und Dankeschön an jeden einzelnen Fan, Zuschauer und jeden einzelnen meiner Spieler! Ich bin mir sicher, dass wir das alles ehrlich und offen analysieren und dann alles versuchen werden, um eine gute Mannschaft auf die Beine zu stellen, um eine gute neue Saison zu spielen.“
Voith-Arena war immer ausverkauft
Davon ist der Vorsitzende vom Fanclub „Rot-Blau Thürheim“, Max Fischer, überzeugt: „Ich finde, dass für Heidenheim auch die Zweite Liga sehr attraktiv ist“, freut sich der 25-Jährige auf künftige Duelle wie gegen den 1. FC Nürnberg, Dynamo Dresden oder den 1. FC Kaiserslautern. Die drei Jahre in der Ersten Liga hat der Unterthürheimer als Fan sehr genossen. Er war ebenso wie ein paar weitere Mitglieder vom Fanclub aus dem Zusamtal glücklich darüber, überhaupt eine Dauerkarte für die Spiele in der Beletage des deutschen Fußballs bekommen zu haben. „Viele“, so Fischer, „hofften darauf vergeblich“. Die Voith-Arena war in der abgelaufenen Saison mit einem Fassungsvermögen von lediglich 15.000 Zuschauern das kleinste Stadion Bundesliga-Stadion und bei jedem Heimspiel ausverkauft. Dass die Fans nach dem Abstieg weiter weiterhin sehr zahlreich auf den Schlossberg pilgern werden, davon geht Thomas Mödinger fest aus. Der Haunsheimer hatte für sich und seine Familie in Liga eins insgesamt drei Dauerkarten ergattert und möchte diese nun nicht zurückgeben.
„Auch die Zweite Bundesliga ist für den 1. FC Heidenheim top“, betont der 53-Jährige, der beim SSV Peterswörth als Sportlicher Leiter fungiert und für den es deshalb nicht immer einfach ist, alle Fußballtermine perfekt zu koordinieren. „Ich denke schon, dass ich in der kommenden Saison wieder Wege finden werde, um in Peterswörth und in Heidenheim bei den Spielen vor Ort zu sein, lacht Mödinger, der am kommenden Samstag mit seinem SSV im Schlagerspiel der A-Klasse West 2 gegen die SG Bächingen/Medlingen den Aufstieg perfekt machen möchte. Es wäre für ihn als Heidenheim-Fan das perfekte Kontrastprogramm.
Von der Ostalb nach Thailand?
Sein Zelte beim FCH wird der aus Wertingen stammende Spieler Stefan Schimmer wohl abbrechen. Das Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 war für den 32-Jährigen, der in der abgelaufen Saison fünf Jokertore erzielte, das letzte im Heidenheim-Trikot. Der Stürmer wird seinen auslaufenden Vertrag auf der Ostalb nicht verlängern. Sein neues Ziel scheint schon festzustehen. Nach Sky Sport-Informationen steht der Wertinger angeblich vor einem Wechsel zu Buriram United in Thailand.
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