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Wemding

05.03.2019

1000 Krawatten und kein Wagen beim Gaudizug

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Ein Maharadscha, umgeben von vielen schönen Frauen: Die Doosperla wählten das Thema „Indien“ und trugen beim Faschingsumzug in Wemding besonders farbenprächtige Gewänder.
Bild: Wolfgang Widemann

Der Faschingsumzug in Wemding läuft heuer etwas anders ab. Der guten Stimmung tut dies keinen Abbruch.

Es war wieder mächtig was los beim 23. Wemdinger Gaudizug. Und doch war manches anders: Erstmals in der Geschichte des Faschingsumzugs waren keine Wagen mehr am Start. Dies hatten die Verantwortlichen der Wemdosia, die das Spektakel veranstaltet, im Vorfeld beschlossen. Grund dafür seien die erhöhten Sicherheitsauflagen, erklärte Sandra Eireiner, Präsidentin der Faschingsgesellschaft. Ein Umzug mit Wagen, die von motorisierten Fahrzeugen gezogen werden, wäre da „nur mit großem organisatorischen und finanziellen Aufwand möglich gewesen“.

So machte die Wemdosia aus der Not eine Tugend: Im Gaudizug waren 2019 erstmals nur noch Fußgruppen dabei. Ganz ohne (Leiter-)Wagen ging es natürlich nicht, jedoch wurden die allesamt von Menschenhand gezogen. Wirklich vermisst haben dürfte die größeren Fahrzeuge niemand. Zum einen waren diese wegen der engen Gassen der Wemdinger Altstadt ohnehin schon immer kleiner gewesen als anderswo, zum anderen agierten die Teilnehmer mit froher Laune auf Augenhöhe mit den Zuschauern. Nur die Prinzenpaare diverser Faschingsgesellschaften hatten das Privileg, in Cabrios oder auf den Ladeflächen von Pick-Up-Fahrzeugen kutschiert zu werden.

Gruppe näht sich Kleider aus Krawatten

An Attraktivität dürfte der Gaudizug durch das veränderte Konzept kaum verloren haben, zog doch ein buntes, gut gelauntes närrisches Völkchen durch Wemding. „Wir haben heuer sogar mehr Leute hier“, so Sandra Eireiner. Gut 1000 Mitwirkende begrüßte die Wemdosia. Eine ganze Reihe der besonders fantasievoll verkleideten Gruppen kam direkt aus der Stadt. „Die wilde 13“ hatte sich ganz viel Arbeit gemacht. Aus schätzungsweise 1000 Krawatten, welche die Mitglieder in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis zusammentrugen, nähten sie sich sehenswerte Kleider. Mindestens genauso farbenprächtig waren die Doosperla, die das Thema „Indien“ wählten.

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Einen großen Teil des Umzugs machten die Faschingsvereine aus Schloßberg-Flochberg, Harthausen, Huisheim und Dischingen aus. Erstmals mit von der Partie waren in Wemding die Faschingsfreunde Mertingen, die Heuberghexen aus Zöschingen und – mit meterhohen Figuren – die Mitteleschenbacher Waldschebberer. Viel Spaß hatten auch die Gruppen der Lebenshilfe (als Bauarbeiter) und der Polsinger Heime, die mit ihrer „Bar des los Muertos“ mexikanisch daherkamen.

Feuerwehr sichert Strecke ab

Zwischendurch regnete es etwas. Die meisten Teilnehmer und Zuschauer ließen sich davon nicht beeindrucken.

So ging die Party weiter, besonders abgesichert – auch das war eine neue Auflage – von rund 30 Feuerwehrleuten aus Wemding und Amerbach, die alle 200 Meter als Streckenposten standen. Um alles im Auge zu haben, gab es beim Gaudizug mit Matthias Hönle und Helmut Schneid zudem erstmalig zwei Umzugsleiter.

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