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Donauwörth/Augsburg

12.11.2018

140 Flüchtlinge werden nach Augsburg umgesiedelt

Die ersten 50 Flüchtlinge von insgesamt 140 aus Donauwörth trafen gestern in Augsburg-Kriegshaber ein.
Bild: Foto: Szilvio Wyszengrad

Im dortigen Stadtteil Kriegshaber wurde gestern eine neue Zweigstelle des Donauwörther Ankerzentrums bezogen

Am gestrigen Montagnachmittag wurde im Augsburger Stadtteil Kriegshaber eine neue Asylunterkunft bezogen. Sie ist – wie auch die Unterkunft in Augsburg-Inningen – eine Zweigstelle des Donauwörther Ankerzentrums und soll zur Entlastung der Situation in Donauwörth beitragen, wo derzeit rund 800 Menschen auf dem Gelände der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne leben. Bis zu 140 Flüchtlingen sollen von dort nach Kriegshaber umgesiedelt werden. Die ersten 50 sind gestern dort angekommen. Sie stammen vor allem aus Gambia, Nigeria und der Türkei.

Während in Augsburg-Inningen derzeit ausschließlich Männer leben, sollen in Kriegshaber nun auch Familien mit kleinen Kindern eine vorübergehende Bleibe finden. Wie Frank Kurtenbach von der Regierung von Schwaben sagt, sind es derzeit acht Familien mit je einem Kind unter vier Jahren. Am Nachmittag trafen die Flüchtlinge in Kriegshaber ein. Ein Bus hatte sie von Donauwörth nach Augsburg gefahren. Inklusive der Kinder sind 35 der 50 Personen männlich. Zu den Bewohnern gehören 18 alleinreisende Männer. Zahlenmäßig am stärksten vertreten ist das Herkunftsland Türkei mit 34 Bewohnern, neun Personen kommen aus Gambia, sechs aus Nigeria. Einmal taucht Tunesien als Nationalität auf. Es handelt sich um ein Kleinkind mit einer besonderen Biografie, so Kurtenbach. Die Eltern sind Flüchtlinge aus der Türkei, das Kind wurde in Tunesien geboren. Die 50 Bewohner sollen sich jetzt in der Unterkunft einleben. Abläufe sollen sich einspielen. Es ist deshalb vorgesehen, dass wohl erst Anfang nächster Woche die nächsten 50 Bewohner aus Donauwörth dort eintreffen werden.

Die Flüchtlinge warten in der Unterkunft, die eingezäunt ist, auf die Entscheidung über den Ausgang des Asylverfahrens. Gut möglich, dass einzelne Personen in ihr jeweiliges Heimatland zurückgebracht werden.

Indes kehrt im Donauwörther Ankerzentrum nie wirklich Ruhe ein. Immer wieder kommt es zu Vorfällen, wie jetzt erst wieder am vergangenen Wochenende (wir berichteten). Zumeist hängen solche Tumulte mit Abschiebungen zusammen, zu deren Zweck die Polizei in der Unterkunft anrückt.

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