1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. 15 Millionen Euro: Bahnhof soll komplett erneuert werden  

Donauwörth

05.02.2014

15 Millionen Euro: Bahnhof soll komplett erneuert werden  

Den Umbau im Blick: (von links) Bahn-Manager Günther Pichler, Oberbürgermeister Armin Neudert, Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange und Bahn-Projektleiter Rupert Mayer.
Bild: Wolfgang Widemann

Die Deutsche Bahn will am Bahnhof in Donauwörth jetzt klotzen. Das kann 15 Millionen Euro kosten.

Seit Jahren kämpfen Bürger und Politiker aus der Region für die Erneuerung des Donauwörther Bahnhofs. Ganz oben auf der Wunschliste steht der barrierefreie Ausbau, damit gebrechliche oder behinderte Menschen und Familien mit Kinderwagen leichter zu den Bahnsteigen gelangen können. Nach langem Kampf gab es hier Fortschritte. Bis 2018, so hieß es zuletzt, sollen die Aufzüge eingebaut sein. Nun sind diese Pläne überholt, wie Oberbürgermeister Armin Neudert gestern erfuhr.

Traurig war er deshalb nicht. Im Gegenteil. Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange überbrachte mit Vertretern der Deutschen Bahn dem Rathauschef eine Nachricht, von der bislang niemand zu träumen gewagt hatte: Die Bahn will jetzt richtig klotzen. Der Bereich der Gleise beziehungsweise Bahnsteige wird komplett neu gestaltet.

Günther Pichler, der im Unternehmen für alle 1015 Bahnhöfe und Haltepunkte in Bayern zuständige Leiter, drückte es so aus: „Bisher hatten wir eher ein bescheidenes Konzept.“ Fünf Millionen Euro seien eingeplant gewesen. Was jetzt komme, sei „kein Schmalspur-Ausbau“ mehr. Es sei ein Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro geplant, denn: „Wenn wir das machen, dann gescheit.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Abgeordneter Ulrich Lange stellte fest: „Das ist für die Region ein extrem wichtiges Projekt.“ Worüber sich die Stadt noch freuen könne: Für die Kommune enstünden keine Kosten. Die tragen Bahn, Bund und Freistaat. OB Neudert sprach bei dem kurzfristig einberufenen Ortstermin ebenfalls von einer „bedeutsamen Investition“. Bahn-Projektleiter Rupert Mayer nannte einen Zeitraum von fünf bis acht Jahren, bis das Vorhaben komplett verwirklicht sei. Allein schon die Vorbereitungen seien sehr komplex. Das Vorhaben müsse drei Jahre vor dem Start der Bauarbeiten bei diversen Stellen angemeldet werden. Die Bahn werde versuchen, den Ausbau so schnell wie möglich zu verwirklichen. Man werde die dazu Planungsphasen parallel betreiben und wolle „die Bauphase optimieren“. Wenn diese anstehe, würden zwei Bahnsteige pro Jahr umgebaut.

Dies sei aber nur ein Teil des Gesamtprojekts, erklärte Mayer. Völlig verändert werde auch die Unterführung zu den Bahnsteigen. Mit dem Einbau der Aufzüge werde die Unterführung auch ausgeweitet und die Durchgangshöhe werde erhöht. Die Anzeigetafeln für Reiseinfos würden erneuert und ergänzt, ebenso die Beschallung und die Beleuchtung. Die Treppen will die Bahn ebenfalls neu gestalten und so sicherer machen.

Auch die Dachkonstruktion wird saniert

Auch die Dächer über den Bahnsteigen werden Mayer zufolge saniert beziehungsweise komplett erneuert. Eine Herausforderung seien die Masten für die Oberleitung, die momentan in die Dachkonstruktion integriert sind. Möglicherweise werde hier ebenso alles neu gemacht. Ulrich Lange glaubt nicht, dass es im Genehmigungsverfahren größere Probleme geben wird.

Im Zuge der Maßnahmen möchte laut OB Neudert die Stadt auch eine Lösung für die leidige Toiletten-Situation im Bahnhof finden.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20_DSC0288.tif
Tapfheim

Straßenausbau: Alleingang ohne  den Landkreis

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen