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21.03.2009

16 Priester, vier Offiziere und amerikanische Soldaten

Rain-Gempfing Seit 2001 kümmert sich Anna Schmaus alleine um die Außenanlage des Gempfinger Pfarrhofs. "Ich will einen Beitrag leisten, damit die Schönheit dieser Anlage und des Kirchbergs bestehen bleibt", sagt die 85-Jährige. Deshalb kommt sie regelmäßig, um die Kirchentreppe zu kehren, den Parkplatz sauber zu halten, das Pfarrgrab zu pflegen oder Unkraut zu jäten. "Ich bin froh über die Aufgabe, denn daheim fällt mir die Decke auf den Kopf", sagt die Bewohnerin des Kleinbauernhauses in der Dorfmitte. Gerade in diesem Jahr nimmt sie ihre Aufgabe besonders ernst, denn der Pfarrhof wird 300 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum haben sich Kirchenverwaltung und "Förderverein Gempfinger Pfarrhof" wieder verschiedene Ausstellungsprojekte überlegt.

Seit 2002 ist die Anlage aufgrund des allgemeinen Priestermangels unbewohnt. Deshalb beschloss die Pfarrgemeinde, das weitere Schicksal des Anwesens selbst in die Hand zu nehmen, denn das zentral gelegene Anwesen eignete sich in geradezu idealer Weise für eine gemeinschaftliche Nutzung. Mit mehr als 1000 freiwilligen Helferstunden wurde im Obergeschoss ein kleiner Saal eingerichtet, der nun für Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Feiern genutzt wird. Die Errichtung des Gebäudes im Jahre 1709 steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Spanischen Erbfolgekrieg. Das alte Pfarrhaus wurde damals vollständig zerstört. Denn in einem Eintrag des Hofmarkrichters Paul Widtmann heißt es, "im ganzen Ort seien weder Häuser noch Stadel ja sogar kein Schweinstall noch Backofen übrig verblieben". Der Neubau wurde sehr stattlich ausgeführt. Mit Walmdach und reicher Fenstergliederung präsentiert sich das Pfarrhaus wie ein kleines Prälatenschlösschen. Dem äußeren Erscheinungsbild entspricht die Innenausstattung mit Stuckdecken und Kachelöfen.

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