Kommunalpolitik

27.04.2014

192 Jahre für Rain

Die Geehrten der Stadt Rain.
Bild: Ziegelmeir

Rain würdigt seine scheidenden Stadträte und Ortssprecher. Dabei werden biblische Wahrheiten ausgesprochen

Rain Was braucht eine Stadt, um erfolgreich zu werden? Engagierte Bürger – denn „die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihr Pflicht“. Mit diesem Zitat von Ewald Balser würdigte Rains Bürgermeister Gerhard Martin die Verdienste der scheidenden Stadträte und Ortssprecher.

Wehmut kennzeichnete die Stimmung am vergangenen Samstagabend im Kulturzentrum Am Bayertor. Auch weil die 60 geladenen Gäste miterlebten, wie sich Josef Förg nach sage und schreibe 42 Jahren verabschiedete. Als „kommunalpolitischen Senior“ bezeichnete Martin den Mann aus Wächtering, der sein Amt seit 1972 ausübte.

Auf insgesamt 192 Jahre addiert sich die Amtszeit dieser Kommunalpolitiker. Zusammen mit Alfred Hackenberg, Wolfgang Geppert, Günter Wintermayr und Magdalena Rucker opferte er in den Jahrzehnten seine Freizeit für die Gemeinschaft. „So haben wir allein in den vergangenen sechs Jahren ein Haushaltsvolumen von etwa 138 Millionen Euro verantwortet und die Verbindlichkeiten um die Hälfte reduziert“, berichtete Martin.

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Dabei sei der ehrenamtliche Einsatz keineswegs selbstverständlich, äußerte sich der zweite Bürgermeister Leo Meier – weil sich damit eben keine Reichtümer anhäufen ließen und die Würdenträger in der Öffentlichkeit stehen. Wer sich für das Gemeinwohl einsetze, müsse lernen „im Regen zu tanzen, statt zu warten bis das Unwetter vorbei ist“, äußerte sich Meier weiter. Ein Lob sprach er auch den Ehepartnern aus. Sie mussten oft verzichten und bei „falschen“ Entscheidungen bekamen sie die Kritik in der Öffentlichkeit mit ab. Für Martin war es selbstverständlich, diese Leistung mit allen Ehren zu belohnen. Die fünf Musiker der Stadtkapelle begleiteten den Festakt.

Nach dem biblischen Wort, das bereits vor Jahrtausenden offenbart wurde, prägten diese Vorbilder Rain und das Umland: „Suchet der Stadt Bestes“, hieß es damals, sagte Martin. Dies hätten die zwei Frauen und sieben Männer stets getan.

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