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Gansheim

08.08.2019

2,1 Kilometer Straße sind nach 25 Jahren endlich fertig

Feierliche Freigabe der neu ausgebauten Straße. Unser Bild zeigt (von links) Jürgen Geyer (Ingenieurbüro Geyer und Eckmeier), Natalia Telezin (Staatliches Bauamt), Johannes Rauner (Regierung von Schwaben), Pater Manfred Laschinger, Bürgermeister Alois Schiegg, Pfarrer Francis, Robert Reiner und Ernst Josef Münsinger (Firma Münsinger).
Bild: Würmseher

Die Verbindung zwischen Gansheim und Neuhausen galt lange als nicht förderfähig. Warum es dennoch geklappt hat.

Es ist das Werk eines Vierteljahrhunderts, auch wenn die eigentliche Arbeit weniger im Bau selbst bestanden hat, als vielmehr in der Überzeugungsleistung, die im Vorfeld dazu notwendig war: 25 Jahre Hartnäckigkeit und Kampf mit den Behörden hat es gedauert, bis jetzt die frisch ausgebaute Ortsverbindungsstraße zwischen den Marxheimer Gemeindeteilen Gansheim und Neuhausen eingeweiht werden konnte. Umso erfreuter zeigten sich die Beteiligten des kleines Festakts vom Ergebnis.

„Eine unendliche Geschichte nimmt heute ihr gutes Ende“, brachte es Marxheims Bürgermeister Alois Schiegg auf den Punkt. Er erinnerte an die ersten Versuche von Seiten der Gemeinde, diese Strecke von 2,1 Kilometern Länge auszubauen. Das war im Jahr 1994. Der zweite Versuch folgte 2008. Beide Male wurde die Straße als nicht förderwürdig eingestuft. Ihre Sanierung scheiterte am Schubladendenken deutscher Bürokratie. Denn laut Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz werden nur Straßen gefördert, die die Kerngemeinde mit einem Ortsteil verbinden, nicht aber die Ortsteile untereinander. So die Information seinerzeit an die Gemeinde.

Eine Frage der Zeit "bis der erste Bus im Graben liegt"

Doch Marxheim ließ nicht locker. Alois Schiegg wurde 2015 bei einer Straßenbaukonferenz der Regierung von Schwaben vorstellig und machte mit Nachdruck darauf aufmerksam, wie die Situation zwischen Gansheim und Neuhausen in der Realität aussieht – abseits bürokratischer Normen und Hürden. „Der Ausbau war deshalb so notwendig“, fasste er jetzt bei der Einweihung zusammen, „weil auf der vorhandenen Straße bei drei bis viereinhalb Metern Breite sowohl Schulbus-, als auch Linienverkehr stattfinden. Da war es für uns nur eine Frage der Zeit, bis im Winter der erste Bus im Graben liegt.“ Mit dieser Argumentation setzte sich der Bürgermeister schließlich durch.

2,1 Kilometer Straße sind nach 25 Jahren endlich fertig

Heute ist die schadhafte Oberfläche der Fahrbahn beseitigt, die Schlaglöcher gehören der Vergangenheit an und die Breite der Straße ist mit 5,50 Metern dem tatsächlichen Verkehr angepasst.

"Das beste aus der Straße herausgeholt"

Jetzt blieb den Festrednern nur noch, allen Verkehrsteilnehmern sicheres Fahren zu wünschen. Pater Manfred Laschinger betete um Rücksicht und Hilfsbereitschaft und die Leser der Fürbitten baten ebenfalls um das Verantwortungsbewusstsein der Menschen, die dort unterwegs sind. Johannes Rauner von der Regierung von Schwaben erkannte die Wichtigkeit der Verbindungsstraße an und stellte fest, dass bei diesem Projekt „nichts den Richtlinien entspricht“. Doch Dringlichkeit sei mitunter an anderen Dingen festzumachen, als als an Normen. Abschließend freute er sich: „Wir haben das Beste aus dieser Straße herausgeholt.“

„Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass sich Beharrlichkeit auszahlt“, so formulierte es Ralf Schurius, Leiter der Polizeiinspektion Rain. Er gab der Hoffnung Ausdruck, „dass sich die neu ausgebaute Straße nicht zur Rennstrecke entwickelt, sondern dass möglichst wenige Unfälle passieren und alle gesund bleiben.“

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