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Jahresrückblick

30.12.2019

2019: Brände und Unwetter wüten in der Region

Etliche Brände sorgen 2019 für teils hohe Schäden. Doch auch das Wetter machte den Feuerwehren mancherorts Arbeit.

  • Scheunen und Häuser in Flammen

Bei Bränden in landwirtschaftlichen Betrieben und in Wohnhäusern ist im vergangenen Jahr erheblicher Schaden entstanden. Glücklicherweise gab es aber keine Schwerverletzten oder gar Todesopfer.

Von dem Traktor, der im mittleren Tor der abgebrannten Scheune in Wallerdorf zu sehen ist, ging der Brand aus.
Bild: Polizei

Im Rainer Stadtteil Wallerdorf wurden im Juli gleich zwei Lagerhallen ein Raub der Flammen. Grund: ein technischer Defekt an einem älteren Traktor. Weil in den Hallen auch landwirtschaftliche Maschinen standen, summierte sich der Schaden nach ersten Schätzungen auf fast 900 000 Euro. Noch etwas höher war der Schaden bei einer Explosion im Airbus-Werk in Donauwörth. Dort wurde kurz vor Weihnachten 2018 eine Bauteile-Presse im Entwicklungszentrum zerstört. Durch glückliche Umstände wurde niemand verletzt.

Komplett zerstört hat ein Großbrand in Wolferstadt diese Scheune samt Photovoltaikanlage. Neun Feuerwehren waren im Einsatz, um die Flammen zu löschen.
Bild: Widemann

Mitten in Wolferstadt brannte Ende Mai 2019 eine Scheune. Ursache war ein technischer Defekt an einem Traktor, der in dem Gebäude stand. Die Feuerwehr verhinderte, dass die Flammen auf andere Bauwerke übergriffen. Den Schaden schätzte die Polizei auf mindestens 250 000 Euro.

2019: Brände und Unwetter wüten in der Region

In Hoppingen brach am 10. Januar im Heizungsraum eines landwirtschaftlichen Anwesens ein Brand aus. Kurz zuvor war die Anlage befeuert worden. Schaden: circa 100 000 Euro.

In ähnlicher Größenordnung war er nach ersten Angaben bei folgenden Wohnhausbränden: Am 16. Januar stand eine Küche in einem Mehrfamilienhaus in Donauwörth in Vollbrand. Grund: Beim Kochen hatte sich heißes Fett entzündet. Die Wohnung wurde weitgehend zerstört. In Tapfheim bemerkte am 10. März ein Mann, der auf seinem Balkon eine Zigarette rauchte, dass es im Nachbarhaus brennt. Von einem Anbau aus griffen die Flammen auf die Garage und das Wohnhaus über. Wäre das Feuer nur Minuten später entdeckt worden, wäre der Schaden noch viel höher gewesen, so die Feuerwehr.

Bei einem Brand in Donauwörth ist hoher Schaden entstanden. Das Feuer brach in einer Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses im Härpferpark aus.
Bild: Wolfgang  Widemann

Lichterloh brannte im April ein Gartenschuppen in Rain. Der stand nur etwa eineinhalb Meter neben einem Wohnhaus. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres. Schaden: 50 000 bis 70 000 Euro. Am 2. Juni brannte in Münster ein Wochenendhaus nieder. Geschätzter Schaden: ungefähr 70 000 Euro.

In der Gemarkung Gunzenheim zerstörte Ende 2018 ein Brand ein historisches Bahnwärterhaus an der Strecke Donauwörth–Treuchtlingen mitten im Wald. Im benachbarten Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen vernichtete ein Großfeuer im Weiler Lohhof das Wohnhaus und zwei große Scheunen eines alten Anwesens. Bei den aufwendigen Löscharbeiten halfen auch Kräfte aus dem Donau-Ries-Kreis.

Von Mitte Dezember 2018 an beschäftigte eine mysteriöse Brandserie Polizei und Feuerwehr in Donauwörth. Offenbar steckte ein Unbekannter insgesamt fünf Autos an. Die standen an der Straße oder auf Parkplätzen.

  • Stromausfall legt Stadt lahm

Diesen Tag Ende März 2019 werden die Wemdinger nicht so schnell vergessen. Durch einen Brand in der Schaltzentrale des örtlichen Versorgers kam es in der Stadt zu einem flächendeckenden Stromausfall. Der dauerte rund sechs Stunden. Die Folgen an diesem „schwarzen Mittwoch“ waren vielfältig und gravierend. Nicht nur, dass Lichter und Heizungen nicht mehr funktionierten – die Menschen konnten nicht mehr einkaufen oder ihre Autos tanken. Bei der Firma Valeo, einem der größten Arbeitgeber im Landkreis Donau-Ries, ging nichts mehr. Die Beschäftigten wurden nach Hause geschickt. Bald blieben auch Mobiltelefone stumm. Die Kommunikation war schwierig. Pflegebedürftige Menschen, die auf elektrische Geräte angewiesen sind, wurden in Krankenhäuser gebracht. Weil lange unklar war, wie lange die Elektrizität weg ist, blieben Kindertagesstätten und Schulen am folgenden Tag geschlossen.

Der Fall Wemding sorgte bayernweit für Aufsehen. Kommunen werden inzwischen angehalten, sich gegen Stromausfälle zu wappnen.

In einem Trafohaus in Wemding hat es gebrannt. Das sorgte für einen großen Stromausfall.
Bild: Anton Färber
  • Starkegen flutet Keller

Richtig große Unwetter blieben 2019 in der Region glücklicherweise aus. Dennoch: Gewitterfronten sorgten mancherorts für Starkregen. Am stärksten traf es augenscheinlich Donauwörth und Wemding.

Über der Großen Kreisstadt kamen am 22. Juni mehrere Gewitterzellen zusammen. Es fielen mehr als 70 Liter Regen auf den Quadratmeter. Dies verursachte in der Parkstadt eine kritische Situation. Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne bildete sich ein großer See. Dessen Damm drohte zu brechen. Feuerwehr und THW verhinderten dies. Keller liefen an diesem Tag auch beispielsweise in Asbach-Bäumenheim und in Münster voll.

Der Starkregen am Samstag hat den Einsatzkräften eine kurze Nacht beschert. In Donauwörth lag einer der Schwerpunkte in der Parkstadt, auf dem ehemaligen Kasernengelände.
Bild: Martin Wiemann,BGB

Eine Woche später schüttete es in Wemding wie aus Kübeln. Innerhalb kurzer Zeit gingen 80 bis 100 Liter pro Quadratmeter nieder. Es traf vor allem den Bereich südlich der Altstadt. Im Ort wurden 41 Keller überflutet. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Im benachbarten Otting sind die Bewohner diesbezüglich leidgeprüft. Auch 2019 gab es Starkregen. Dieses Mal ging die Sache gerade noch einmal gut. Dank frisch ausgebaggerter Rückhaltebecken schwappte keine Flutwelle über das Dorf.

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