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Jahresrückblick

25.12.2019

2019: Das war in Donauwörth wichtig

Tanzhaus und Veranstaltungshalle, Millionen für das Freibad und eine hitzige Diskussion um den Bahnhof.

  • Veranstaltungshalle: Plötzlich sind sich alle einig

Eine Sache stand sehr plötzlich fest im Herbst 2019. Vorher war viel debattiert worden, zwischendurch herrschte auch mal monatelang eine seltsame Stille. Dann also jene Sitzung im Donauwörther Rathaus, in der es letztlich zum Schwur kam – eine neue Veranstaltungshalle soll gebaut werden, ganz unabhängig von der Zukunft und Ausrichtung des Tanzhauses. Bis Ende 2019 konnte zu letzterem Thema vom Stadtrat keine klare Entscheidung getroffen werden.

Die Zukunft des Tanzhauses in der Donauwörther Reichsstraße ist weiter offen.
Bild: Barbara Wild

Der grundsätzliche Beschluss für eine Halle wurde im Oktober gefasst. Wo aber die Multifunktionshalle irgendwann einmal stehen soll, darüber gab es viele Spekulationen. Der städtische Hauptausschuss stimmte Mitte November darüber ab, welches Gelände für die Planungen genauer untersucht werden sollte. Sechs Möglichkeiten hatte die Verwaltung in den vergangenen Wochen herausgearbeitet.

  • Das Gelände am Zusamweg
  • Schwabenhallenparkplatz nahe dem Airbuswerk
  • Industriestraße, ebenfalls in der Nähe des Airbuswerks
  • Baywa-Gelände an der Dillinger Straße (kürzlich wurden dort die alten Lagergebäude abgerissen)
  • Flächen am Berger Kreuz
  • Künftiges Alfred-Delp-Quartier/ehemalige Kaserne in der Parkstadt

Nach dem Ausschlussprinzip – unter anderem ging es um ungeklärte Eigentumsfragen – soll die Halle nun am Zusamweg entstehen.

2019: Das war in Donauwörth wichtig
  • Freibad: Millionen für eine neue Attraktion in der Stadt

Mal sehen, ob es die Donauwörther 2021 wiedererkennen, ihr Freibad. Im kommenden Jahr wird es saniert – und um einige Attraktionen reicher.

Das Nichtschwimmerbecken ist künftig zweigeteilt. Auf der einen Seite befindet sich dann ein sogenannter Lernschwimmbereich, in dem es langsam tiefer wird, aber Schwimmanfänger schlussendlich immer noch stehen können.

Das Freibad Donauwörth bleibt 2020 geschlossen.
Bild: Thomas Hilgendorf

Ferner sollen im Becken Wasserliegen mit Panoramablick vom Schellenberg auf die Stadt eingebaut sowie ein Strömungskanal, Massagedüsen und Nackenduschen installiert werden. Eine weitere Attraktion könnte eine Schaukelbucht sein, eine Art Unterwasserwippe, mit der Wellen erzeugt werden können. Das Kinderplanschbecken wird auf zwei Niveaus gebaut – zwei verbundene Becken, höhenmäßig leicht versetzt. Am Rande sollen Sitzstufen für die beaufsichtigenden Eltern entstehen, über dem Kinderbereich werden großflächige Sonnensegel Schatten spenden. Auch an Wasserspielfiguren wollen die Planer denken. Ein Spielebach für die Kleinen wird zudem errichtet.

Auch wird eine Speedrutsche errichtet, bei der der Rutschende bis zu 70 Stundenkilometer schnell wird. Ferner entschied man sich für eine Edelstahl-Röhrenrutsche, die die alte Variante aus Kunststoff ablöst. Und auch die Wassertechnik muss umfassend erneuert werden.

Das Gesamtpaket für das Freibad mit sämtlichen Attraktionen könnte sich auf bis zu 11,8 Millionen Euro summieren.

  • Bahnhof: Sanierung startet Frühjahr 2020

Man traute seinen Ohren kaum bei einem Termin, bei dem es eigentlich um eine bloße Information zur Zugänglichkeit des Donauwörther Bahnhofs für ältere und behinderte Menschen ging. Vertreter der Deutschen Bahn kündigten Anfang September die seit Jahren und Jahrzehnten erwartete Sanierung des nordschwäbischen Verkehrsknotens an. Die Sanierung hin zur Barrierefreiheit wird demnach im Frühjahr 2020 beginnen.

Der Bahnhof in Donauwörth ist ein Verkehrsknotenpunkt in Nordschwaben. Eine Verbindung vom Bahnhof hinüber zu Airbus (Im Hintergrund) ist seit 30 Jahren ein Thema.
Bild: Wolfgang  Widemann

Nach neuesten Planungen der DB soll der Ausbau nach vier Jahren abgeschlossen sein. Der Wermutstropfen dabei: In diesem Zeitraum werde es, sagten die DB-Vertreter im Stadtrat, zwischen März 2021 und Ende Februar 2022 eine Baupause geben. Sie begründeten dies mit anderen wichtigen Projekten rund um München, die in dieser Zeit anstünden und nicht geschoben werden könnten. Der Bahnverkehr soll in der Bauphase weiterrollen, es könne aber dann „Fahrplanabweichungen“ geben. Ein Durchstich soll zudem kommen. Wann? Das steht noch in den Sternen.

  • Was sonst noch wichtig war

Massenhaft gab es heuer aus der Großen Kreisstadt zu berichten. Anbei eine kleine Übersicht über einige interessante Themen aus Nordschwabens freundlicher Mitte:

Juze Das neue Jugendzentrum an der Zirgesheimer Straße wurde eingeweiht. Es ist ein inklusives Gemeinschaftsprojekt mit der Stiftung St. Johannes.

Parkraum-Debatte Dieses Thema bleibt weiter auf der Agenda. Nun soll ein weiteres Konzept dabei helfen herauszufinden, wo und wie für neue Stellplätze in der Stadt gesorgt werden könnte.

Fahrradfreundliche Stadt Eine Begutachtung durch die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) brachte für Donauwörth nicht das gewünschte Ergebnis. Um die Auszeichnung zu bekommen, muss die Stadt im kommenden Jahr an einigen Stellen nachbessern.

„Mini-Polder“ in Riedlingen In dem Stadtteil bildete sich im November eine Interessengemeinschaft. Sie sieht die Pläne des Wasserwirtschaftsamtes kritisch, welche ein neues Rückhaltebecken nahe dem Baggersee vorsehen.

Stadtladen-Debatte Der Stadtladen in Donauwörths Innenstadt soll kommen – aller Wahrscheinlichkeit nach in den ersten Stock des Gebäudes Reichsstraße 39/ 41.

Bürgerspital Seit über 500 Jahren ist es an Ort und Stelle für die Senioren der Stadt da. Nun wurde der Umzug beschlossen. Jedoch gibt es noch offene Fragen dazu, wo es neu errichtet werden soll.

Ökumenischer Kirchentag Die beiden großen christlichen Volkskirchen – evangelisch-lutherische und katholische – haben beschlossen, im Jahr 2020 in Donauwörth einen gemeinsamen Kirchentag zu veranstalten. Er wird vom 15. bis 17. Mai an verschiedenen Orten in der Stadt stattfinden. (dz)

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