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Jahresrückblick

31.12.2019

2019: Straftaten und Unfälle halten die Polizei in Atem

Bluttaten, Unglücke und tödliche Gefahr auf den Straßen.

  • Angriff mit Messer und Machete

Eine Bluttat in Donauwörth schockierte die Menschen Ende März. Zwischen Nachbarn kam es zu einem Streit. Ein 33-Jähriger stach mit einem Küchenmesser auf ein Ehepaar ein. Der Familienvater, 49, wurde tödlich verletzt. Seine Frau, 43, erlitt lebensgefährliche Verletzungen, überlebte aber. Schockierend: Eines der Kinder bekam das Verbrechen aus nächster Nähe mit. Bei dem Täter handelte es sich um einen Afrikaner, der seit 2011 in Deutschland lebte, aber als Asylbewerber abgelehnt worden war. Der Mann war offenbar psychisch gestört.

In Monheim fügte am 9. Januar ein 39-Jähriger seinen Eltern in Monheim mit einer Machete schwerste Verletzungen zu. Das Urteil wurde im Oktober gesprochen: Sechs Jahre Haft wegen versuchten Totschlags. Der Mann kam in die geschlossene Psychiatrie.

Im Juli wurden vier Drogenhändler verurteilt, die in Monheim mit einem 29-Jährigen aneinandergeraten waren. Dabei stach ein 18-Jähriger dem Opfer mit einem Messer in Schulter und Arm. Die Konsequenz: drei Jahre Gefängnis.

2019: Straftaten und Unfälle halten die Polizei in Atem

Für Aufsehen sorgte der Prozess gegen den früheren Chef einer Sicherheitsfirma, die über Jahre im Ankerzentrum in Donauwörth tätig war. Personal erledigte während des Dienstes andere Aufträge, und es wurde doppelt kassiert. Der Mann sollte zweieinhalb Jahre in Haft. Der Verurteilte und die Staatsanwaltschaft gingen in Berufung.

  • 19-Jähriger demoliert Autos

Donauwörth Dieses Video verbreitete sich rasend schnell: Die Aufnahmen aus dem Ankerzentrum in Donauwörth zeigten einen Afrikaner, der im Juli mit einem dicken Ast insgesamt zwölf Autos beschädigte. Der Gambier lief von einem Wagen zum anderen und schlug die Scheiben ein. Die Fahrzeuge gehörten Beschäftigten der Asyl-Einrichtung in der ehemaligen Kaserne. Der 19-Jährige richtete einen Schaden von rund 50 000 Euro an. Der junge Mann kam in U-Haft und wurde im August in sein Heimatland Nigeria abgeschoben.

  • Tödliche Gefahr auf den Straßen

Auf den Straßen im Donau-Ries-Kreis haben sich heuer so viele Wildunfälle ereignet wie nie zuvor. Über 1000 Karambolagen zwischen Fahrzeugen und Wildtieren registrierte die Polizei bis zum Dezember. Was schlimm war: Es blieb nicht bei Blechschaden. Im August starb durch einen solchen Unfall eine Frau. Die 32-Jährige erfasste mit ihrem Auto auf der Straße zwischen Mauren und Oppertshofen ein Reh, geriet auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem Lastwagen zusammen. Das Opfer erlag einige Tage später seinen schweren Verletzungen.

Völlig zertrümmert wurde der Kleintransporter, mit dem ein 41-Jähriger auf der B2 bei Donauwörth auf einen landwirtschaftlichen Anhänger prallte.
Bild: Polizei

Bei Unfällen auf der B 2 kamen Ende 2018 zwei Personen ums Leben: ein 61-Jähriger aus dem Raum Wemding nach einem Frontalzusammenstoß nahe Kaisheim und eine 62-Jährige bei einer Kollision an der Anschlussstelle Monheim-Süd.

Ende Februar 2019 starb ein Autofahrer, 18, aus dem Stadtgebiet Rain auf der B 16 zwischen Burgheim und Straß bei einem Zusammenstoß mit einem Lkw. Im Juni stieß auf einem Gehweg in Rain ein Radler mit einer Rentnerin zusammen, die mit einem Rollator unterwegs war. Die 87-Jährige erlag in einer Klinik ihren Verletzungen. Im Oktober endete eine Motorradtour im Landkreis Augsburg für einen 25-Jährigen aus Marxheim tödlich. Er verlor die Kontrolle über seine Maschine und prallte gegen ein Auto. Insgesamt betrachtet blieb die Zahl der tödlichen Unfälle bis Dezember niedrig.

  • Zwei Männer ertrinken

In einem Seitenarm des Lechs bei Münster kam es im Juli zu einer Tragödie. An einem kleinen Wasserfall sprang der Hund einer Familie in die Fluten – und kam nicht mehr aus dem Sog. Die Frau sprang ebenfalls ins Wasser, konnte sich aber auch nicht mehr selbst befreien. Daraufhin kam ihr Ehemann zu Hilfe. Zusammen mit der ältesten Tochter gelang es dem 42-Jährigen, seine Frau aus dem Wasser zu ziehen. Er selbst konnte sich aber nicht mehr an Land retten und ertrank.

Im März 2017 war an dieser Stelle in der „Münsterer Alte“ bereits ein 31-Jähriger gestorben. Warum, wurde erst jetzt offensichtlich. Niemand ahnte, dass die Wasserwalze derart gefährlich war. Im August wurde die tödliche Falle mit großen Steinen dauerhaft entschärft.

Nachdem an dieser Brücke am Altwasser bei Münster zwei Menschen ums Leben gekommen waren, wurde die Gefahrenstelle beseitigt. 
Bild: Wenzel

Anfang Juni 2019 badete ein 20-Jähriger mit Kumpels im Baggersee bei Hamlar. Der junge Mann konnte kaum schwimmen. Mitglieder der Wasserwacht wurden auf ihn aufmerksam. Bevor sie ihn erreichten, ging er unter. Die Helfer begannen sofort mit der Suche, fanden das Opfer aber erst nach 45 Minuten am Grund des Sees. Der 20-Jährige wurde reanimiert, starb jedoch später in der Klinik.

  • Bauarbeiter verunglücken

Zwei Bauarbeiter sind 2019 im Jura-Bereich schwer verunglückt. Im Juli wollte ein 40-Jähriger auf der Baustelle der Wemdinger Straße in Monheim einen Miniradlader reparieren. Plötzlich senkte sich die 500 bis 600 Kilogramm schwere Schaufel. Der Mann wurde eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Acht Tage später starb er in einer Klinik.

In Gansheim wurde im November ein 31-Jähriger in einem Graben verschüttet. Kollegen gruben den Mann mit bloßen Händen frei und retteten ihm damit das Leben.

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