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Renovierung

26.05.2015

600000 Euro für Kirchensanierung

Derzeit ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Genderkingen mit einem Gerüst und einem Regenschutzdach versehen.
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Derzeit ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Genderkingen mit einem Gerüst und einem Regenschutzdach versehen.

In Genderkingen wird derzeit fleißig gearbeitet. Fertigstellung noch in diesem Jahr?

Das „nordschwäbische Schmuckkästle“, wie die Genderkinger Pfarrkirche St. Peter und Paul manchmal genannt wird, erfährt derzeit eine aufwendige Renovierung. Nach vielen Voruntersuchungen, endoskopischen Eingriffen ins Mauerwerk, nach Schwingungsgutachten, Begutachtungen des Tragwerks und umfangreichen statischen Berechnungen wurde klar: Eine gründliche Sanierung des in den Jahren 1750 bis 1755 erbauten Kirchenschiffs und des alten gotischen Kirchturms ist unumgänglich. Die Balken der Dachkonstruktion sind teils marode, halten den statischen Anforderungen nicht mehr Stand und müssen ersetzt werden, Kirchenschiff, Chor und Turm brauchen eine neue Eindeckung, Empore, Mauerkronen und Stuckarbeiten müssen ausgebessert werden, die Außenfassade benötigt dringend einen neuen Anstrich, Rost nagt an der Eisenkonstruktion des Glockenstuhls und muss durch einen Glockenstuhl aus Eichenmassivholz ersetzt werden. Derzeit präsentiert sich das Gotteshaus mit einem eigens errichteten Regenschutzdach und mit aufwendigen Gerüstkonstruktionen innen und außen. „All das“, so Kirchenpfleger Rudolf Hirschbeck, „ macht hohe Zuwendungen erforderlich. Die Finanzierung aber ist gesichert“, so der Kirchenpfleger, „und der Haushalt ist durch die Bischöfliche Finanzkammer abgesegnet.“ Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 600000 Euro, zu denen die Bischöfliche Finanzkammer 310000 Euro zuschießt. Die Gemeinde Genderkingen beteiligt sich mit 100000 Euro an der Sanierung, der Landkreis mit 25000 Euro, der Bezirk Schwaben mit 15000 Euro und die Bayerische Landesstiftung mit 26000 Euro. „Den Rest stemmen wir durch Spenden und Eigenmittel der Katholischen Kirchenstiftung“, sagt Hirschbeck nicht ohne Stolz, denn Finanzierungsverhandlungen, die Betreuung der Statiker und der Gutachter bei den Voruntersuchungen und nun die Sanierungsarbeiten erfordern seinen ganzen Einsatz. Hirschbeck hofft, dass die Arbeiten im Dezember abgeschlossen sind und dass dann die Genderkinger Enderle-Kirche, ein wahres Rokokojuwel, auf Jahrzehnte hinaus saniert, wieder Gläubigen und Kunstliebhabern uneingeschränkt zur Verfügung steht.

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