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24.07.2010

86 000 Liter Heizöl werden gespart

86 000 Liter Heizöl werden gespart
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86 000 Liter Heizöl werden gespart

Wolferstadt Die Gemeinde Wolferstadt sowie einige Geschäfts- und Privatleute können dem nächsten strengen Winter auf der Monheimer Alb etwas gelassener entgegensehen. In dem Jura-Ort gehen zwei private Hackschnitzel-Heinzanlagen in Betrieb, die auch mehrere öffentliche Gebäude mit Wärme versorgen. Die Gemeinde, die für das Projekt ein fast einen Kilometer langes Leitungsnetz geschaffen hat, erhofft sich laut Bürgermeister Xaver Schnierle eine deutliche Senkung der Energiekosten, "außerdem handeln wir umweltschonend, und das Geld bleibt in der Region". Die Hackschnitzel sollen örtliche Anbieter liefern.

Bereits seit über fünf Jahren wird die Grundschule in Wolferstadt auf diese Weise beheizt. "Das ist sehr günstig und effizient", so Schnierle. Daher entschloss sich die Kommune, noch mehr auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen. Zwei Gewerbetreibende - das Gasthaus "Oberer Wirt" und das Autohaus Luderschmid - installierten im Ort größere Hackschnitzelanlagen. Weil diese umso wirtschaftlicher betrieben werden können, je mehr Wärme-Abnehmer vorhanden sind, stieg die Gemeinde mit ein. "Es ist dem Gemeinderat ein Anliegen, die öffentlichen Gebäude von den fossilen Brennstoffen wegzukriegen", erklärt Schnierle. Und rund ein Dutzend Privathaushalte habe man ebenfalls mit ins Boot genommen. Insgesamt werden dem Bürgermeister zufolge auf diese Weise jährlich rund 86 000 Liter Heizöl eingespart.

Mit einem Kostenaufwand von gut 150 000 Euro verlegte die Kommune Fernwärmeleitungen auf einer Gesamtlänge von 965 Metern. Ein großer Teil der Kosten - rund 110 000 Euro - wird über staatliche Zuschüsse abgedeckt.

Um die genannten Betriebe, Haushalte, den Kindergarten, das Pfarrheim mit Bücherei und Jugendheim sowie das Feuerwehrhaus und den Bauhof der Gemeinde zu heizen, sind nach Auskunft Schnierles etwa 1100 bis 1200 Kubikmeter Hackschnitzel pro Jahr nötig.

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In Wolferstadt gibt es Überlegungen, die Aktivitäten auf diesem Gebiet weiter zu verstärken. Beispielsweise könnte die Heizanlage der Schule erweitert werden. So ließen sich auch die Kirche, die mögliche Turnhalle und das TSV-Heim anschließen.

Im Ortsteil Hagau mit seinen gut 80 Einwohnern könnte sich ebenso bald etwas auf dem Sektor der alternativen Energie tun. Eine Initiative arbeitet dem Vernehmen nach daran, das ganze Dorf mit der Abwärme aus einer Biogasanlage zu versorgen. (wwi)

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