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Donauwörth

09.06.2017

Abriss fordert Komplettsperrung der Reichsstraße

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Schon jetzt dürfen Fußgänger in der Reichsstraße nicht mehr unterhalb der Baustelle laufen, sondern müssen auf die gegenüberliegende Seite ausweichen.
Bild: Wild

Das ehemalige Café Engel und das Wagenknechthaus sind instabiler als gedacht. Deshalb wird der Rückbau extrem aufwendig. Das hat Folgen für die Innenstadt.

Autofahrer müssen sich ab Montag darauf einstellen, dass sie für mindestens drei Tage nicht durch die Reichsstraße fahren können. Grund dafür sind laut Pressestelle der Stadt Donauwörth die Abrissarbeiten der zwei Gebäude der Reichsstraße 10 und 12 – also des Wagenknechthauses und des ehemaligen Café Engel.

Wie mehrfach berichtet will eine Projektentwicklungsfirma an gleicher Stelle ein neues Wohn- und Geschäftshaus mit dem Namen „Engelhof“ bauen. Das für die Baustatik zuständige Ingenieurbüro beurteilt aber die statischen Verhältnisse an den beiden Häusern als so instabil, dass die Fassadenmauern per Hand abgetragen werden müssen. Dafür brauchen die Arbeiter auf der Reichsstraße Hebebühnen und Container. „Zum Schutz der Passanten und Autofahrer während dieser Arbeiten ist die Sperrung der Reichsstraße notwendig“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Man hoffe, dass eine Umleitung nur drei Tage notwendig ist und ab Donnerstag, 15. Juni, der Verkehr wieder normal fließen kann. „Auch wegen der Pfingstferien ist hier mit geringerem Verkehr und vor allem keinem Schulbusverkehr zu rechnen.“

Umleitung über die Sonnenstraße

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Die Umleitung wird Richtung Berg über die Sonnenstraße, Klostergasse und Bäckerstraße geführt. In Richtung Rathaus müssen die Autofahrer nach dem Liebfrauenmünster über die Augsburger Botengasse und die Kronengasse ausweichen. Die Umleitungen werden laut Stadtverwaltung ausgeschildert.

Bereits jetzt ist schon der Gehweg unterhalb der beiden Häuser für Fußgänger gesperrt. Das wird bis zum Ende der Abrissarbeiten, die bereits Anfang Mai begonnen hatten, der Fall sein und Fußgänger müssen auf die gegenüberliegende Straßenseite ausweisen. Bisher konnte man unter dem Gerüst durchlaufen.

Unterdessen schreiten die Arbeiten langsam voran. Scheinbar ist viel Handarbeit nötig, um die alten Gemäuer abzutragen. Zudem sollen historisch wertvolle Balken gesichert werden.

Die Donauwörther Architekten Niebler & Thormann planen, wie bereits berichtet, auf dem Areal ein Wohn- und Geschäftshaus. Entstehen sollen 17 Wohneinheiten, die meisten davon sind als Appartement-Wohnungen konzipiert. Der Komplex ist aktuell ohne Tiefgarage geplant, dafür mit Garagen, in denen über Aufzüge jeweils zwei Autos „übereinander“ geparkt werden können.

An der Hofeinfahrt, von der Sonnenstraße her kommend, soll ein Glaskasten mit historischen Balken an das ehemals älteste Bürgerhaus Bayerns, das Wagenknechthaus, erinnern. Die Fassadengestaltung soll an das alte Ensemble angelehnt sein.

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