Bäumenheim

06.07.2018

Abriss und Neubau?

In der Diskussion: die marode Grund- und Mittelschule in Bäumenheim.
Bild: Wolfgang Widemann (Archivfoto)

Der Zustand der Grund- und Mittelschule in Bäumenheim ist so marode, dass schnell gehandelt werden muss. Für ein neues Gebäude stehen derzeit geschätzt 15 Millionen Euro im Raum.

Man darf es mittlerweile mit Gewissheit behaupten: Die Gemeinden Bäumenheim, Mertingen und Oberndorf, zuständig im gemeinsamen Schulverband für die Grund- und Mittelschule in Bäumenheim, werden in den nächsten Jahren einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe aufbringen müssen. Der Grund: Die Schule am Josef-Dunau-Ring ist einem derart maroden Zustand, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Im Schulverband gibt es seit Monaten nur noch eine Frage: Wie geht es mit „unserer Schule“ weiter? Inzwischen versuchen nicht nur die Kommunalpolitiker eine Lösung zu finden. Sie haben eine Gesellschaft für Kommunalberatung in Gersthofen mit eingebunden. Mehrmals schon hat Günther Wild, einer der Geschäftsführer und Planer des Unternehmens, über seine Erkenntnisse berichtet. Zuletzt erst in der vergangenen Woche.

Bei dieser Sitzung wurde, wie Schulverbandsvorsitzender Bürgermeister Martin Paninka (Bäumenheim) bestätigt, ein eindeutiges Szenario aufgemacht: Sanieren oder Abreißen und neu bau. „Dazwischen gibt es nichts“, sagt auch Mertingens Bürgermeister Albert Lohner. Er nennt das Projekt eine „ganz große Herausforderung“. Wie man sich auch entscheide, es sei eine Mammutaufgabe. Schließlich gehe es nicht allein um das Gebäude, sondern auch um die weitere Abwicklung des Unterrichts. Sie könnte in Containern stattfinden. Die Container wiederum sind rar und in der Miete teuer. Das Problem sei jedenfalls drängend.

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Kommt ein Neubau günstiger?

Im Schulverband fällt immer wieder das Wort von einem „Abwägungsprozess“. Einige Baukörper der jetzigen Schule seien in jedem Fall nicht mehr zu halten (wie die sogenannte Konservenfabrik), ist zu hören. Da werde man an einem Abriss nicht vorbeikommen. Und ob sich dann eine Sanierung des restlichen Teils finanziell rechne, stehe in den Sternen. Möglicherweise, so die These, komme ein Neubau günstiger. Ein solcher Neubau hätte den Vorteil, so Lohner, auch von der „Ausrichtung und den Abläufen“ eine zeitgemäße Schule zu bekommen.

Wenn der Kostenunterschied zwischen Sanierung und Neubau nur minimal sein werde, könnte sich auch Oberndorfs Bürgermeister Hubert Eberle der Idee zuneigen, „etwas neues zu bauen“. Er will aber erst einmal die aktualisierten Zahlen kennen. Von dem Gedanken, „dass wir sechs bis acht Millionen aufbringen müssen“, hat sich Eberle schon verabschiedet. Derzeit stünden 15 Millionen Euro an Kosten im Raum. Von der Summe sei er nicht sonderlich überrascht, habe man im Landkreis mit Schulbauten und deren Kosten doch so seine Erfahrungen. Oberndorf und Eggelstetten schicken gerade mal 23 Schülerinnen und Schüler nach Bäumenheim und haben eine Verteilquote von knapp 20 Prozent zu tragen.

In der nächsten Sitzung sollen alle Daten vorliegen

Eberle bringt in diesem Zusammenhang ein anderen Teilaspekt ins Gespräch: die Kostenquote. Darüber habe man noch überhaupt nicht geredet, aber die Strukturen hätten sich mit den Jahren verändert. Die Grund- und Mittelschule in Bäumenheim besuchen derzeit 330 Schüler.

„Eigentlich wollten wir schon weiter sein“, räumt Martin Paninka ein. Nun aber wolle man noch die „qualifizierte Analyse“ des Städteplaners Wild abwarten. Paninka, Lohner wie auch Eberle sind zuversichtlich, dass dem Schulverband bis zur nächsten Sitzung im September alle Daten vorliegen „und wir dann über das weitere Vorgehen endgültig entscheiden können“.

Rektor Maximilian Briegel hat vor dem Gremium eingeräumt, „dass sich er, die Lehrer und die Schüler noch beschränken können“. Diese Zeit werde allerdings auch einmal vorüber sein. Allerdings wir man viel Geduld aufbringen müssen, ist doch bei einem Projekt dieser Größenordnung eine zeitaufwendige europaweite Ausschreibung der Arbeiten notwendig.

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