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Tapfheim-Oppertshofen

27.01.2012

Abschied von Doris Meyer

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Hunderte Bürger trauerten um die verstorbene Politikerin aus Oppertshofen Respekt. Prominente Politiker hielten Trauerreden.

Von Thomas Hilgendorf

Tapfheim-Oppertshofen Hunderte haben den Weg an diesem tristen Januartag nach Oppertshofen gefunden, um auf dem Friedhof der evangelischen Kirche St. Blasius Abschied zu nehmen. Abschied von einer Frau, die – so drückte es Tapfheims Bürgermeister Karl Malz aus – „eine Politikerin aus Leidenschaft“ war. Doris Meyer war am vergangenen Sonntag im Alter von 54 Jahren einer schweren Krankheit erlegen (wir berichteten).

Die Kennzeichen der Autos, die an sämtlichen Wegesrändern Oppertshofens am frühen Freitagnachmittag geparkt waren, sie zeugten von der überregionalen Bedeutung des politischen Wirkens der ehemaligen Bundesparlamentarierin Meyer. Die Trauergästen kamen aus ganz Bayern und darüber hinaus.

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Eine Poltikerin, die sich „nie geschont“ hat

Meyer, so drückte es CSU-Parteikollegin Justizministerin Dr. Beate Merk in ihrer Trauerrede aus, habe ihre zahlreichen Ämter stets „mit viel Leidenschaft“ ausgefüllt und habe sich dabei „nie geschont“. Merk fügte hinzu: „Doris Meyer war immer bereit, Hilfe zu leisten. Sie hatte eine besondere Gabe, auf Menschen zuzugehen.“ Letztlich habe sie immer „gekämpft bis zum Schluss“. Ihr Tod reiße „eine Lücke in die Politik und in die Gesellschaft“, schloss die Justizministerin.

Markus Ferber, MdEP, fasste stellvertretend für den CSU-Bezirksverband seine guten Erfahrungen mit Doris Meyer im Anschluss zusammen: „Sie war ein Mensch, auf den man sich verlassen konnte. Uns geht eine kompetente Ansprechpartnerin verloren.“

Bei den Kommunalwahlen 1984 wurde die Müllermeisterin sowohl in den Tapfheimer Gemeinderat als auch in den Kreistag des Landkreises Donau-Ries gewählt.

Alle sechs Jahre bestätigten die Wähler Meyer in diesen Ämtern – bis zuletzt im Jahr 2008. Von 2002 bis 2005 gehörte die Politikerin dem Bundestag an – der Höhepunkt einer langen politischen Karriere. Ihre schwere Krankheit schwächte Meyer in den vergangenen Jahren zunehmend. Tapfheims Bürgermeister Karl Malz sprach Meyer in seiner Rede – ebenso wie zahlreiche Vertreter von Vereinen und Verbänden – seinen Respekt für die „große Einsatzbereitschaft“ und das vielschichtige Engagement der Politikerin für ihre Gemeinde aus.

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