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Stadtrat

21.11.2019

Abwasser: Mancher Hausbesitzer zahlt wohl bald weniger

Gremium in Harburg beschäftigt sich mit der gesplitteten Gebühr. So soll es weitergehen

In der Stadt Harburg soll es vom 1. Januar 2021 an keine einheitliche Abwassergebühr mehr geben, sondern es soll nach Schmutz- und Niederschlagswasser getrennt abgerechnet werden. Dies strebt Bürgermeister Wolfgang Kilian an. Um dem Stadtrat das komplexe Thema näherzubringen, fand nun eine Sondersitzung des Gremiums statt.

Nach Auskunft von Bürgermeister Wolfgang Kilian kann sich die Kommune wegen der gesetzlichen Vorgaben der sogenannten gesplitteten Gebühr nicht mehr entziehen. Die ist automatisch vorgeschrieben, wenn der Anteil des Niederschlagswassers bei mindestens zwölf Prozent der Gesamtkosten der Abwasserbeseitigung liegt.

Um die Gebühr für Niederschlagswasser zu berechnen, müssen die versiegelten Flächen auf jedem einzelnen der rund 1900 bebauten Grundstücke im Harburger Stadtgebiet bestimmt werden. Die Vertreter zweier Büros erläuterten über den Flächenaspekt beziehungsweise über die Kalkulation. Eine Erkenntnis war laut Kilian: Mancher Besitzer eines Einfamilienhauses wird wohl weniger Abwassergebühren zahlen müssen. Bei Besitzern von großen befestigten Flächen wird es hingegen deutlich mehr. Ein Beispiel: Beim Betreiber eines Supermarkts mit Parkplatz könnten es durchaus einige Hundert Euro pro Jahr mehr sein.

Wer eine Zisterne auf dem Grundstück hat oder das Regenwasser versickert, kann darauf hoffen, dass er weniger Gebühr bezahlen muss. Hier werde sicher etwas von der befestigten Fläche abgezogen, so Kilian. Das weitere Vorgehen sehe so aus: Zunächst stellen sich im Finanzausschuss des Stadtrats weitere Büros vor. Dann soll der Stadtrat noch heuer eines (oder zwei) auswählen. 2020 werden die Flächen berechnet, und die Besitzer bekommen ein Schreiben. Dann findet laut Kilian eine Informationsveranstaltung für die Bürger statt. (wwi)

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