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Donau-Ries

31.03.2020

Acht Todesfälle in Harburger Seniorenheim - einige mit Corona infiziert

Das Seniorenheim der Diakonie in Harburg.
Bild: Wolfgang Widemann

In Harburg sterben innerhalb weniger Tage acht Bewohner. Zumindest ein Teil war mit dem Coronavirus infiziert.

Eine auffällige Häufung von Todesfällen im Seniorenheim der Diakonie in Harburg beschäftigt nun die Behörden. In jedem Fall war ein Teil der Gestorbenen offenbar mit dem Coronavirus infiziert.

Seit Samstag starben in der Einrichtung insgesamt acht Personen, so das Landratsamt. Einige wurden der Behörde zufolge mittlerweile auf das Virus getestet. „Das Gesundheitsamt arbeitet mit Hochdruck daran, die näheren Umstände aufzuklären“, heißt es in einer Pressemitteilung, die am frühen Dienstag-Abend versendet wurde.

Acht Todesfälle in Seniorenheim in Harburg - Diakonie-Vorsitzende ist bedrückt

Gertrud Beck, Vorsitzende des Diakonievereins Harburg und Umgebung, bestätigte gegenüber unserer Redaktion die Vorgänge. Die Gestorbenen seien alle über 80 Jahre alt und durch Vorerkrankungen gebrechlich gewesen. Man sei sehr bedrückt über die Situation.

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Dem Vernehmen nach bestätigte sich bis Dienstag der Corona-Verdacht bei mindestens zwei der Gestorbenen. Inzwischen seien auch zwei Beschäftigte des Seniorenheims und eine Mitarbeiterin der angegliederten Sozialstation positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtet Gertrud Beck.

Gesundheitsamt Donau-Ries will nähere Umstände aufklären

Das Heim verfügt insgesamt über 48 Plätze. Die seien aber bereits seit ein paar Wochen nicht mehr alle belegt, so die Vorsitzende. Im Hinblick auf drohende Covid-19-Infektionen habe man beispielsweise damit begonnen, Doppelzimmer nur noch mit einer Person zu belegen. Als Vorsichtsmaßnahme seien zuletzt auch keine Besucher mehr in das Heim gelassen worden.

Die Stimmung beim Personal sei „sehr angespannt“. Die Mitarbeiter seien „an der Grenze“. Das Landratsamt teilte mit, „sobald es neue Erkenntnisse gibt, werden wir entsprechend informieren“.

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31.03.2020

Vorsicht ist geboten: Die gemeldeten Todesfälle hervor gerufen durch den Corona-Virus sollte man fachlich nachuntersuchen, nicht nur wegen einer möglichen falschen Statistik!

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01.04.2020

Um eine Mord(serie) zu verschleiern braucht man kein Corona. Gerade bei Senioren schaut kein Arzt gründlich nach, wenn da das Kissen raufgedruckt wurde. Aber selbst bei Jüngeren. Der Giftmord vor ein paar Jahren in Augsburg wäre nie aufgekommen, hätte die Kripo nicht einen Hinweis bekommen. Gifte / Medikamente können oft nur mit ganz spezifischen Tests nachgewiesen werden. Somit kann selbst bei einer gründlichen Leichenschau und sogar bei einer Obduktion ein Mord unerkannt bleiben.

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