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23.07.2010

Allianz will im Landkreis den Energieverbrauch senken

Auch Erwin Kastenmayer als Vertreter der Kaminkehrer-Innung Schwaben unterzeichnete die Vereinbarung der Energie-Allianz. Darüber freuen sich Landrat Stefan Rößle und Heike Burkhardt, die im Landratsamt für das Thema Energie zuständig ist. Foto: Wolfgang Widemann
Bild: Wolfgang Widemann

Donauwörth Pro Jahr werden im Donau-Ries-Kreis einige Milliarden Kilowattstunden Strom und Wärme benötigt. Der Kreistag mit Landrat Stefan Rößle an der Spitze hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 den Energieverbrauch um 20 Prozent zu senken und die Nutzung regenerativer Energien um 20 Prozent zu steigern. Dies soll mit einer "Energie-Allianz" erreicht werden (wir berichteten). Vertreter des Landkreises und des bereits bestehenden Energieforums hoben diese Allianz nun offiziell aus der Taufe und unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung.

In dieser heißt es: "Der globale Klimawandel wird sich im Lauf der kommenden Jahrzehnte erheblich auf die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen auswirken. Eine nachhaltige Entwicklung ist aus Solidarität mit den heute lebenden und den künftigen Generationen und aus Verantwortung für unsere Heimat unverzichtbar."

Die Mitglieder der Allianz - dieser gehören bislang diverse Institutionen und Energieversorger an - wollen darauf hinarbeiten, dass der Energieverbrauch im Landkreis in den kommenden zehn Jahren um mindestens rund 540 Kilowattstunden reduziert wird. In der gleichen Größenordnung soll die Menge der auf alternative Weise erzeugten Energie gesteigert werden.

"Das ist ein Meilenstein, was die Energiepolitik des Landkreises anbelangt", erklärte Rößle bei der Feierstunde im Landratsamt. Das vorhandene Netzwerk sei bereits beachtlich groß geworden. Der Landrat will auch die Kommunen mit ins Boot nehmen und erhofft sich dadurch erhebliche Impulse. Rößle betonte, die Allianz sei "alles andere als eine Auflistung von Spartipps für Privathaushalte". Das Bündnis reiche vom Energieerzeuger bis zur Wirtschaft und habe sich weit mehr vorgenommen.

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Einige der Allianz-Mitglieder unterstrichen ihren Willen zur Mitarbeit. Die Steigerung der Energieeffizienz habe für die Unternehmen höchste Priorität, sagte Wolfgang Haschner, Regionalgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer. Diese werde beispielsweise Informationsveranstaltungen, einen Newsletter zu aktuellen Energie-Themen und Einstiegsberatungen zur effizienten Energienutzung auf die Beine stellen. "Die nordschwäbische Wirtschaft ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt sehr bewusst", so Haschner.

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben, versprach, dass die Betriebe dafür sorgen würden, dass technische Innovationen beim Kunden ankommen und auch funktionieren. Josef Fischer, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, legte dar, dass von den derzeit 77 Biogasanlagen im Landkreis bereits 44 ein Konzept zur Nutzung der Abwärme hätten. Man werde die Beratungen hier weiter forcieren. "Da steckt unheimlich viel Energie drin", meinte Landrat Rößle.

Paul Schweihofer vom Fachverband Biogas erklärte, die Technik werde immer effizienter: "Ich gehe davon aus, bis 2020 geht aus einer solchen Anlage doppelt so viel Energie raus wie jetzt." Der Verband setze sich für höchste Wärmenutzung ein und schaue darauf, dass das pflanzliche Material nicht nur von Monokulturen komme.

Helmut Kaumeier, Vertriebsleiter Region Nord von Erdgas Schwaben, und Thorsten Ruprecht, Leiter Energievertrieb beim Energieversorger EnBW ODR, versprachen ebenfalls, ihren Anteil zu leisten, damit die gesetzten Ziele erreicht werden. (wwi)

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