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Landkreis Donau-Ries

06.07.2020

Andrang bei den Ersthelferkursen

Barbara Egger (stehend) und ihre Kollegen müssen bei den Ersthelferkursen des Roten Kreuzes auf viele Hygiene- und Abstandsregeln achten. Nur wenige praktische Übungen – wie hier die Anwendung der stabilen Seitenlage – sind möglich.
Bild: Unflath

Plus Nach der Corona-Pause bietet der Kreisverband des Roten Kreuzes wieder Lehrgänge an. Gerade bei jungen Leuten ist der Bedarf groß. Wie sich die Hygieneregeln auswirken.

Wie bei so vielem war aufgrund der Corona-Pandemie ab Mitte März auch bei den Ersthelferkursen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Landkreis Schluss. Während etwa Blutspendetermine aufgrund ihrer Dringlichkeit weiterhin durchgeführt wurden, kehren die Rettungskurse nun nach einer mehr als dreimonatigen Auszeit wieder zurück. So auch kürzlich in Wemding, wo Ausbilderin Barbara Egger im BRK-Heim zwölf junge Teilnehmer begrüßte.

Kurse sind schnell ausgebucht

„Die Kurse sind aktuell sehr schnell ausgebucht“, hat Egger beobachtet. Für sie und die weiteren Kursleiter bedeutet dies eine ganze Menge an Mehrarbeit. Denn in normalen Zeiten sind etwa 20 Teilnehmer bei Ersthelferkursen üblich, berichtet Egger. Dies ist aufgrund der Corona-Abstandsregelungen natürlich nicht möglich. Etwa zwölf bis 14 Personen sind nun das Maximum. Somit werden im Rahmen des Möglichen derzeit zusätzliche Kurse angeboten. Die Mehrarbeit fällt auch deswegen an, weil Schüler und Fahrschüler über Monate keine Kurse belegen konnten, um die nötige Bescheinigung zu erlangen – dies muss nun Stück für Stück nachgeholt werden.

Vieles an praktischen Übungen fällt derzeit logischerweise weg. Dies wird durch das Vermitteln von Theorie möglichst gut ersetzt. Die Kunst von Egger und ihren Kollegen besteht darin, die Kurse trotzdem interessant und kurzweilig zu gestalten. Aktuell können eigentlich nur die stabile Seitenlage sowie Wiederbelebungsmaßnahmen einstudiert werden, erläutert Egger – die Teilnehmer tragen dabei Mund-Nasen-Schutz und Sicherheitshandschuhe. Zudem kann jede mitwirkende Person Wundversorgung an sich selbst durchführen.

Andrang bei den Ersthelferkursen

Erhöhte Kursgebühren durch Reinigungskosten

Nicht nur auf Kursinhalte muss Barbara Egger derzeit achten. Regelmäßig werden alle Türklinken sowie die Lichtschalter desinfiziert, gleiches gilt für Rettungspuppe Anne, die aufgrund des herrschenden menschlichen Kontaktverbots als Übungsbeispiel fungiert. Am Ende eines jeden Kurses wird auch der gesamte Raum professionell gereinigt. Dies wiederum verursacht zusätzliche Kosten, was sich auch in den etwas erhöhten Kursgebühren niederschlägt.

Ab und an müsse man einigen Teilnehmern auch erste Hemmungen nehmen, wie die Ausbilderin bemerkt hat. Insgesamt seien Motivation und Konzentration bei den zumeist jungen Damen und Herren allerdings sehr hoch. Doch trotz aller Einschränkungen und Hygienevorschriften, die das Unterrichten derzeit erschweren, ist Barbara Egger insgesamt froh und bilanziert: „Es ist gut, dass es jetzt wieder losgeht.“

Landkreis Donau-Ries: Ausbilder des BRK sind "hoch motiviert"

Auch für BRK-Kreisgeschäftsführer Arthur Lettenbauer ist es wichtig, dass die Kurse angelaufen sind. „Darauf bin ich schon stolz. Durch unseren ausgeklügelten Maßnahmenplan haben wir zwar einen enormen Aufwand und hohe Kosten – aber wir können auch eine entsprechend hohe Sicherheit bieten!“ Die Ausbilder des BRK seien hoch motiviert und würden vollen Einsatz zeigen, was trotz der zahlreichen Einschränkungen bemerkenswert sei.

„Mein Dank gilt dem Sachgebiet Ausbildung und speziell den Ausbildern für ihren Einsatz.“ Das positive Feedback der Teilnehmer bestätige die Arbeit des BRK, so Lettenbauer.

Ebenfalls zufrieden zeigt sich mit der Situation André Weiß, Wemdings örtlicher Bereitschaftsleiter, da nun die Räumlichkeiten im Polsinger Weg wieder für Kurse zur Verfügung stehen und ab sofort auch interne Weiterbildungsmaßnahmen wieder durchgeführt werden können.

Information und Möglichkeit zur Anmeldung gibt es online auf www.brk-nordschwaben.de/kurse. Individuelle Termine für größere Gruppen wie etwa Schulklassen können bei der zuständigen Ansprechpartnerin Susanna Sauer unter Telefon 0906/70682-727 vereinbart werden.

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