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Donauwörth 

23.05.2019

Angriff mit Spitzhacke im Ankerzentrum: Mann in Haft

Innerhalb von 13 Stunden gab es gleich zwei Vorfälle im Ankerzentrum in Donauwörth. 
Bild: Manuel Wenzel

Plus Nach den zwei Polizeieinsätzen im Ankerzentrum am Sonntag laufen umfangreiche Ermittlungen - unter anderem wegen Landfriedensbruch. 

Nach zwei Einsätzen im Ankerzentrum in Donauwörth laufen umfangreiche Ermittlungen der Polizei. In einem Fall – es geht um einen Tumult am Sonntagabend – steht der Verdacht des Landfriedensbruchs im Raum. In der anderen Sache – einem Angriff mit einer Spitzhacke – sitzt ein 20-Jähriger inzwischen in Untersuchungshaft.

Innerhalb von gut 13 Stunden eilte – wie gemeldet – zweimal ein größeres Polizeiaufgebot in die Asyl-Einrichtung auf dem Schellenberg. Zunächst gab es am Sonntag gegen 20.45 Uhr Rabatz. Mehrere Gambier wollten Lebensmittel aus dem Speisesaal mitnehmen. Dies unterband aber der Sicherheitsdienst, da ein Verstoß gegen die Hausordnung vorlag. Die Afrikaner wurden, so teilte die Polizei mit, handgreiflich und bespuckten die Sicherheitsleute. Die setzten Reizgas gegen die Asylbewerber ein, die zwischen 18 und 24 Jahre alt sind. Schließlich gab es laut Polizei „wechselseitige Körperverletzungen“.

Zahlreiche Zeugen werden vernommen

Zunächst hieß es, es werde gegen fünf Gambier ermittelt. Es liege der Anfangsverdacht des Landfriedensbruchs vor. Die Kripo Dillingen ist nach Auskunft ihres Leiters Michael Lechner seit Dienstag mit bis zu sechs Beamten in Donauwörth damit beschäftigt, die Angelegenheit ebenso gründlich wie rasch aufzuarbeiten. „Das muss sorgfältig geprüft werden“, erklärt Lechner. Es seien zahlreiche Zeugen und Beteiligte zu vernehmen. Dies werde bis Freitag dauern. Dann würden die Aussagen ausgewertet.

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Wie viele Beschuldigte es am Ende tatsächlich sein werden, lasse sich aktuell noch nicht genau abschätzen, so Lechner. Neben dem möglichen Landfriedensbruch – bei einem solchen muss eine Gruppe bewusst zusammengewirkt haben – werde von den Beamten auch geprüft, wem ein Vorwurf wegen Körperverletzung gemacht werden kann. „Es gab keine größeren Verletzungen“, so der Kripo-Chef. Liege das Ergebnis der Ermittlungen vor, entscheide die Staatsanwaltschaft Augsburg über das weitere Vorgehen.

Auf den Mitarbeiter losgegangen

Bei einer zweiten Auseinandersetzung im Ankerzentrum am Montagvormittag attackierte ein Nigerianer im Alter von 20 Jahren einen Sicherheitsmann mit einer Spitzhacke. Zuvor hatte der 38-Jährige den Afrikaner aus dem Speisesaal verwiesen. Der 20-Jährige kehrte mit dem Werkzeug zurück und ging auf den Mitarbeiter los. Der konnte offenbar durch eine geschickte Abwehrbewegung ausweichen und blieb unversehrt.

Der Angreifer wurde zwischenzeitlich dem zuständigen Richter in Augsburg vorgeführt. Der erließ einen Haftbefehl wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, teilt die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung mit.

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